Ferienspielklassiker „Zelten am Goldenstedter See“: Doris Moll ist zum 26. Mal dabei

Sich am Buffet bedienen und futtern – damit sind die Mahlzeiten nicht „abgehakt“: Auch die Jüngsten werden beim Tischdecken, Aufräumen oder Abwaschen eingespannt. - Fotos: Kurth-Schumacher
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Sich am Buffet bedienen und futtern – damit sind die Mahlzeiten nicht „abgehakt“: Auch die Jüngsten werden beim Tischdecken, Aufräumen oder Abwaschen eingespannt.

Ehrenburg - Sommer, Sonne, Strandvergnügen: „Weit fahren muss man dafür nicht“, stellen die Ehrenburger „Ferienspieler“ fest, die in dieser Woche ihre Zelte am Goldenstedter Hartensbergsee aufgeschlagen haben.

Die Freizeit ist seit Beginn der Ehrenburger Ferienspiele im Jahr 1990 fester Bestandteil des Sommerprogramms – 25 Minuten mit dem Auto entfernt von der Heimat und gefühlt ganz weit weg. Laut Daniela und Stefan Renzelmann, die das viertägige Zeltlager seit elf Jahren federführend organisieren, sind in diesem Jahr 40 Kinder und 30 Erwachsene mit von der Partie, hinzu kommen Freunde, Eltern oder Ehemalige, die sich als Tagesgäste einstellen. 

Das Angebot hat Kreise gezogen. Seit der Zusammenlegung der Grundschulen haben sich in der Samtgemeinde Schwaförden Freundschaften über die Grenzen hinweg ergeben, entsprechend bunt ist die Gruppe der Reisenden. Die Mitreisenden kommen aus allen Mitgliedsgemeinden, teilweise auch darüber hinaus.

Die meisten Camper sind „Wiederholungstäter“, einige haben bereits als Jugendliche teilgenommen und sind jetzt mit eigenen Kindern dabei. Dass auch die Jüngsten eingespannt werden, wenn es ums Tischdecken, Aufräumen oder Abwaschen geht, ist „Gesetz“. 

Doris Moll ist Dienstälteste unter den Erwachsenen, die das Großunternehmen mit Engagement begleiten.

„Das war schon immer so“, sagt Doris Moll. Sie ist Dienstälteste unter den Erwachsenen, die das Großunternehmen mit Engagement begleiten. „Eigentlich war ich auf ‚Silberhochzeit‘ mit Goldenstedt eingestellt, aber wenn ich genau nachrechne, fahre ich schon zum 26. Mal mit“, stellt sie lachend fest. Ihre Motivation? „Die Tage sind Entspannung pur. Die Landschaft ist schön und man trifft viele nette Leute.“

Das findet auch Susanne Wiese aus Twistringen. Sie war vor zwei Jahren durch Zufall auf die Gruppe gestoßen, in diesem Sommer gehört die Familie auf Wunsch ihrer Kinder Jannis (7), Per (6) und Rieke (3) zu den Teilnehmern. 

Oder Brigitte Heinemann aus Bassum. Sie hatte in der Zeitung gelesen, dass noch Plätze frei sind, und sich als alleinreisende Erwachsene spontan der Gruppe angeschlossen. „Ich bin gern unter Leuten“, versichert die 58-Jährige, die schon nach wenigen Stunden eine ganze Reihe „Adoptiv-Enkel“ im Schlepp hat.

Bewusst lässt das Programm für Freiräume

Die Tage in Goldenstedt sind klar strukturiert. Feste Punkte der unter der Trägerschaft des TV Schmalförden angebotenen und vom Landkreis geförderten Freizeit sind eine Rallye, das beliebte Stockbrotbacken, die Nachtwanderung und das Volleyballturnier am letzten Abend. 

Für einen unvorhergesehenen Programmpunkt sorgte ein Schauer am Dienstagabend, als die Zelter „Land unter“ meldeten. Auf „Rund-um-die-Uhr-Animation“ verzichten die Organisatoren bewusst: „Es muss Zeit bleiben für Wasser- und Strandspiele. Und es ist spannend, zu sehen, wie die Kinder ihre Freiräume nutzen.“ 

mks

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