Kooperation mit Sulingen und Kirchdorf

Rat stimmt für Zusammenlegung der Abwasserbetriebe

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Etwa 40 Jahre hat laut Helmut Denker die Kläranlage in Ehrenburg auf dem Buckel – kommt es zur Zusammenlegung der Abwasserbetriebe, wird sie durch ein Pumpwerk ersetzt.

Affinghausen - Mit einem einstimmigen Beschluss stellte sich der Rat der Samtgemeinde Schwaförden am Mittwochabend hinter die angestrebte Zusammenlegung des Abwasserbetriebes der Stadt Sulingen mit denen der Samtgemeinden Kirchdorf und Schwaförden. Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker erläuterte bei der Sitzung im Jugend- und Sporthaus in Affinghausen die Ziele der „Fusion“ der drei bislang von der Wasserversorgung Sulinger Land getrennt geführten Betriebe.

„In Ehrenburg haben wir eine Kläranlage, die gut 40 Jahre auf dem Buckel hat und in die wir namhaft investieren müssten.“ Stattdessen ist angedacht, sie (wie im Fall der Kläranlage Affinghausen schon geschehen)  durch ein Pumpwerk zu ersetzen und das Abwasser per Druckrohrleitung nach Sulingen zu schicken. Das ist auch für die Kläranlage Varrel in der Samtgemeinde Kirchdorf geplant. „Die Überlegung ist, dass wir alles in einen Abrechnungskreis zusammenführen. Alles, was wir investieren müssten, geht dann geteilt durch drei. Das stellt sich auch für die Gebührenzahler deutlich günstiger dar.“ 

Mit Gebühren in Höhe von 3,12 Euro stehe man gegenüber den anderen beiden Beteiligten „deutlich oben an“. Eine Zusammenführung bedeute „mindestens Gebührenstabilität, wenn nicht sogar eine geringfügige Absenkung“ – jedenfalls in der Samtgemeinde Schwaförden, Erhöhungen in Kirchdorf und Sulingen wären erforderlich, um ein einheitliches Niveau zu erreichen. Einheitlich soll sich auch die Eigenkapitalquote der Kommunen auf 20 Prozent belaufen. Sulingen und Kirchdorf würden noch „was rausbekommen“, die Samtgemeinde Schwaförden, die derzeit bei rund 15 Prozent liegt, müsste aufstocken – „roundabout 360.000 Euro.“

Ziel: Mehr Gemeinsamkeiten

„Seit Abgabe der Abwasserbetriebe haben wir immer als Ziel vor Augen gehabt, hier eine Gemeinsamkeit zu erreichen“, stellte Henning Jürgens fest. Im Hinblick darauf, dass neue Auflagen die kostengünstige landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm stark einschränken, „haben wir nun in Sulingen Investitionen vor uns, die die Weiterverarbeitung, die Trocknung, Beförderung und Lagerung ins Auge fassen. Probleme, die wir vorher nicht hatten und die wir alleine nicht hätten meistern können.“ Er bezog sich auf den Faulturm, der, in Verbindung mit einem Blockheizkraftwerk, die Klärschlammmenge und Energiekosten verringern soll. 

„Ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt, dass wir uns auf einen wirklich gemeinsamen Nenner einigen“, befand Rainer Klusmann – was die Abwassergebühren, aber auch, was die künftige Behandlung des Abwassers angeht, die in einer großen Anlage technisch leichter darzustellen sei, als in vier kleinen. Gerd Göbberd: „Der Abwasserpreis bleibt bezahlbar, und das schaffen wir gemeinsam, alleine schaffen wir es nicht.“ Es gehe um Synergieeffekte, die man immer im Hinterkopf gehabt habe: „Die habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Vielleicht sehen wir sie in Zukunft“, so Hans-Jürgen Schumacher.

Helmut Denker merkte an, dass es ihm zwar nicht zustehe, der Samtgemeinde Siedenburg, die ihren Abwasserbetrieb nicht dem Zweckverband übertragen hat, Empfehlungen zu geben – „aber nach meinem Dafürhalten wären die Siedenburger gut beraten, sich anzuschließen. Wenn sie die Klärschlammentsorgung alleine regeln müssen, haben sie ein dickes Brett zu bohren.“ 

ab

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