VHS-Angebote in Samtgemeinde Schwaförden sind bereits ausgebucht

Rasper: „Das gabs noch nie“

Die Angebote in der Samtgemeinde Schwaförden aus dem Herbst-/Winter-Programm der Kreisvolkshochschule sind komplett „ausgebucht“, freut sich die örtliche VHS-Arbeitsstellenleiterin Sabine Rasper aus Scholen. Foto: Behling

Scholen – „Das gabs noch nie“, freut sich Buchbindemeisterin Sabine Rasper aus Scholen, „zum ersten Mal sind alle VHS-Angebote in der Samtgemeinde Schwaförden ausgebucht.“ Die Resonanz auf den Part im aktuellen Herbst-/Winterprogramm der Kreisvolkshochschule im Landkreis Diepholz, für den sie verantwortlich zeichnet, ist eine schöne Bestätigung: Vor 15 Jahren hatte sie die ehrenamtliche Leitung der VHS-Arbeitsstelle übernommen, die zuvor Rainer Degen innehatte.

Warum hat sie sich damals auf den „Job“ eingelassen? Die 57-Jährige überlegt einen Moment, bevor sie antwortet. „Ich bin überzeugt: Wenn wir alle ehrenamtliche Arbeit leisten, macht das die Gesellschaft besser. Und jeder kann irgendetwas beitragen.“ Die gebürtige Düsseldorferin bezeichnet sich als Zugezogene, kam 1997 nach Scholen, wo sie mit Ehemann Burkard Meyendriesch lebt und mit Keramikerin Sabine Kratzer das Atelier „Scholen 53“ betreibt. Das Engagement für die VHS habe bewirkt, dass sie Örtlichkeiten und Menschen in der Samtgemeinde besser kennengelernt habe.

Die Zahl der Anmeldungen – teils gebe es Wartelisten mit Interessenten –  ist für Sabine Rasper umso erfreulicher, weil sie den Eindruck hat, dass das vielerorts kostenlos ausliegende und im Internet einsehbare Programmheft der VHS von der Bevölkerung kaum wahrgenommen wird. „Ich habe das Gefühl, dass viele eher über Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Termine aufmerksam werden.“ Als Beispiel nennt sie ihre Lesung mit Michael Mengeling Anfang des Monats im Twistringer Ratssaal: „60 Leute waren da – davon vier, die sich über die VHS angemeldet hatten.“ Auch habe sie seitens der Kreisvolkshochschule gleich zu Beginn gesagt bekommen, dass neue Kurse oft erst mehrmals angeboten werden müssten, bevor die erforderlichen Teilnehmerzahlen erreicht werden. Was Sabine Rasper aus ihren Erfahrungen heute bestätigen kann. Die Nähkurse mit Waltraud Beneke etwa seien bei den ersten zwei, drei Anläufen nicht zustande gekommen, „jetzt ist das Interesse so groß, dass ein Zusatzkursus angeboten wird. Und beide Kurse sind voll.“ Ebenso die beiden Töpferkurse und das Seminar „Mit Heilpflanzen fit durch den Winter“ mit Sabine Kratzer als Dozentin.

Bei den meisten Angeboten ist die Sieben die „magische Zahl“: Haben sich nicht wenigstens sieben Teilnehmer angemeldet oder sinkt die Zahl aufgrund von Absagen niedriger, fällt der Kursus beziehungsweise die Veranstaltung aus. „Das ist frustrierend für alle Beteiligten: Man hat sich die Mühe gemacht, einen Dozenten zu finden, der hat sich die Zeit freigehalten und die angemeldeten Interessierten, die sich auf die Veranstaltung gefreut haben, sind enttäuscht. Da melden sich die Arbeitsstellenleitungen manchmal selbst als Teilnehmer an, wenn es eng wird.“

Teils sucht Sabine Rasper sich Dozenten für ein Thema, das sie für interessant hält, etwa den Landvolk-Kreisverband für die Besichtigung einer Windkraftanlage in Scholen, die in diesem Herbst zum zweiten Mal auf dem Programm steht. Sie sei aber auch offen für Dozenten, die etwas Neues auf die Beine stellen wollen, „wir suchen einen passenden Raum, bringen das Angebot ins Programm und probieren es aus.“

Für das Frühjahr-/Sommerprogramm der VHS ist die Deadline bereits Ende Oktober gesetzt. Sabine Rasper plant unter anderem, den Kursus „Letzte Hilfe – Umsorgen von schwer Erkrankten und sterbenden Menschen am Lebensende“, den sie gemeinsam mit Dieter Stamme leitet, 2020 erneut anzubieten. „Und Sabine Kratzer kennt jemanden, der zeigen kann, wie man Obstbäume veredelt.“

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