Konzert mit Siggi Björns und Franziska Günther / Kulturgut Ehrenburg stemmt Anforderungen

Partystimmung im Corona-Modus

Siggi Björns und Franziska Günther gestalteten das Konzert in Ehrenburg.  
Fotos: Kurth-Schumacher
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Siggi Björns und Franziska Günther gestalteten das Konzert in Ehrenburg. Fotos: Kurth-Schumacher
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Ehrenburg – „Ich freue mich riesig, dass ihr euch an die erste Veranstaltung nach dieser unfreiwilligen Corona-Pause wagt!“, „Endlich wieder ein bisschen „Normalität“!“, „ … ein Hoffnungszeichen!“: Rückmeldungen wie diese erhielt das Kulturgut-Team schon im Vorfeld des Open-Air-Events, das am Freitagabend 120 Besucher auf das Gelände der Schule am Knüppeldamm lockte.

„Wir haben in unseren Reihen lange diskutiert, ob wir das geplante Konzert von Siggi Björns und Franziska Günther ausfallen lassen und uns schließlich kurzfristig entschieden, das Experiment zu wagen“, sagte Hans-Jürgen Schumacher bei der Begrüßung. Das Publikum spendete dafür donnernden Applaus.

Auch für die aus der Bundeshauptstadt angereisten Künstler war der Auftritt ein „Neustart“ nach dreimonatiger Bühnenpause. Trotz der Corona bedingten Abstandsvorschriften sprang der Funke sofort über. Siggi Björns, der nach vielen Konzerten in der Region auf einen großen Fanclub traf, und seine Partnerin Franziska Günther begeisterten das Publikum mit hoher Motivation, musikalischer Klasse und charmantem Storytelling.

Neben Klassikern von Bob Dylan, „Crosby, Stills, Nash and Young“ oder den Beatles präsentierte Björns eigene Songs; unter anderem das Kinderlied „Mümmelmann“ für seine jüngsten Fans. Franziska Günther gewann das Publikum mit frischem, lebensbejahendem Singer/Songwriter-Folk. Nicht von ungefähr hat der Titelsong ihres zweiten Solo-Albums (Text: Günther, Musik: Björns) seit fünf Monaten einen Stammplatz in der deutschen Liedermacher-Top-10. „Mit Modder bis zum Hals ist’s besser, wenn der Kopf nicht hängt“, heißt ihre im Refrain formulierte Devise, allen Unwägbarkeiten mit Humor und Optimismus die Stirn zu bieten.

Gesanglich und instrumental ergänzt sich das sympathische Duo, das Grenzen zwischen den Musikstilen auflöste, perfekt. Berührend waren etwa ihre Interpretationen von „Jackson“ (Johnny Cash & June Carter) oder von „Shallow“ (Lady Gaga).

Allein das Wetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Nach den ersten acht Songs bereiteten Sturm und Regen dem Konzert ein zwischenzeitliches Ende. Das Gros der Zuhörer blieb. Und half beim Abtrocknen von Stühlen und Tischen. „Jetzt geht es richtig los“, hieß die Ansage von Siggi und Franzi, die ab 22 Uhr für Partystimmung im Corona-Modus sorgten.

Die Hürden für die Organisatoren waren hoch: angefangen von der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort und der Umsetzung der Hygienevorschriften bis zur Erfassung der Daten aller Besucher. Letztere erfolgte bereits im Vorfeld, um unnötige Kontakte zu vermeiden. Der Aufwand sei immens gewesen, seine Bilanz dennoch absolut positiv, betonte Kulturgut-Sprecher Bernd Kramer. Neben dem erstklassigen Bühnenprogramm nannte er die optimalen Rahmenbedingungen auf dem Schulgelände, die Einsatzbereitschaft des Organisations-Teams und nicht zuletzt das Feedback des Publikums als Bausteine des Erfolgs: „Die waren diszipliniert in Bezug auf die einzuhaltenden Regeln. Viele sind trotz des Regens geblieben und haben am Ende tatkräftig beim Aufräumen geholfen.“

Von Martina Kurth-schumacher

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