Orga-Team „total zufrieden“

Vom Line-up bis zum Wetter: Beim 23. Neuenkirchener Open Air stimmt alles

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Rund 600 Besucher hatten den Weg auf den „lautesten Sportplatz der Republik“ – hier der Auftritt von „Vizediktator“ – gefunden.

Neuenkirchen - Von Martina Kurth-Schumacher. „Es gibt Abende, von denen man weiß, sie werden legendär – heute sieht es gut aus“, sagte Jan König, Frontmann der Band „Dein Ernst“. Den Augsburger Hoprockern gehörten schon nach dem ersten Stück alle Sympathien der Besucher des 23. Neuenkirchener Open Air. Die Band überraschte mit krachiger Tanzmucke, klugen Texten, Publikumsnähe, sportlichen Einlagen und wechselnden schrillen Outfits.

Die Auftritte von Schlagzeuger Felix Unterberg mit Pferdemaske oder Leadsänger König, der auf Stelzen durch die Menge staksend seine Wiedergeburt als Pfau feierte, waren eine Gaudi für die Fans und offensichtlich auf für die Musiker. Mit der Losung „Den Mutigen gehört die Welt und der Spaß“ schickten die Flower-Power-Jungs die Besucher in den langen Konzertabend.

Die Berliner Bands „Vizediktator“ und „Radio Havanna“ verpacken Gesellschaftskritik und klare politische Botschaften in unterschiedliche musikalische Gewänder. Ihre Gemeinsamkeit: Leidenschaft in Bühnenpräsenz und Haltung. Die Band „Vizediktator“ steht für die Sinnsuche der neuen Generation, sie reitet die „Macht-kaputt-was-euch-kaputt-macht-Welle“ mit gleichermaßen provokanten wie poetischen Texten. Ihr punkig-rockiger Straßenpop lockte auch notorische Nicht-Tänzer aus der Reserve. Auch Headliner „Radio Havanna“, eines der wichtigsten politischen Sprachrohre der Rockmusikszene, enttäuschte die Fans nicht. Die Polit-Punk-Band, die 2016 Veranstalter und Besucher gleichermaßen begeisterte, stand zum zweiten Mal auf der Bühne des NOA – ein Ritterschlag.

„Dein Ernst“ überzeugten mit krachiger Tanzmucke, klugen Texten, Publikumsnähe, sportlichen Einlagen und wechselnden schrillen Outfits. 

Die beiden längeren Umbaupausen verkürzten Mitglieder der Bassumer „Bovelzumft“ mit einer spektakulären Feuershow.

Jan König sollte recht behalten. Beim 23. NOA stimmte alles, vom Line-up bis zum Wetter. Rund 600 Besucher hatten den Weg auf den „lautesten Sportplatz der Republik“ gefunden. Schon die Bremer Indie-Pop-Band „Petterson“ spielte zum Start vor gut gefülltem „Haus“, und zum Auftritt der Hartrocker „Watch Out Stampede“ zog weit nach Mitternacht ebenfalls eine große Fangemeinde vor die Bühne.

„Wir sind total zufrieden“, sagte Marten Höner, der mit Dominik Neumann in Zukunft Verantwortung übernimmt. In ihrem Team sind Thomas Höner, Matthias Bochow, Dennis Barg, Laura Rohlfs sowie der bisherige Cheforganisator Klaus Bochow und – neu in der Reihe – der Wahlberliner und langjährige NOA-Fan „Zwaehn“.

Neuenkirchener Open Air - die Bilder vom Festival

 © Martina Kurth-Schumacher
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Das Konzept bleibt: Der persönliche Touch zu den Bands, Professionalität in puncto Organisation und Equipment sowie Herzblut des 25-köpfigen Unterstützerkreises aus den Reihen des Fördervereins des TV Neuenkirchen für die gemeinsame Sache. „Wir hatten noch nie einen so netten Veranstalter“, war ein vielfach genanntes Lob der Bühnenkünstler – klingt nach einer Empfehlung für potenzielle Bands und Besucher. Nicht nur die Musiker genossen die Gastfreundschaft in Neuenkirchen, inklusive Catering, Marke: selbstgekocht; das Orga-Team und seine 25 Helfer bewirteten außerdem 100 Übernachtungsgäste, denen auf diese Weise nicht ein Quäntchen Festivalatmosphäre entging.

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