Ortsfeuerwehr Schmalförden stellt „Mittleres Löschfahrzeug“ feierlich in Dienst / Samtgemeinde investiert 152000 Euro

„Feuerrot und von gediegener Machart“

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Vor den neuen Fahrzeug (v.l.): Wilhelm Meyer (ehemaliger Ortsbrandmeister), Frank Hornburg (Gerätewart), Rolf Menzel (Beschaffung), Dieter Grüppemeier (Kassenwart), Holger Weßels (stellvertretender Ortsbrandmeister), Christian Busch (Firma Ziegler), Ortsbrandmeister Rainer Hogrefe, Kreisbrandmeister Michael Wessels, Gemeindebrandmeister Wilfried Müller und Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker.

Schmalförden - Die Ortsfeuerwehr Schmalförden verband die feierliche Fahrzeugübergabe am Samstagnachmittag mit einem kleinen Volksfest: Neben Vertretern von Rat und Verwaltung, der Feuerwehren, der DRK-Bereitschaft, der örtlichen Vereine und der Kirche stellten sich viele interessierte Bürger zu diesem Anlass am Feuerwehrhaus ein.

Im August 2012 habe man ein neues Fahrzeug beantragt, erinnerte Ortsbrandmeister Rainer Hogrefe: „Die Kosten für die Reparatur des 34 Jahre alten LF 8 hätten seinen Zeitwert überstiegen.“ 2014 wurden die Gelder für die Ersatzbeschaffung, ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) der 7,49-Tonnen-Klasse, freigegeben. Am 27. Februar dieses Jahres wurde das Fahrzeug (MAN-Fahrgestell / Aufbau Ziegler) in Dienst gestellt, eine Woche später folgte der erste Einsatz. Es lasse hinsichtlich der technischen Ausstattung keine Wünsche offen, betonte Hogrefe. Ebenso wie Gemeindebrandmeister Wilfried Müller lobte er die Verwaltung, die politischen Gremien sowie die Firma Ziegler für die angenehme Zusammenarbeit.

Das neue Fahrzeug sei nicht nur „schön, feuerrot und von gediegener Machart“, sondern auch sicher und nützlich, betonte Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker. Die Investition von 152000 Euro in modernes technisches Equipment sei ein Schritt in Richtung optimaler Ausstattung. Man könne den Feuerwehrkameraden, die sich der Herausforderung im Ehrenamt stellten, die Arbeit damit nicht abnehmen, aber erleichtern.

„Die Gemeinde freut sich mit euch“, bescheinigte Ehrenburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher der Ortsfeuerwehr. Angesichts des demografischen Wandels und knapper öffentlicher Kassen sei die Stammtisch-Idee „Car-Sharing“ mit den Nachbarwehren mehr Denkanstoß als Scherz. Auch für die Feuerwehr gelte es, künftig Ansprüche zu überprüfen und neue Wege zu suchen. Die Ortsfeuerwehr Schmalförden habe durch Verzicht auf ein größeres Fahrzeug den ersten Schritt gemacht.

Kreisbrandmeister Michael Wessels beglückwünschte die Ortsfeuerwehr zu dem sicheren Erstangriffsfahrzeug zur effektiven Brandbekämpfung. Es sei ein weiterer Baustein zur Daseinsvorsorge in der Samtgemeinde Schwaförden. Im Namen der achtköpfigen Abordnung aus dem Erzgebirge überreichten Jens Müller und Olaf Zinke von der befreundeten Feuerwehr Heidersdorf den Schmalfördener Kameraden einen feuerroten Löscheimer und Lauterbacher Tropfen zur Durstbekämpfung. Müller wünschte ihnen viel Erfolg und „höchstens ein paar kleine Einsätze – zur Kameradschaftspflege.“ Weitere Gratulanten waren Christoph Fietze von der DRK-Bereitschaft Sulingen und Matthias Harms (Ortsfeuerwehr Twistringen).

Pastorin Silke Kuck formulierte: „Der erste Mensch war ein Feuerwehrmann.“ Die Menschheitsgeschichte habe zu dem Zeitpunkt begonnen, als die Urgewalten Feuer und Wasser kontrollierbar wurden. Als Zeichen des Dankes und als Bitte um den Segen für das neue Fahrzeug stimmte sie ein Gebet an. Im Anschluss an die Grußworte ließ Rainer Hogrefe Gastgeber und Gäste „wegtreten zum gemütlichen Teil.“

mks

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