Mietwohnungen sollen entstehen / Nutzung der Geschäftsräume noch ungewiss

Brüder kaufen das Haus Tepe

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Im Haus Tepe sollen zunächst drei Mietwohnungen entstehen – was mit den Räumen des ehemaligen Lebensmittelgeschäftes Strahmann geschieht, ist noch offen.

Sudwalde - Fast hätte die Gemeinde Sudwalde das Haus Tepe gekauft, auch, um so vielleicht das Lebensmittelgeschäft darin zu erhalten. Zu erwartende Investitionskosten bewogen die Ratsmehrheit dann, einen Rückzieher zu machen (wir berichteten) – das ist mittlerweile über zwei Jahre her. Jetzt hat das Gebäude mit ortsbildprägendem Charakter neue Besitzer: Bernd und Jörg Kohröde aus Sudwalde kauften es Georg Tepe gemeinsam ab.

„Wir wollen darin Mietwohnungen einrichten“, gibt Jörg Kohröde, Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung in Schwaförden, Auskunft, was er und sein Bruder Bernd Kohröde, dessen Heizungs-, Sanitär- und Elektrofachbetrieb sich unweit der Immobilie befindet, mit dem Haus Tepe vorhaben. Aus den bislang zwei Wohnungen – hundert Quadratmeter neben den Geschäfts- und Lagerräumen (rund 200 Quadratmeter) im Erdgeschoss und 187 Quadratmeter im Obergeschoss – sollen drei Wohneinheiten entstehen, „im Moment entkernen wir Badezimmer und Küche.“ Was mit den Räumlichkeiten des ehemaligen Lebensmittelgeschäftes geschieht, das Familie Strahmann Anfang Juni vergangenen Jahres geschlossen hatte, stehe noch nicht fest. Jörg Kohröde: „Der Laden bleibt erstmal außen vor.“ Wäre eine Verpachtung als Lebensmittelgeschäft denkbar? „Wenn jemand Interesse hat oder die Gemeinde vielleicht doch ein entsprechendes Genossenschaftsmodell umsetzen möchte, ist das vorstellbar – es hat keine konkreten Gespräche in der Richtung gegeben“, betont Kohröde. „Falls sich mit dem Laden nichts entwickelt, könnten daraus zwei barrierefreie Single-Wohnungen werden.“

Bürgermeister Rainer Klusmann, der sich darum bemüht hatte, einen neuen Betreiber für das seit 1874 bestehende Lebensmittelgeschäft zu finden, hat sich Bernd und Jörg Kohröde als Vermittler von Gesprächspartnern angeboten: „Seitens der Großhändler wie zum Beispiel Edeka hieß es, dass man bei unter 100000 Euro Umsatz und unter 400 Quadratmetern Ladenfläche gar nicht anfangen braucht, zu rechnen. Allerdings gab es Interessenten, die schon ein Lebensmittelgeschäft betreiben und sich zumindest vorstellen konnten, die Räume vielleicht als ‚Zweigladen‘ zu pachten.“

Wie hat sich die Situation nach der Schließung von Strahmanns Laden entwickelt? „Wir sind nicht so trocken gelegt, wie wir es befürchtet hatten“, formuliert es der Bürgermeister. So biete die Bäckerei Meyerholz in ihrer Sudwalder Filiale jetzt ein kleines Sortiment Waren des täglichen Bedarfs, Fleisch und Wurst an. Außerdem zeige sich das Lebensmittelgeschäft Früchtenicht in Affinghausen sehr flexibel, liefere bei größeren Bestellungen nach Sudwalde. Auch gebe es erfreulicherweise Nachbarn, die nicht mobilen Einwohnern bei den Einkäufen helfen. Klusmann: „Sicher, wir hätten gern mehr. Aber man muss im Blick behalten, was realistisch machbar ist.“

ab

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