Skatclub „Reiz mich mal“ in Sudwalde besteht seit 50 Jahren

Geselligkeit und Gehirnjogging

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Beim Fitnesstraining für den Kopf: Gründungsmitglied Friedel Hartwig, Wilfried Werner und Vorsitzender Dirk Kothrade (von links).

Sudwalde - „Skatspielen hält jung“, versichern eingefleischte Karten-Zocker. Friedel Hartwig, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Skatclubs „Reiz mich mal“ Sudwalde, ist hierfür das beste Beispiel. „Ich versuche, keinen Termin zu verpassen“, sagt der 82-Jährige. Er gehört zu den Leistungsträgern des Vereins, hat sogar schon an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Als „alter Hase“ macht er durch Erfahrung manches wett, was ihm Jüngere an Memorierfähigkeit voraus haben.

Gegründet wurde der Skatclub am 1. Juni 1965 im Gasthaus Früchtenicht in Menninghausen, das 16 Jahre Vereinslokal war. „Reiz mich mal“ hatte sich als erster Verein im Landkreis Diepholz dem Deutschen Skatverband angeschlossen.

Seit 1981 treffen sich die Skatspieler an jedem zweiten, vierten und fünften Freitag im Monat im Gasthaus Stühring in Sudwalde. „Wir haben damals so viele Termine im Monat angesetzt, damit auch die Schichtarbeiter die Chance auf die Vereinsmeisterschaft hatten“, erklärt Dirk Kothrade: „Wer nicht zwölf Abende gespielt hat, fällt aus der Wertung raus.“

Der Skatclub zählt 37 Mitglieder. Auch zwei Frauen behaupten sich in der vermeintlichen Männerdomäne. Durchschnittlich nehmen 20 Skatfreunde an den Skatabenden teil. Die Motivation der Aktiven: Geselligkeit und „Gehirnjogging“. Dieter Reddig betont: „Skat hält den Kopf fit!“ In der Regel gesellen sich an den Vereinsabenden einige Ehefrauen dazu, die eine eigenständige Doppelkopf-Runde aufmachen.

Friedel Hartwig, ebenso wie Heino Franzen noch aktives Gründungsmitglied, war der erste Vorsitzende des Vereins. Nach 33 Jahren gab er das Amt an Dieter Reddig (1998 bis 2007) ab. Dritter Chef in der Vereinsgeschichte war Thomas Wach. Seit 2009 steht Dirk Kothrade an der Spitze des Clubs „Reiz mich mal“.

Klaus Barr, Präsident des Bremer Skatverbands (VG38 im Deutschen Skatverband), der sich für Freitagabend angekündigt hatte, um den Verein und die beiden noch aktiven Gründungsmitglieder zu ehren, sagte aus familiären Gründen kurzfristig ab. „Die Ehrungen werden nachgeholt“, kündigte Vorsitzender Dirk Kothrade an.

mks

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