Samtgemeinde Schwaförden: Rund 400 Haushalte sollen schneller surfen können

EWE setzt drei weitere Stücke für das Breitbandnetz-Puzzle

+
Wolfgang Schirmer (Schirmer tk, Sulingen) und EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop stellen am Montag das Projekt mit Verwaltungsmitarbeiter Torsten Meyer und Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker (von links) im Schwafördener Rathaus vor.

Schwaförden - Drei weitere Stücke für das „Breitbandnetz-Puzzle“ Samtgemeinde Schwaförden will der Kommunikationsanbieter EWE Tel setzen: Insgesamt rund 400 Haushalte in den Mitgliedsgemeinden Schwaförden, Neuenkirchen und Ehrenburg sollen die Möglichkeit bekommen, sich schneller im Internet zu bewegen.

EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop und Wolfgang Schirmer (Schirmer tk, Sulingen), Partner des Konzerns in der Region, treffen sich Montagmittag mit Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker und Verwaltungsmitarbeiter Torsten Meyer im Schwafördener Rathaus, um das Projekt vorzustellen. „Über den Ausbau der schnellen Internetzugänge im ländlichen Raum haben wir schon häufig Gespräche mit der Samtgemeinde geführt“, stellt Andreas Roshop fest, „die Frage lautete, ob wir dafür etwas machen können, was auch ohne Fördermittel funktioniert.“

Und das kann EWE Tel: Drei Kabelverzweiger der Telekom – die Knotenpunkte, an denen Kupfer-Hausanschlussleitungen der Kunden gebündelt sind – sollen mit Glasfaserkabeln erschlossen werden. „Wir bauen dafür neben den Kabelverzweigern jeweils einen eigenen ‚Schrank‘ auf“, formuliert es Roshop. „Dadurch verringern sich die Leitungslängen zu den Haushalten, was teilweise enorme Geschwindigkeitsvorteile bringt.“ Bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Download und bis zu 40 beim Upload seien dann möglich – in der Theorie, betont Wolfgang Schirmer: „Die Leitungslänge wird zwar deutlich reduziert, sie spielt aber nach wie vor eine wichtige Rolle, ebenso wie die Länge und Qualität der Kupfer-Hausanschlussleitungen. Wer jetzt ein Megabit pro Sekunde erreicht, kommt dann vielleicht auf sechs bis acht.“

In Schwaförden sei vorteilhaft, dass der Verzweiger im Siedlungsbereich steht, erläutert Roshop. Hier können Bewohner des Bereiches Krüllenberg und im Baugebiet Westerkämpe vom Ausbau profitieren. In Ehrenburg streue der Verzweiger „stark in die Fläche“ – hier bekommen Einwohner der Ortsteile Schmalförden und Öftinghausen die Möglichkeit, sich wesentlich schneller im Netz zu bewegen, so Roshop. In Neuenkirchen sind es Anwohner im Bereich der Cantruper Straße und entlang der Bundesstraße 61, die flotteren Netzzugang erhalten können – ebenso „Nachbarn“ im Bassumer Ortsteil Nienstedt. Bis spätestens zum Jahresende solle der Ausbau erfolgt sein, „gerne früher.“

Die Nachfrage steige – und so komme EWE Tel an mehr Standorten mit dem Ausbau in den Bereich der Wirtschaftlichkeit. „Die Samtgemeinde bekommt den Ausbau ohne eigenen Aufwand“, unterstreicht Wolfgang Schirmer, „und die Kunden zahlen die regulären Tarife. Gegebenenfalls ist ein neuer Router erforderlich.“ Andreas Roshop empfiehlt Interessierten, die wissen möchten, ob und wie sie in den Genuss des schnelleren Netzzuganges kommen, sich direkt mit Wolfgang Schirmer und seinem Team in Verbindung zu setzen (Tel. 0 42 71 /78 07 00). Der weist darauf hin, dass niemand automatisch eine höhere Bandbreite bekommt, „der Anschluss muss dafür umgestellt werden.“

Seitens der Samtgemeinde sei man natürlich froh, dass sich EWE Tel jetzt des Ausbaus an drei Kabelverzweigern annimmt – „von gefühlt 20, bei denen Handlungsbedarf bestehen würde“, erinnert Helmut Denker. Bei denen, die übrig bleiben, gebe es eine Finanzierungslücke. Der Landkreis Diepholz werde sein Konzept für den Breitbandausbau voraussichtlich im September fertig haben – Grundlage, um Fördermittel zu beantragen.

ab

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

Meistgelesene Artikel

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Kommentare