Freigabe zweier Baumaßnahmen in der Gemeinde Ehrenburg

Neuer Asphalt, neue Brücke

Offizielle Freigabe der sanierten K 3 mit (von links) Dörte Meyer (Kreistagsabgeordnete), Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker, Landrat Cord Bockhop, Henning Jürgens, Volker Meyer, Ausschussvorsitzender Elmar Könemund (alle drei Kreistagsabgeordnete), Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher, Karl-Heinz Schwenn (Kreistagsabgeordneter), Jürgen Döpke (stellvertretender Bürgermeister Ehrenburg) und Teamleiter Bernd Fredrich.
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Offizielle Freigabe der sanierten K 3 mit (von links) Dörte Meyer (Kreistagsabgeordnete), Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker, Landrat Cord Bockhop, Henning Jürgens, Volker Meyer, Ausschussvorsitzender Elmar Könemund (alle drei Kreistagsabgeordnete), Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher, Karl-Heinz Schwenn (Kreistagsabgeordneter), Jürgen Döpke (stellvertretender Bürgermeister Ehrenburg) und Teamleiter Bernd Fredrich.

Ehrenburg – Gleich zwei Baustellen mit einem Scherenschnitt offiziell eröffnet: Nein, am rot-weißen Absperrband muss der Landkreis Diepholz nicht sparen. Ortstermin an der Kreisstraße 5 in der Gemeinde Ehrenburg. Streng genommen stehen die Beteiligten schon im Bereich des Ortsteils Wesenstedt. Und schwelgen in Erinnerungen: Gleich drei Teilnehmer sind in dem ersten Haus an der K 5, neben dem sie stehen, zur Welt gekommen.

Dass hier einst eine Arztpraxis war, ist heute nicht mehr zu erkennen.

Der neue Belag auf der Kreisstraße 5 sei formidabel für Radler, bestätigt Kreistagsabgeordneter Henning Jürgens. „Ist das normaler Asphalt?“ „Ja, isses“, antwortet Bernd Fredrich, Teamleiter Straße und Planfeststellung im Fachdienst Umwelt und Straße beim Landkreis Diepholz. Landrat Cord Bockhop werde manches Mal gefragt, was „so ein Meter Straße kostet“. In diesem Fall müssen 580 000 Euro Baukosten auf 2 450 Meter verteilt werden. „Es gab keine Fördermittel für die Baumaßnahme, das mussten wir alles selber bezahlen“, sagt Bockhop. Die Mitarbeiter der Firma Wragge aus Drebber haben Mitte März mit den Arbeiten begonnen und sie am 10. Mai beendet. Entfernt wurde die alte Asphaltbefestigung und durch eine neue, verstärkte Asphaltschicht ersetzt. Außerdem seien neue Entwässerungsrinnen hergestellt worden. Und diese Kosten müssten eigentlich vom „Meter Straße“ abgerechnet werden, merkt Bockhop an. Auch seien einige Bereiche des Fußweges erneuert worden „bei der Gelegenheit“.

Gab es Auffälligkeiten? „Nein“, heißt es seitens des Landkreises. Das sei eine relativ problemlose Baumaßnahme.

Das galt nicht so ganz für die zweite Baumaßnahme, die mit diesem offiziellen Termin freigegeben wurde; die K 3 mit der neuen Brücke über den Kuhbach. Kosten: 1,1 Millionen Euro, 664 800 Euro davon als Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Die Kreisstraße 3 zwischen Ehrenburg und Schmalförden war für 42 Wochen gesperrt, von Juni 2020 bis Juni 2021. Die Brücke über den Kuhbach wurde vollständig neu aufgebaut – denn die bisherige Tonnagebegrenzung bedeutete, dass moderne landwirtschaftliche Maschinen sie nicht passieren durften. Reine Erhaltungsarbeiten zur „Ertüchtigung“ der Brücke wären nicht gefördert worden, erinnerte Cord Bockhop.

Die neue Brücke ist nun in der Tonnage nicht mehr begrenzt – was allerdings den Ehrenburger Rat geschlossen mobil gemacht hat. Er bittet um eine Verkehrsschau, denn die Kreisstraße 3 führt an einer Schule vorbei sowie an einer Tagespflege-Einrichtung für Senioren. Und: In einer „90-Grad-Kurve“, die in Schmalförden zu durchfahren sei, werde es höchst gefährlich, sollten sich tonnenschwere Großfahrzeuge begegnen. „Eine erneute Tonnagebegrenzung würde aber nachträglich zum Verlust der Fördergelder führen“, erklärt Bockhop. Der Förderbetrag wäre dann zurückzuzahlen – von wem? Bockhop schickte einen Dank an den Kreistag, der laufend Mittel bewillige, um das Sanierungsprogramm kreisweit fortführen zu können. Der Landrat warb um Verständnis dafür, wenn eine Maßnahme Zeit benötige: Die Planungen müssten erstellt werden, die Dienstleister die Aufträge erfüllen können. „Und wenn alle gleichzeitig bauen möchten, steigen die Preise.“

Hans-Jürgen Schumacher, Bürgermeister der Gemeinde Ehrenburg, hatte beim Freigabe-Termin vor Ort auf die Dringlichkeit einer Lösung in Bezug auf die Nutzung der K 3 hingewiesen und betont, dass der Gemeinderat geschlossen hinter der Forderung stehe, denn: Ein Hinweis „Anlieger frei“ würde von jenen Lkw, die per Navigationsgerät hier als Abkürzung durchgelotst würden, nicht beachtet.

Der Brückenbau, per se keine Alltäglichkeit, wurde in diesem Fall zur Besonderheit, an die Elmar Könemund als Vorsitzender des Ausschusses für Kreisentwicklung, erinnerte. Es sei ein sehr schwieriger Baugrund gewesen und die notwendige Beseitigung der alten Gründungspfähle war technisch aufwendig, erinnerte Fredrich. Notwendig sei der Auskolkungsschutz, ergänzte Könemund, um Erosionen zu vermeiden.

Von Sylvia Wendt

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