Amt, Ideen, Pläne

Frauke Früchtenicht führt seit November die Jugendfeuerwehr Sudwalde

Die neue Jugendwartin Frauke Früchtenicht ist 30 Jahre alt – der Jugendfeuerwehr Sudwalde schloss sie sich im Alter von zehn Jahren an.

Seit November steht sie an der Spitze der Jugendfeuerwehr Sudwalde. Im Interview spricht Frauke Früchtenicht über Amt, Ideen und Pläne.

Sudwalde – Im November wählten die Mitglieder Frauke Früchtenicht an die Spitze der Jugendfeuerwehr Sudwalde: Sie ist Nachfolgerin von Ronald Hoffmann, der sich 20 Jahre in der Jugendfeuerwehr engagiert hatte, davon neun Jahre als Jugendfeuerwehrwart. Die 30-Jährige spricht im Interview mit Martina Kurth-Schumacher über ihre Vorstellungen von ihrem Amt, ihre Ideen und Pläne.

Was hat dich damals motiviert, Mitglied der Jugendfeuerwehr zu werden?

Ich bin mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr Sudwalde eingetreten, damals eines der wenigen Freizeitangebote für Jugendliche in unserem Ort. Gefühlt war jedes Kind Mitglied. Den letzten Anstoß gab eine Freundin: Sie wollte dabei sein und hat mich „mitgezogen“.

Wie sieht dein persönlicher Werdegang in der Jugendfeuerwehr aus?

Da mein Interesse an der Feuerwehr stets gewachsen ist, bin ich 2006, mit dem Erreichen der Altersgrenze von 18 Jahren, in die aktive Abteilung der Ortsfeuerwehr Sudwalde übergetreten und habe als Betreuerin in der Jugendfeuerwehr weitergemacht. 2009 wurde ich als Mädchenbetreuerin in das Kommando der Jugendfeuerwehr gewählt, 2014 bin ich Schriftführerin geworden und nun, 2019, Jugendwartin.

Fühlst Du Dich gut vorbereitet auf das Amt?

Ich konnte im Kommando viele Erfahrungen sammeln. Zehn Jahre bin ich immer nah an der Führungsarbeit gewesen, wir haben viele Entscheidungen im Team getroffen. Außerdem habe ich im Laufe der Jahre mehr Verantwortung übernommen, da ich Ronald in seiner Funktion als Jugendwart vertreten durfte.

Man setzt Kraft und Zeit als Betreuerin und Jugendwartin ein. Was bekommt man zurück?

Das Schöne an der Arbeit in der Jugendfeuerwehr ist die Vielseitigkeit. Neben der Schulung in Feuerwehrtechnik gibt es jede Woche sportliche Angebote. Dazu kommen Aktivitäten wie der „Tag der Umwelt“, den wir jedes Jahr unterschiedlich gestalten, die „Bunten Abende“, Wettkämpfe und Turniere und natürlich das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager. Dieses Jahr waren wir drei Tage an der Ostsee, und im Frühsommer haben wir ein Schlagballturnier mit den Eltern veranstaltet. Natürlich ist das mit viel Arbeit verbunden, aber es macht sich bezahlt. Wir bekommen viel Lob, Dankbarkeit und positive Rückmeldungen – das ist unser Lohn. Zu wissen, dass die Jugendlichen Spaß haben und dass sie gerne zu den „Diensten“ kommen, ist toll.

Was waren deine bisherigen Highlights während deiner Zeit in der Jugendfeuerwehr?

Oh, das ist gar nicht so einfach und eindeutig zu beantworten. Es gab so viele tolle Dinge! Natürlich gehört das jährliche Zeltlager dazu, das mir schon als Jugendliche Freude gemacht hat und später als Betreuerin. Schön sind auch die Erfolge bei Wettkämpfen und die Feiern danach. Letztendlich ist die ganze Jugendfeuerwehr ein Highlight. Egal, ob groß oder klein: Alle helfen und unterstützen, wo sie können. Ohne die gute Zusammenarbeit wären wir nicht so erfolgreich.

Wie ist die Jugendfeuerwehr Sudwalde für die Zukunft aufgestellt?

Wir haben zurzeit 58 aktive Kinder und Jugendliche und 22 Betreuer. Damit sind wir super aufgestellt. Natürlich haben wir immer Platz für weitere Interessierte. Nach oben sind – fast – keine Grenzen gesetzt.

Wo liegen die Herausforderungen? Steht ihr in Konkurrenz zu anderen Freizeitangeboten?

In unserem ländlichen Raum gibt es neben Fußball- und Sportverein nicht ganz viel. Wir haben uns mit ihnen gut arrangiert und abgesprochen, damit nichts zeitgleich stattfindet. Allerdings wird die Schule immer anspruchsvoller. Wir haben wöchentlich zwei Dienste, die regelmäßige Teilnahme ist zeitintensiv, aber erforderlich. Für die Jugendlichen wird es zunehmend schwieriger und anstrengender, die Jugendfeuerwehr mit der Schule unter einen Hut zu bekommen.

Welche Pläne hast du für die nächsten Jahre, wo setzt du eigene Akzente?

Ach, das ist eine interessante, aber auch eine schwierige Frage. Ich denke, so, wie wir bisher fahren, fahren wir sehr gut. Natürlich wird sich das eine oder andere ändern, da meine persönliche Note in die Arbeit einfließt. Ich bin Neuem gegenüber aufgeschlossen, plane aber vom Grundsatz her nicht die ganz großen Veränderungen.

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