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Radweg an der L 202 bleibt Thema

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Von: Sylvia Wendt

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Jürgen Köberlein vor der neu installierten Geschwindigkeitsmessanlage an der Affinghäuser Hauptkreuzung. Der Wagen, der gerade in dieser Aufnahme registriert wird, ist nicht der mit dem höchsten Wert: Die Fahrzeuge in Richtung Schwaförden werden nicht angezeigt, jedoch notiert und für einen Verkehrsteilnehmer unterwegs auf der L 202 wurden 105 km/h statt der erlaubten 50 aufgeschrieben. Die erste Komplettauswertung steht noch bevor.
Jürgen Köberlein vor der neu installierten Geschwindigkeitsmessanlage an der Affinghäuser Hauptkreuzung. Der Wagen, der gerade in dieser Aufnahme registriert wird, ist nicht der mit dem höchsten Wert: Die Fahrzeuge in Richtung Schwaförden werden nicht angezeigt, jedoch notiert und für einen Verkehrsteilnehmer unterwegs auf der L 202 wurden 105 km/h statt der erlaubten 50 aufgeschrieben. Die erste Komplettauswertung steht noch bevor. © S. Wendt

Affinghausen – Seit 2011 bereit ist Jürgen Köberlein Bürgermeister der Gemeinde Affinghausen. Was ihn eigentlich von einem sogenannten 100-Tage-Interview ausschließt. Das ist gemeinhin gedacht, bei den neuen Amtsinhabern nachzufragen, wie deren erste 100 Tage im Amt verlaufen sind. Die Kommunalwahlen 2021 haben jedoch etliche neue Mandatsträger ins Chef-Amt gebracht. Warum nicht auch bei den „versierten“ Gemeindechefs nachhaken, ob der Start in diese Wahlperiode anders war, als die vorherigen – im Jahr drei der Pandemie – und welche Aufgaben in ihrer Kommune bevorstehen.

100 Tage als Bürgermeister der Gemeinde Affinghausen – wie läuft’s?

Es läuft zur Zeit gut.

Baugebiete auf dem Land boomen. Wie sieht es mit der Entwicklung für Interessierte in der Gemeinde Affinghausen aus?

Wir sind zur Zeit noch in der Planungsphase. Potenzialflächen wären vorhanden.

Was fehlt an Infrastruktur?

Zur Zeit sieht es ganz gut aus, da wir die neue Buslinie 105 für zwei Jahre testen dürfen. Zum Thema Glasfaserausbau schrieb der Landkreis kürzlich, dass die weißen Flecken bis September angeschlossen sein sollen. Bei den schwarzen Flecken wird es wohl noch etwas länger dauern.

Wie sähe die Lösung aus für das, was fehlt?

Es fehlt noch der Fahrradweg-Lückenschluss an der Landesstraße 202 zwischen Affinghausen und Engeln. Leider ist dieses Projekt nicht im niedersächsischen Fahrradwegeplan enthalten.

Was würden Sie persönlich in Affinghausen ansiedeln helfen?

Auf jeden Fall bezahlbare Mietwohnungen und altersgerechte Wohnungen.

Die Sanierung der Straße Moorheide ist das große Projekt in diesem Jahr. Auf welche weiteren Vorhaben können sich die Bürger noch einstellen?

Der Ausbau der Straße „Moorheide“ ist zur Zeit auf Eis gelegt, da sich die damals veranschlagten Kosten verdoppelt haben. Dem hat der neue Gemeinderat nicht zugestimmt. Es wurde vereinbart, dass der Rat demnächst eine Wegebereisung vornimmt, um alternative Straßensanierungen zu planen. Zu den weiteren Vorhaben gehört der Glasfaserausbau.

Die Pandemie fordert noch immer Einschränkungen: Wie würden Sie die generelle Stimmung im Dorf beschreiben? Woran liegt das?

Zur Zeit höre ich noch keine nennenswerte Kritik an den Coronamaßnahmen. Montagsspaziergänge gibt es in Affinghausen derzeit noch nicht. Gründe: Wir auf dem Dorf sind von Corona nicht so stark betroffen wie die Städter. Man ist nicht mit vielen Menschen dicht zusammen und trifft auch nicht viele, liegt natürlich auch an der derzeitigen Jahreszeit.

Wie gehen Sie, die Frage gilt Ihnen als Bürgermeister, ins Jahr drei der Pandemie?

Ich bin, genau wie im letzten Jahr, positiv gestimmt. Ich hoffe, dass wir im Frühling wieder zu einigermaßen „normalen“ Verhältnissen kommen werden, da nach meiner Kenntnis in Affinghausen eine hohe Impfquote besteht.

Wenn alles wieder auf „Normal“ gedreht ist: Auf was freuen Sie sich am meisten?

Wenn alles wieder „Normal“ sein sollte, freue ich mich am meisten darauf, wieder ohne ein mulmiges Gefühl den Mitbürgern gegenübertreten zu können, um einfach nur mal zu schnacken. Und ich freue mich, wenn sich alle Einwohner wieder zu geselligen Festen treffen können. Schützenfest, Erntefest, Feuerwehrjubiläum... Man weiß schon fast gar nicht mehr, wie das geht!

Wie unterscheidet sich der Start in diese Amtszeit von den anderen?

Bei den vorhergehenden Wahlen hatte man kaum Zeit, sich in Ruhe auf seine Aufgaben vorzubereiten. Es ging sofort los mit Jubiläumsgeburtstagen, goldene Hochzeiten und so weiter. Dieses Mal war alles viel ruhiger und gelassener. Kaum jemand durfte etwas feiern.Aber ich bin guter Dinge, dass sich meine letzte Amtszeit genauso gut meistern werde wie die vorhergehenden.

Zur Information:

Die Lücke in der Radwegeverbindung an der L 202 bleibt ein wichtiges Thema: Die Liste der Dinge, die der Bürgermeister sich für Affinghausen wünscht, umfasst auch die Schließung der Lücke im Radweg entlang der L 202. Die Affinghäuser wüssten, wie sie auf einer Nebenstrecke per Rad nach Engeln kämen, wo sich wieder ein Radweg entlang der L 2020 befindet. „Aber wer ortsunkundig ist, steht hier plötzlich am Ende des Radweges, wechselt als Radler auf die Landesstraße“, erklärt Jürgen Köberlein beim Ortstermin mitten in Affinghausen.

Dass Radfahrer auf dieser kurzen Strecke (ab Einmündung der Straße „Zum Kiel“ bis Engeln) mitunter gefährdet sein könnten wird deutlich an der schon innerorts deutlich überhöhten Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Laut Köberlein ist der Weg ab Affinghausen /Dörriesloher Straße über Hache nicht sehr viel länger. Aber Auswärtige würden den eben nicht kennen und in Affinghausen ist nicht ausgeschildert, dass hier abbiegen sollte, wer nach Engeln oder Bruchhausen-Vilsen möchte. Am Ende des Radweges helfen nur GPS oder sonstige gute Karten weiter, welche Feldweg-Kombination nach Engeln führt. sis

Von Sylvia Wendt

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