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Scholener Rat hält an Imholzer Weg fest und erhellt Blockwinkel

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Von: Sylvia Wendt

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Das Straßenschild für den Imholzer Weg in Scholen wird nicht geändert.
Das Straßenschild für den Imholzer Weg in Scholen wird nicht geändert. © S. Wendt

Scholen – Der Imholzer Weg bleibt der Imholzer Weg. Im Internet ist er nicht zu finden, Scholens Bürgermeister Karl-Heinz Schwenn erklärt, dass es sich um die Zuwegung zum Hof der Familie Imholze (heute Ahrens) handele. Und eben weil der Weg den Bezug zur Familie herstelle, solle die Bezeichnung erhalten werden, obwohl die Ländereien verpachtet sind und die Nachkommen nicht mehr in der Region wohnen.

Der Rat der Gemeinde Scholen lehnte den Antrag eines Anwohners ab, einen der abzweigenden kleinen Wege zu einem Einzelgehöft (ehemals Hilbers) umzubenennen. Der Anlieger hatte sich gewünscht, durch die Umbenennung der Straße in „Sconlo“ (was er als eine ältere Bezeichnung für Scholen angibt) eine Zugehörigkeit des Hofes Nr. 46 zu Scholen zu unterstreichen.

Der Antragsteller hatte sich auf einen Namen bezogen, den der Rat nicht so leicht „hergeben“ möchte. Laut Schwenn gibt es in mehreren historischen Dokumenten verschiedene ehemalige Schreibweisen für Scholen. Diese Bezeichnung für eine Straße, an der letztlich nur ein Hof liegt, zu nutzen, wollte der Rat nicht zulassen – und lehnte es einstimmig in der jüngsten Sitzung ab. Einstimmig bedeutet an diesem Abend ein Votum von sieben Mandatsträgern, zwei waren verhindert.

Einstimmig erfolgte auch der Beschluss zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung. Beim Ortstermin von Rat, Verwaltung, Bauhof und Fachfirma habe sich noch tags zuvor eine Änderung des Planes ergeben, erklärte Schwenn in der öffentlichen Sitzung. Straßenlampen in Scholen (Gemeindestraße „An der Donau“) sowie Blockwinkel (im Bereich der Blockwinkler Straße) sollen an anderen Stellen, als urspünglich geplant, aufgestellt werden, einen anderen Leuchtkörper bekommen. Insgesamt sollen vier zusätzliche Straßenlampen aufgestellt werden, eine in Scholen, drei in Blockwinkel – denn dort soll der Schulweg zur Bushaltestelle an der Bundesstraße 61 unbedingt lichttechnisch abgesichert sein. Eingebaut werden sollen stärkere LED-Lampen. Diskutiert worden sei, auch für den Pfahl ein anderes Modell zu wählen, als ursprünglich ausgesucht, um die Bereich besser auszuleuchten. Grundsätzlich sei die Fachfirma nun beauftragt, das Material zu beschaffen – das sei aktuell mitunter nicht so einfach. „Jetzt ist es morgens ja schon nicht mehr so dunkel, aber bis zum Herbst sollen die Lampen für den Schulweg aufgestellt sein“, erklärte Schwenn den Zeitplan.

Einstimmig beschlossen wurde, auch für die Gemeinde Scholen die Richtlinien für Repräsentationen und Ehrungen zu ändern, genauer: Die Ansätze für Geschenke zu Jubiläen oder Aufmerksamkeiten zu Beerdigungen zu erhöhen auf das aktuelle Preisniveau. Der Gemeinderat Scholen stimmte ebenso einmütig für die neue Satzung über die Entschädigung von Ratsmitgliedern und ehrenamtlich Tätigen der Gemeinde Scholen, nach der Ratsmitglieder und Bürgermeister höhere Vergütungen für ihr gemeindliches Engagement gezahlt bekommen.

Der Rat war sich zudem einig, dass Bäume, die aufgrund des jüngsten Sturmes gefällt werden mussten, ersetzt werden. Für die Dorfstraße seien deshalb zwei neue Bäume bestellt und die Schwafördener Straße solle wieder in eine Allee verwandelt werden. Nicht mit Birken (solche mussten aufgrund von Schäden entfernt werden): Bestellt sind insgesamt 25 Linden, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Schwenn. Die sollen allerdings erst zum Herbst hin gepflanzt werden.

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