Neenkarkner Dörpspeeler bieten noch drei Vorstellungen

Silvester-Gala im Stadttheater: „Das war ein Wahnsinns-Publikum“

Die Neenkarkner Dörpspeeler gaben die Silvester-Gala im Stadttheater Sulingen. Foto: mks

Sulingen – 400 Freunde des plattdeutschen Theaters stimmten sich am Dienstag im Stadttheater auf den Jahreswechsel ein. Viele Familien und Freundeskreise sehen in der Traditionsveranstaltung den perfekten Start in ihr individuelles Silvesterprogramm.

„Wir geben uns Mühe, euch zum Lachen zu bringen“, sagte Elke Runge, die das Publikum im Namen der Neenkarkner Dörpspeeler begrüßte. Ihr Appell, das Lampenfieber des Ensembles „wegzuklatschen“, erwies sich als überflüssig: Die Laienschauspieler waren von Anfang an „in Fahrt“ und boten den Zuhörern beste Unterhaltung. Schauplatz des gleichnamigen Stücks von Christiane Cavazzini (plattdeutsche Übersetzung: Wolfgang Binder) ist das „Kurhotel Dieksiel“. Die Gäste, die hier Erholung suchen, könnten unterschiedlich nicht sein: Herbert Michels, Ruheständler auf „Brautschau“ (Wilfried Diedrichs), die burschikose Bauersfrau Rosalinde Linde (Marion Dettmer), der lebenslustige Pastor Peter

Engel (Manuel Bolte), die hochnäsige Beamtenwitwe Isolde von Harder (Gudrun Kramme) und die Frohnatur Petra Sonnenschein (Vanessa Müller). Herbert sucht die Frau fürs Leben, Hausdiener Fiete (Thorsten Landwehr) hilft gegen ein gewisses Entgelt beim Knüpfen der Kontakte. Das Problem von Frau Dr. Appel (Anja Schwitalla) und ihrer Assistentin Schwester Wiebke (Melanie Scharninghausen): Einer der fünf Kurgäste ist ein Prüfer der Krankenkasseninnung, der die Dienstleistungen des Hauses inkognito unter die Lupe nehmen will. Hendrik Labbus ist in diesem turbulenten, mit viel Wortwitz gespickten Stück, in der Rolle von Rosalinde Lindes Bruder Leo zu sehen, Ursel Hameister unterstützt das Ensemble als Souffleuse.

Alle zwei Jahre genießen die „Dörpspeeler“, die seit 2009 die Silvester-Gala im Wechsel mit den Lessener Theaterfreunden gestalten, das professionelle Ambiente. Ihr vereinseigener „Bühnenmeister“ hatte vor einigen Jahren eigens passende Kulissenelemente angefertigt. Die Zuschauer belohnten die Aufführung mit langanhaltendem Applaus, Wilfried Diedrichs gab das Lob zurück: „Das war ein Wahnsinns-Publikum.“ Für Samstag, 11. Januar, 19.30 Uhr, laden die „Dörpspeeler“ zu der am 16. November krankheitsbedingt ausgefallenen Vorstellung mit anschließender Aftershow-Party ins Dorfgemeinschaftshaus ein (Anmeldung bei Ursel Hameister, Tel. 0 42 45 / 2 23, und Wilfried Diedrichs, Tel. 0 42 41 / 29 21).

Am Freitag, 17. Januar (20 Uhr), und am Sonntag, 19. Januar (11 Uhr), steht das Ensemble noch einmal bei Brand in Scholen auf der Bühne, vorab bietet das Gasthaus Büfett beziehungsweise Frühstücksbüfett an. Laut Wilfried Diedrichs gibt es noch Karten für die Freitagsvorstellung (Tischreservierungen bei Erhard Brand, Tel. 0 42 45 /4 38).  mks

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