Volker Klaahsen will die Idee einer Einwohnerin umsetzen

Ein Markttag in Neuenkirchen?

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Aus Park- wird Marktplatz? Volker Klaahsen kann sich das gut vorstellen. Seit gut einem halben Jahr steht donnerstags vor seinem Gasthaus „Zur Post“ ein Verkaufswagen der Fleischerei Horst Dieckmann aus Bassum.

Neuenkirchen - Ein Wochenmarkt in Neuenkirchen – diese Anregung brachte in der Dezember-Sitzung des Gemeinderates eine Einwohnerin vor. „Ich war ganz überrascht in dem Moment“, sagt Volker Klaahsen, der das Gasthaus „Zur Post“ mit dem angeschlossenen „Nah und gut“-Laden, Post- und Lottoannahmestelle betreibt – und seit Beginn der aktuellen Wahlperiode Mitglied des Rates ist. „Die Idee ist gut, das kann eine tolle Sache für den Ort sein.“ Er möchte zeitnah versuchen, dieses Projekt anzuschieben.

Genaugenommen hat er den Grundstein dafür schon vor gut einem halben Jahr selbst gelegt: „Bei mir ist donnerstags ,Suppentag‘ im Laden, und um den für die Kunden noch attraktiver zu machen, hatte ich Horst Dieckmann aus Bassum gefragt, ob er dann seine Fleisch- und Wurstwaren hier anbieten möchte.“ Dieckmann ist mit seinem Verkaufswagen auf den Wochenmärkten in Sulingen und Bassum vertreten – und tatsächlich konnte er den Donnerstag für Neuenkirchen reservieren. Und das Angebot sei gut angenommen worden, berichtet Klaahsen, „es gab schon einige Neuenkirchener, die bei ihm eingekauft haben und das jetzt vor Ort tun können, weitere Kunden kamen hinzu.“ Das gibt Anlass zu Optimismus, dass die Ausweitung des Angebots zu einem Wochenmarkt donnerstags auf dem Parkplatz vor seinem Gasthaus funktionieren kann, findet Volker Klaahsen: „Wenn man etwas nicht ausprobiert, kann man auch nicht sagen, ob es läuft oder nicht.“

Ihm sei wichtig, zuerst ortsansässige Anbieter zu fragen, ob sie mitmachen wollen: Familie Kanzelmeier könnte ihr Bio-Gemüse auf dem Markt verkaufen, vom Hof Söhl könnte es im Sommer Spargel und Erdbeeren geben, überlegt Klaahsen. „Ein Käsestand würde gut passen, vielleicht haben Bliefernichts aus Wesenstedt Interesse, den zu betreiben.“

Einen Wochenmarkt sehe er nicht als Konkurrenz für sein Geschäft, sondern als Bereicherung für das Dorf, so Klaahsen. Die Bäckerei Meyerholz wäre sozusagen automatisch dabei: Direkt gegenüber des Gasthauses, auf der anderen Seite der Bundesstraße 61, bieten deren Mitarbeiter im Kiosk neben dem Schützenhaus in der Woche morgens belegte Brötchen, Snacks, Kaffee und Zeitschriften für Pendler auf dem Weg zur Arbeit an. „Durchreisende“ auf einen Wochenmarkt in Neuenkirchen zu locken hält Volker Klaahsen daher durchaus auch für möglich. Ihm schwebt vor, auf den Ortseingangstafeln des „Neuenkirchener Marketing“ dafür zu werben. Im Zusammenschluss der Gewerbetreibenden ist er selbst vertreten: „Wir treffen uns einmal im Monat. Bei der nächsten Zusammenkunft im Januar werde ich das Thema ,Wochenmarkt‘ ansprechen.“ 

ab

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