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SoVD-Ortsverband Sudwalde-Affinghausen feiert 75-jähriges Bestehen

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Von: Sylvia Wendt

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Ehrung für Gründungsmitglied Heinrich Alfken (Mitte; im April 2021 verstorben) im Juli 2007, hier mit Hermann Hohenkamp und SoVD-Kreisvorsitzendem Bruno Hartwig. Archi
Ehrung für Gründungsmitglied Heinrich Alfken (Mitte; im April 2021 verstorben) im Juli 2007, hier mit Hermann Hohenkamp und SoVD-Kreisvorsitzendem Bruno Hartwig. Archi © Kurth-Schumacher

Sudwalde/Affinghausen – „Wir sind stolz auf unsere 75 Jahre und wollen dies auch feiern“, erklärt Hanna Lübkemann, Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Sudwalde-Affinghausen. Gefeiert wird am Sonntag, 25. September, um 15 Uhr im Gasthaus Bensemann in Affinghausen mit Vertretern der ortsansässigen Vereine und der Ortsverbände aus der Nachbarschaft.

Ein Jubiläum, das den Blick zurück schweifen lässt auf die Gründung am 26. Juli 1947, damals noch als Ortsgruppe Sudwalde-Affinghausen im Reichsbund der Kriegs- und Zivilbeschädigten. Vorsitzender ist Wilhelm Rolappe (Sudwalde), sein Stellvertreter ist Hermann Bittner (Affinghausen), Schriftführer Hans Strahmann, seine Stellvertreterin Elisabeth Koballa (beide Affinghausen), Kassierer ist Hermann Beiersdorf (Menninghausen) und sein Vertreter Heinrich Klußmann (Affinghausen). 18 Teilnehmer zählt diese erste Versammlung und nur neun Jahre später gehören dem Verein 120 Mitglieder an.

Der Beratungsbedarf ist so hoch, dass die zunächst alle 14 Tage angebotenen Sprechzeiten auf wöchentlichen Modus umgestellt werden. „Schwierige Fälle“ werden zum Kreisvorsitzenden Walter Gottschalk nach Sulingen geschickt, der die Mitglieder im Wohnzimmer empfängt.

1976 reicht Wilhelm Rolappe, nach 29 Jahren im Amt, den Stab des Vorsitzenden weiter. Er wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachfolger als Vereinschef wird Johann Sander aus Affinghausen, 1981 folgt Heinrich Kleine, der bis 1996 Vorsitzender ist. Hermann Hohenkamp heißt sein Nachfolger, in dessen Amtszeit gehören 115 Mitglieder dem Verein an.

„Vereinsjubilar“ Heinrich Alfken erhielt im Rahmen der 60-Jahr-Feier des SoVD im Juli 2007 besondere Ehrenzeichen: Urkunde und Verdienstnadel des Landesverbandes. Der damals 84-Jährige gehört zu den Männern der ersten Stunde. Alfken war Beisitzer im ersten Vorstand und, mit einer kurzen Unterbrechung, bis 1998 im Vorstand tätig, darunter 25 Jahre als Schriftführer. 1998 wurde er auch, als Dank für sein ehrenamtliches Wirken, zum Ehrenmitglied ernannt. Alfken verstarb im April 2021.

Zeitungsberichte hat Heinrich Alfken aus Sudwalde akribisch gesammelt.
Zeitungsberichte hat Heinrich Alfken aus Sudwalde akribisch gesammelt. © Privat

„Sein junges Vorstandsteam präsentiert Hohenkamp stolz in der SoVD-Zeitschrift ,Golden Oldies‘ “, erinnert Hanna Lübkemann an ihren Vorgänger. In dessen Zeit fallen die ersten Kegelnachmittage und die „hauseigene Reichsbundkapelle“ spielt erfolgreich auf Weihnachtsfeiern und Jahreshauptversammlungen. Es sind gesundheitliche Gründe, die Hohenkamp 2016 den Vorsitz abgeben lassen, auch er wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Und Hanna Lübkemann zu seiner Nachfolgerin. Sie führt den Verein, der aktuell 195 Mitglieder zählt, noch heute.

Manches hat sich in den Jahren verändert, anderes ist liebe Tradition geworden: Fahrten etwa. 1954 erfolgte der erste Ausflug, per Bus ging es in die Holsteinische Schweiz. Noch heute werden Tagesausflüge gut angenommen. Gemütliche Abende hingegen sind, 1976 erstmals angeboten, seit 1982 eingestellt – mangels Beteiligung.

Tagesausflüge sind weiterhin gefragt

„Heute bieten wir erfolgreich Frühstückstreffen an, mit kleinen Vorträgen. Und das Klönen kommt bei keiner Veranstaltung zu kurz“, berichtet Hanna Lübkemann. Höhepunkt und Jahresabschluss sei die Weihnachtsfeier bei Kaffee, Kuchen und Keksen und mit kleinen Geschenken: „Im geschmückten Raum wird die Adventszeit damit festlich eingeläutet“, erklärt Lübkemann. Die Pandemie hatte jene Geselligkeit weitgehend lahmgelegt, bestätigt die Vorsitzende. Und stellt jetzt erfreut fest: „Wir merken, dass die meisten Mitglieder wieder raus wollen und nicht immer Corona hören müssen.“

Die Vorstandsarbeit habe sich gelohnt: „Kein Mitglied ist ausgetreten“, freut sich die Vorsitzende. Und schickt einen herzlichen Gruß in die SoVD-Geschäftsstelle nach Sulingen, wo die Beraterinnen Manuela Schumacher und Anja Hübner in der Pandemiezeit „ganze Arbeit geleistet und vielen in der schweren Zeit geholfen haben“.

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