Sachspenden werden bis Samstag gesammelt

Nick Flechtner organisiert Hilfstransport von Neuenkirchen ins Hochwassergebiet

Ein Mann steht zwischen einem Zelt mit Hilfsgütern und einem Autoanhänger.
+
Für die Fahrt von Nick Flechtner ist bereits einiges an Hilfsgütern zusammengekommen.

Neuenkirchen – Die Hochwasserkatastrophe in Teilen von West- und Süddeutschland hat viele Menschen bewegt – darunter auch den gebürtigen Sulinger Nick Flechtner, denn sein Onkel lebt im besonders betroffenen Rhein-Erft-Kreis. Am Donnerstag habe er mit seinem Onkel telefoniert, der glücklicherweise persönlich nicht betroffen sei – aber daraus sei der Wunsch entstanden, zu helfen.

Die Ankündigung einer Fahrt, um Sachspenden ins Hochwassergebiet zu bringen, kam gut an: „Das ist auf Facebook und Whats-App steilgegangen.“

Sonst sei er ein Kritiker der sozialen Netzwerke, aber dieser Erfolg sei ermutigend. Franziska Eimler aus Neuenkirchen (Gartenstraße 7 b) habe ihm Lagermöglichkeiten für die Güter angeboten, und von Haidar Ibrahim aus Scholen habe er einen Anhänger bekommen. Nach Rücksprache mit den Behörden vor Ort sei er am Sonntag nicht ins Krisengebiet gefahren, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern, sondern habe die Hilfsgüter in einem ihm zugewiesenen Lager abgegeben, so der 26-Jährige.

Nächste Tour startet am Samstag

Für den kommenden Samstag ist nun eine weitere Fahrt geplant, für die er bereits zusätzliche Anhänger und Mitfahrer in Aussicht habe. Auch aus Bremen und Delmenhorst würden sich Sammeltransporte anschließen. Zudem habe die Rewe Sabrina Kling OHG in Stuhr / Brinkum angekündigt, sich mit Lebensmittelspenden zu beteiligen und eine Spedition aus Stuhr stelle bei Bedarf einen Auflieger.

Noch bis Samstag, 16 Uhr, könnten Sachspenden in Neuenkirchen abgegeben werden. Vor Ort benötigt würden nach Angaben der Behörden vor allem haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Fertiggerichte, die rasch mit heißem Wasser zubereitet werden können, Kaffee, Tee, Snacks, Babynahrung und Tierfutter. Ebenso herrsche Bedarf an Hygieneartikeln wie Duschgel oder Shampoo, aber auch an FFP2- oder medizinischen Masken. Gebraucht würden ebenso Werkzeuge, Schaufeln oder Trocknungsgeräte. Die Behörden hätten darauf hingewiesen, dass alle Artikel originalverpackt sein müssen, außerdem solle von Kleiderspenden abgesehen werden, die Lager seien bereits überfüllt. Und von seiner Seite gebe es noch einen Appell an die Vernunft der Spender: „Wir sind hier nicht die Müllentsorgung auf günstiger Basis“, stellt Flechtner klar.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

„High Flames Festival“ in Maasen: Aus Flachserei wird langsam Realität

„High Flames Festival“ in Maasen: Aus Flachserei wird langsam Realität

„High Flames Festival“ in Maasen: Aus Flachserei wird langsam Realität
Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde

Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde

Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde
„Hüpfburgenland“ auf dem Diepholzer Marktplatz

„Hüpfburgenland“ auf dem Diepholzer Marktplatz

„Hüpfburgenland“ auf dem Diepholzer Marktplatz
Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück

Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück

Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück

Kommentare