Mitarbeiter des BUND gehen mit 22 Ferienspiel-Kindern auf Entdeckungstour

Spannende Nacht-Exkursion

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Auge in Auge mit einer Kaulquappe.

Ehrenburg - „Da hast du wohl hauptsächlich Entengrütze gefischt“, stellte Justus fachmännisch fest. Bei genauerem Hinsehen fanden sich im Kescher von Jonas Wohlberg neben den kleinen Wasserlinsen auch Amphibienlarven in verschiedenen Entwicklungsstadien. Die wurden kurzzeitig einquartiert in Becherlupen und die jungen Exkursionsteilnehmer durften Kaulquappen, Teichmolche und Co. genau inspizieren.

22 Kinder aus Ehrenburg, Neuenkirchen, Scholen, Sudwalde und Apelstedt im Alter zwischen fünf und 13 Jahren waren am Dienstagabend mit Olaf Schmidt und vier Mitarbeitern des BUND im Kuhbachtal unterwegs. Federführend hatten Jonas Wohlberg und Paulina Backs (Freiwilliges Ökologisches Jahr) sowie Rebekka Bergmann und Immo Witgenfeld, die beim BUND Diepholzer Moorniederung den Bundesfreiwilligendienst absolvieren, die dreieinhalbstündige „nächtliche Entdeckungstour“ organisiert. Spontan erhielten sie Unterstützung von Hanna Hilser aus Berlin, die vor einer Woche in den Wagenfelder Moorwelten (Europäisches Fachzentrum Moor und Klima) ihren Freiwilligendienst angetreten hat.

Spielen, Toben und „Sachen suchen“ war zu Beginn des Abends angesagt. Die kniffelige Aufgabe am Ende des Kirchpads: Aus den gesammelten Ästen, Blättern, Baumrinden, Stöcken und Steinen legten die Kinder Fantasietiere. Riesenhund, Igel, Tiger und Fledermaus schauten ihnen beim anschließenden Picknick in der Abenddämmerung zu. Sie wurden im Anschluss im Kuhbach mit einem „Gruß ans Meer“ zu Wasser gelassen. Die Nachricht, dass sie irgendwann in der Nordsee landen, wie Rebekka erklärte, quittierten vor allem die Jüngsten mit Staunen.

Mit Einbruch der Dunkelheit kamen die beiden Ultraschallempfänger zum Einsatz, die die Organisatoren im Reisegepäck hatten. „Bei diesem Wetter haben wir gute Chancen, Fledermäuse bei der Insektenjagd zu beobachten“, sagte Olaf Schmidt. Sein Tipp: „Wir finden Zwerg- und Teichfledermäuse und Kleine und Große Mausohren.“ Insbesondere die Zwergfledermäuse, die nur maximal 5,1 Zentimeter groß werden, sind anhand ihrer Jagdlaute gut zu identifizieren.

Bevor die Nachtschwärmer den spannenden Ausflug, der sie der Natur vor Ort ein Stückchen näher gebracht hatte, um 23 Uhr beendeten, statteten sie Familie Schleiereule in der Mittelstraße einen Besuch ab. Drei Jungvögel sperrten hier ihre Schnäbel auf.

mks

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