Affinghausens Dorfjugend organisiert Erntefest / Neun Gespanne beim Umzug dabei

Offen für „alle, die sich jung fühlen“

Eine „Erfrischungspause“ legten die Umzugsteilnehmer am Jugend- und Sporthaus ein. Foto: Peter STrauß

Affinghausen – „Der Ernteverein ist aufgelöst, die Tradition des Erntefestes bleibt“: Auf diesen Nenner brachte Tom Strauß das neue Konzept der Affinghausener Erntefeier. Die Motivation sei nach wie vor ungebrochen: „Wir sind eher noch besser drauf als sonst.“ Aufgrund der rückläufigen Resonanz hatte der Ernteverein – bis dato Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren – seinen Kreis geöffnet. „Alle ab 16 Jahren sind bei uns willkommen“, erklärte Tom Strauß das neue Konzept, „alle, die sich jung fühlen, dürfen mitmachen.“ Er hatte zusammen mit Ole Ulrich, Nane Köberlein und Theres Bremer federführend die Organisation übernommen.

Der Wagen der Feuerwehr tuckerte um 12.42 Uhr mit Sirenensignal als erstes von neun Gespannen am Treffpunkt beim Gasthaus Bensemann ein: Die Kameraden nutzten die Zeit, um sich mit „Flüssigproviant“ einzudecken. Weitere prachtvoll geschmückte Wagen stellten der Gutshof Altrewa und die Brinker Nachbarschaft. Auf dem letztgenannten waren Bayern- und Werder-Fans fröhlich vereint. Die „Sudwohler Deerns & Jungs“ fuhren mit dem „Rave Train“ vor, der Spielmannszug, der Schützenverein, der Gemeinderat und und die gastgebende Jugend nahmen ebenfalls mit eigenen Gefährten teil.

Zu den Kurzentschlossenen gehörten Gina Wermke, Nick Menze-Rajes, Ulf Kohröde und Nina Landwehr: Sie hatten sich auf einem Autoanhänger mit Klappstühlen und Sonnenschirm häuslich eingerichtet. „Wir haben uns gestern Nacht spontan entschlossen“, erklärte Gina Wermke das Kooperationsprojekt „Sudwalde-Affinghausen-Neuenkirchen“.

Verantwortlich für die Veranstaltung zeichnete die 24-köpfige Dorfjugend. Auf die Wahl eines Erntekönigspaares hatte sie verzichtet, daher verständigte sie sich auf das Jugend- und Sporthaus als Zwischenstation auf der Runde durchs Dorf. Das Erntegedicht – es stammt aus der Feder von Denise Rosenthal – lasen die Jugendlichen gemeinsam. Trotz des unterdurchschnittlichen Ertrags im Supersommer 2019 werde man feiern, hieß ihre Devise. „Aus dem Ernteverein wurde nun die Dorfjugend gegründet, wir freuen uns über jeden Affinghäuser über 16, der nächstes Jahr noch zu uns findet“, lautete die Einladung an potenzielle Mitstreiter.

Der zweite Teil der Erntefeier fand, wie gewohnt, im Gasthaus Bensemann statt. Petra Hische, stellvertretende Bürgermeisterin, dankte den Jugendlichen für ihr Engagement. Sie eröffnete mit ihrer Begrüßungsansprache das Nachmittags- und Abendprogramm. Die Jugendlichen hatten erneut eine Tombola organisiert. „Der Erlös fließt in die gemeinsame Kasse“, kündigt Tom Strauß an.

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