Kunden buchen Urlaub im Reisebüro

Statt Online-Schnäppchensuche: Rückkehr zum Reise-Profi

Sina Hibbeler aus Schwaförden hat gerade ihre Ausbildung zur Touristikfachfrau abgeschlossen.
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Sina Hibbeler aus Schwaförden hat gerade ihre Ausbildung zur Touristikfachfrau abgeschlossen.

Schwaförden – Ihre Prognose? „Das sage ich mit aller Vorsicht, aber: Die Leute wollen reisen, brauchen Urlaub. Es geht wieder los.“ Das sagt Sina Hibbeler, 22 Jahre jung, aus Schwaförden – und seit Juni Tourismuskauffrau. Als eine der besten Auszubildenden der Tui Deutschland GmbH hat sie ihre Ausbildung im Tui-Reisecenter in Syke abgeschlossen.

Buchen die Menschen ihren Urlaub nicht einfacher per Mausklicks im Internet? Sina Hibbeler und ihre Kollegen beobachten einen gegenläufigen Trend: „Es wird wieder deutlich mehr über das Reisebüro gebucht. Und auch die Zahl der jüngeren Kunden steigt.“ Die Pandemie und ihre Folgen haben die Touristik-Experten zu gesuchten Ansprechpartnern gemacht. „Weil sich die Flüge ständig geändert haben, um nicht dem Geld hinterherlaufen zu müssen“, nennt Hibbeler zwei der Hauptgründe derjenigen, die eben nicht über die gängigen Online-Portale nach Schnäppchen suchen.

Es gebe auch jene, die sich auf die Tipps der Profis verlassen möchten, die ihre Wünsche vorbringen – und dann bis kurz vor der Abreise in einer Touristikfachfrau wie Sina Hibbeler jemanden wissen, der sich um die Planungen kümmert und etwaige notwendige Änderungen regelt. Hibbeler macht genau diese Planung Spaß: „Das ist total faszinierend. Auch Routen auszuarbeiten in Ländern, in denen man noch nie war.“ Wie geht das denn? „Ich beschäftige mich wirklich intensiv damit – und habe natürlich in den Kollegen Ansprechpartner, die vieles schon selbst bereist haben.“

Reiseneugier führt in den Beruf: „Das ist mein Ding“

Diese Reiseneugier war es, die Sina Hibbeler, Abiturjahrgang 2017, vom Lehramtsstudium in Kiel zum Ausbildungsplatz im Syker Reisebüro gebracht hat. Das Studium sei nichts für sie gewesen, aber schon kurz nach Ausbildungsbeginn habe sie gemerkt: „Das ist mein Ding.“

Kein Wunder also, dass Sina Hibbeler zur Ausbildungsbotschafterin weitergebildet wurde, um bei Messen und in Schulen über ihren Beruf zu informieren.

Die junge Schwafördenerin hat die eine Hälfte ihrer Ausbildung vor Corona absolviert, die andere in der Pandemie. Und gewährt Einblicke: Eigentlich sind Auslandsaufenthalte Bestandteil der Ausbildung, eine Seminarreise habe etwa nach Ägypten geführt, der sonst übliche dreiwöchige Auslandsaufenthalt jedoch – den hat Corona aus dem Lehrplan gestrichen. Der Reiseriese Tui aber habe ihr dennoch eine tolle Ausbildung ermöglicht, sagt sie, wohlwissend, dass die Pandemie die Branche hart getroffen hat: „Besonders viele selbstständige Reisebüros haben diese Zeit nicht überstanden.“

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Aktuell ist Sina Hibbeler im Homeoffice aktiv: Das Unternehmen hat ihr ein nur für die Arbeit zu Hause zugeschnittenes Jobangebot für Tui Cruises gemacht. Und wie sieht es bei den Kreuzfahrten aus? „Es wird besser“, sagt Hibbeler. Die 22-Jährige hat ihre Ziele gut im Blick: Beruflich und privat erfolgreich sein, das möchte sie. Darum auch bewirbt sie sich aufgrund ihrer guten Noten um den Publikumspreis des AGA Unternehmensverbandes als „Azubi des Nordens“, hat dafür ein Video bei Youtube erstellt. Sina Hibbeler hofft auf Unterstützung: „Die drei Videos mit den meisten Likes werden zum Endausscheid nach Hamburg eingeladen. Das Online-Voting läuft noch bis zum 27. September.“

Zum Video

Der Link zum Video von Sina Hibbeler: https://youtu.be/A_Dw1YvcaXQ

Privat erfolgreich sein heißt auch, als Mittelfeldspielerin der 1. Damen der SG Asendorf-Süstedt auf Punktejagd zu gehen, ehrenamtlich aktiv zu sein. Wie geht das, wenn man als Reiseprofi vielleicht öfters mal reisen muss? Sina Hibbelers Freund ist aus der selben Branche und derzeit als Animateur auf Fuerteventura. „Das muss die Beziehung mitmachen“, sagt Hibbeler. Der nächste Urlaub sei gebucht. Auf die Kanaren? „Nein, nach Griechenland.“

Und was ist mit Sprachen? Sie habe Deutsch und Englisch in der Schule gehabt. Und Latein: „Da kann ich manches Mal was ableiten im Spanischen und im Französischen.“ Aber mehr Sprachen lernen, das stehe auf der Wunschliste. Und ihre persönlichen (Reise-)Wunschziele? „Kanada als Fernziel, Spanien und Portugal im Süden sowie Schweden als Nordland.“

Dringlichster Wunsch aber ist: Raus aus dem Homeoffice, wieder in den persönlichen Kontakt mit den Kunden, um mit denen zusammen deren Traumreise zu planen. Was, wenn der Arbeitsplatz nicht in der Region liegt? „Wenn man in die Touristik geht, weiß man, dass man vielleicht den Wohnort wechseln muss. Und deshalb weiß ich, dass es sein kann, dass ich dann Schwaförden verlassen muss.“

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