Akustik und Netzzugang verbessern

Defizit beim Schuletat der Samtgemeinde Schwaförden: Neues Mobiliar und mehr für Drei-Freunde-Grundschule

Neues Mobiliar, WLAN-Zugang und Akustikwände gibt es für die Grundschule.
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Neues Mobiliar, WLAN-Zugang und Akustikwände gibt es für die Grundschule.

Schwaförden – Mit dem Etat für die Drei-Freunde-Grundschule Scholen mit Außenstelle Sudwalde startet die Samtgemeinde Schwaförden in die Haushaltsberatungen für das Jahr 2021. Mit einem Defizit von 335 400 Euro. „Und das, obwohl wir nur die normalen Sachen eingeplant haben“, stellte Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker heraus.

Der Schulausschuss tagte am Dienstagnachmittag unter Leitung seines Vorsitzenden Jochen Meyer im Schwafördener Dorfgemeinschaftshaus (es fehlten Petra Hische und Bianka Heitmann).

Samtgemeindebürgermeister Denker erläuterte die geplanten Ausgaben. Darunter: 15 000 Euro für die Anschaffung von höhenverstellbarem Mobiliar. Der Betrag reicht für Stühle und Tische für 50 Schülerinnen und Schüler. Aktuell besuchen 183 Mädchen und Jungen die Grundschule, fast gleich verteilt auf die Standorte Scholen und Sudwalde.

„Es ist angedacht, bis 2023 für alle Schüler höhenverstellbares Mobiliar anzuschaffen. Erste Priorität hat in diesem Jahr die Schule Scholen, weil es dort noch kein höhenverstellbares Mobiliar gibt“, erklärte Verwaltungsmitarbeiterin Olesja Lieders-Rotärmel. Das bisherige sei etwa 25 Jahre alt. „Die verstellbaren Tische und Stühle können schnell und relativ einfach auf die jeweilige Größe der Kinder angepasst werden. Aufgrund der zwei Schulstandorte müssen nicht nur jährlich in allen Klassenräumen alle Möbel ausgewechselt, sondern diese häufig auch zwischen Scholen und Sudwalde transportiert werden. Höhenverstellbares Mobiliar bedeutet daher eine deutliche Ersparnis von Zeit und Arbeit zum Schuljahreswechsel sowie ein niedrigeres Risiko von Beschädigungen und Abnutzung durch den Transport“, erklärte Rektorin Renate Mohrmann. Aktuell sei am Standort Sudwalde für 63 Schülerinnen und Schüler höhenverstellbares Mobiliar vorhanden.

15 000 Euro sind ferner eingeplant, um weitere zwei Klassen mit Akustikwänden auszustatten und jährlich sollen weitere zwei Räume folgen, bis alle entsprechend ausgerüstet sind. War ein Klassenraum vor Jahren entsprechend ausgestattet worden, weil ein hörbeeinträchtigtes Kind in der Grundschule beschult wurde, so sollen künftig alle Kinder und Lehrer von den Vorteilen dieser Akustikwände profitieren. Es sei ein sehr angenehmes Unterrichten. „Und wir haben mittlerweile auch Lehrer mit Beeinträchtigungen“, ergänzte Renate Mohrmann.

7400 Euro wurden im Jahr 2020 aus dem Sofortausstattungsprogramm zum Digitalpakt genutzt, um davon 16 I-Pads anzuschaffen, zum Ausleihen für bedürftige Schüler, erklärte Olesja Lieders-Rotärmel.

Für 2021 sind 30  000 Euro im Rahmen des Digitalpaktes für die Grundschule eingeplant. Was wird davon finanziert? „In erster Linie soll die Infrastruktur geschaffen werden. Das heißt, es sollten noch Leitungen verlegt und in jedem Klassenraum ein Accesspoint gesetzt werden, damit die Schüler eine gute WLAN-Verbindung haben“, erläuterte Olesja Lieders-Rotärmel. Damit sei der Betrag ausgeschöpft. Falls jedoch noch Mittel übrig bleiben, sollen weitere Endgeräte angeschafft werden. Ausschussvorsitzender Jochen Meyer war verwundert: „Das kriegt man für Zuhause ja günstiger.“

Laut Renate Mohrmann sind 16 Accesspoints allein für Sudwalde vorgesehen. Diese seien auch notwendig, weil sonst die Netze zusammenbrächen, würden pro Schulstandort nur zwei oder drei dieser Accesspoints eingerichtet. Die gleiche Anzahl an Zugangspunkten erhält auch der Standort Scholen. In der Grundschule Sudwalde seien bereits im Jahr 2020 Netzwerkkabel verlegt worden; Kosten: etwa 10 000 Euro. Und, nein, Endgeräte sind auch noch nicht im Preis enthalten, wurde Jochen Meyer beschieden.

„Wir freuen uns über die baldige Einrichtung des W-Lans am Standort Sudwalde. Außerdem werden wir als Schule ein neues Lernmanagement-System erhalten. Die Anschaffung läuft über den Landkreis Diepholz, da unser Schulträger im Rahmen des Digitalpaktes mit dem Landkreis zusammen arbeitet. Die Anträge über die gewünschten Anschaffungen aus dem Digitalpakt, wie zum Beispiel interaktive Tafeln in jedem Klassenraum, sind gestellt“, teilte Renate Mohrmann mit.

Ob es einen Anteil am Digitalpakt für die Drei-Freunde-Grundschule im kommenden Jahr gibt und wenn ja, wie hoch er ausfällt, stehe noch nicht fest, sagte Helmut Denker.

Der Schulausschuss empfahl den Schuletat 2021 einstimmig.

Die aktuelle Lage in der Grundschule

183 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Drei-Freunde-Grundschule, 92 in der Außenstelle Sudwalde, 91 in Scholen, aufgeteilt in zehn Klassen, erklärte Rektorin Renate Mohrmann in der Sitzung des Schulausschusses. Die Unterrichtsversorgung liege bei 96,6 Prozent, bei mehreren Abordnungen an die Grundschule. Auf die beiden Stellenausschreibungen zum 1. Februar habe es eine Bewerberin gegeben, die sich aber für eine Stelle in ihrem Umfeld entschieden habe. Die Stellen sollen zum nächsten Schuljahr erneut ausgeschrieben werden. Aktuell würden die Kinder im Szenario B unterrichtet, immer die Hälfte ist in der Schule, die andere Zuhause, im täglichen Wechsel. Täglich werde an beiden Standorten eine Notbetreuung angeboten, die ein oder zwei Kinder wahrnähmen. Aufgrund der Auflagen dürfen diese Kinder nicht gemeinsam beaufsichtigt, müssen individuell betreut werden. „Das geht an unsere Kapazitätsgrenze“, sagte Renate Mohrmann. Statt Arbeitsgemeinschaften absolvieren die Klassenlehrer mit ihren Klassen „übendes Lernen“ , um Lernrückstände aufzufangen. Die Option „Distanzlernen zuhause“ hatten zahlreiche Eltern bis zum 14. Februar gewählt, bis zum 28. Februar sind es noch neun. „Ich hoffe, dass Herr Tonne das nicht weiter gestattet“, bekundete Mohrmann, betonte die Wichtigkeit von Präsenz-Unterricht und mahnte: „Es kommt vieles zusammen, was für Kinder ungünstig ist.“

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