Sechs Sitzbänke und zwei neue Urnen-Grabanlagen für den Friedhof

Schöner ruhen in Sudwalde

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An der neuen Urnen-Grabanlage in Form des Unendlichzeichens (von links): Wolfgang Voß, Leiter der Sparkasse in Sudwalde, Johann Buschmann vom Kirchenvorstand, Friedhofsgärtner Norbert Heppner, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender Wilfried Bröer und Pastorin Cornelia Harms; im Hintergrund eine der sechs neuen Sitzbänke.

Sudwalde - Eine der beiden erst kürzlich angelegten Urnen-Grabanlagen auf dem Sudwalder Friedhof, neben der auch eine der sechs neuen Sitzbänke ihren Platz gefunden hat, ist wie das Zeichen für Unendlichkeit geformt. „Meine Idee, da bin ich ganz stolz drauf“, bekundet Wilfried Bröer schmunzelnd. Das Zeichen passt auch zur Umgestaltung des Gottesackers insgesamt, denn „wir werden ja nie fertig“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Dennoch sind nun einige Meilensteine gesetzt, die sich sehen lassen können.

Als „die wichtigen Leute, die hier ehrenamtlich schuften“, bezeichnet Pastorin Cornelia Harms Wilfried Bröer und Johann Buschmann, ebenfalls im Kirchenvorstand. Die drei zeigen am Dienstag Wolfgang Voß, Leiter der Sparkasse in Sudwalde, was sich auf dem Friedhof getan hat. Die Kreissparkasse hat eine der von der Kirchengemeinde angeschafften neuen Bänke, Stückpreis rund 250 Euro, gesponsert, die Oldenburgische Landesbank (OLB) eine weitere, darauf sollen bald Plaketten an den Sitzmöbeln hinweisen. Ferner haben zwei Privatleute sich die Kosten für eine Bank geteilt – bleiben also noch drei übrig, „es wäre schön, wenn uns noch der eine oder andere Gönner unterstützt“, hofft Pastorin Harms. Es sieht aus (und fühlt sich fast so an), als ob die Bänke aus Holz sind – tatsächlich handelt es sich um recycelten Kunststoff auf Stahlrahmen. Sie gammeln nicht, man muss sie nicht streichen, „wir haben seit 15 Jahren zwei davon am Gemeindehaus stehen.“ Ein Friedhof sei auch ein Ort der Begegnung, Grabpflege wird mit Klönschnack verbunden und dazu kann man sich jetzt auch hinsetzen.

Bei den beiden neuen Urnen-Grabanlagen übernimmt die Kirchengemeinde die Pflege. Keine „anonyme Bestattung“, auch wenn das landläufig so genannt wird: Auf der Anlage in Form des Unendlichzeichens werden dreieckige Steine mit den Namen der Verstorbenen aufeinander gesetzt, so dass sich im Laufe der Zeit zwei Stelen bilden. Grabsteine kommen auf die Felder der zweiten Anlage, die für Paare gedacht sind, „das nennt man Dyaden-Urnengräber“, erläutert Johann Buschmann. Noch vor wenigen Jahren war die Urnenbestattung auf dem Land „exotisch“ formuliert es Cornelia Harms. Laut Wilfried Bröer liegt die Quote mittlerweile bereits bei 40 Prozent.

Der Bedarf an Grabstellen auf dem Sudwalder Friedhof ist zurückgegangen, die einst vorgesehene Erweiterungsfläche wird wohl ungenutzt bleiben. Bereits vor 20 Jahren war beschlossen worden, Querverbindungen zwischen den beiden Hauptwegen auf dem Friedhof anzulegen, um auf dem Weg zu einem Grab nicht mehr andere überqueren zu müssen. Ein Langzeitprojekt, da es selbstverständlich zu warten galt, bis die dafür benötigten Grabstellen frei wurden. Die ersten Wege haben Johann Buschmann und Wilfried Bröer, mit fachlicher Unterstützung, vor sechs Jahren gepflastert, die letzten beiden 2014.

Das nächste Ziel: Bäume sollen das Ensemble verschönern. Ein heikles Thema auf einem Friedhof, stellt Cornelia Harms fest, „da muss man mit Bedacht, Verstand und Beratung rangehen.“

Johann Buschmann hat jetzt – kommissarisch und mit Unterstützung von Wilfried Bröer – die Friedhofsverwaltung übernommen, ist unter Tel. 04247/ 971402 zu erreichen. Hintergrund ist, dass Pfarramtssekretärin Inge Horstmann, die diese Aufgabe bislang wahrnahm, 2016 ihren Ruhestand antritt.

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