Ehrenburger Rat bewilligt Gelder

Mal ganz andere Spielgeräte

Engagierte Eltern kümmern sich um die Neuanlage des Spielplatzes in Ehreburg „bei Molly“.
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Engagierte Eltern kümmern sich um die Neuanlage des Spielplatzes in Ehreburg „bei Molly“.

Ehrenburg – Geschickte Planung: Ein gutes Dutzend Eltern aus Ehrenburg hat sich, unter der Federführung von Ina Gerstenkorn, die Spielplätze in der Gemeinde einmal genauer angesehen. Sie haben notiert, welche Geräte auf den jeweiligen Arealen in Ehrenburg und Wesenstedt stehen. Und sie haben für den Spielplatz „Am Weidekamp im Baugebiet Nr. 3 – An der Landesstraße“, besser bekannt unter der Bezeichnung „Spielplatz bei Molly“, eben genau solche Geräte ausgesucht, die auf den anderen Spielplätzen nicht zu finden sind.

Ina Gerstenkorn wohnt nebenan und hat das Areal, das umgestaltet werden muss, direkt im Blick. Es ist heute wenig einladend und das Engagement der Eltern hat den Gemeinderatsmitgliedern in ihrer Sitzung am Dienstagabend imponiert.

Aus der Verwaltung in Schwaförden haben die Eltern einen riesen Stapel Kataloge erhalten, haben auch hier eine clevere Idee gefunden: Warum einen neuen Hersteller von Spielgeräten nehmen und nicht jenen beauftragen, der schon die Geräte für die anderen Spielplätze geliefert hat? So ist, wenn mehrere Sachen zu erledigen sind, etwas nachgebessert oder ersetzt werden muss, nur ein Ansprechpartner für alle Spielplätze notwendig.

Spielgeräte für Ehrenburg

Damit man weiß, wie der Spielplatz aussehen könnte, haben die Eltern nach etlichen Ortsterminen, E-Mails und sonstigen Nachrichten eine „Bastelstunde de luxe“ eingelegt: Die Wunschgeräte wurden ausgeschnitten und maßstabsgetreu auf einem Plan montiert. Inklusive Kostenrechnung anbei.

Würden alle (Wunsch-)Geräte Platz finden, würde sich die Neugestaltung des Spielplatzes bei Kosten von über 20 000 Euro einpendeln. Der Rat diskutierte, ob der Betrag so genehmigt werden könnte und nicht zu hoch angesetzt sei. Fraglich sei, so der Einwand, ob alle Geräte tatsächlich Platz finden würden. Dafür solle ein Vertreter der Firma „Junior“ vor Ort Maß nehmen.

Eine Geschwindigkeitsmessanlage soll notieren, was an Tempo auf der Mittelstraße gefahren wird.

Begleitet wurde die Entscheidungsfindung der Elterngruppe durch die Dorfmoderatoren Gerhard Rath und Hartmut Löhmann, die an der Ratssitzung teilnahmen – wie auch zahlreiche der engagierten Eltern. Der Rat der Gemeinde Ehrenburg entschied mit einstimmigem Votum, einen Betrag von 18. 000 Euro für die Neugestaltung des „Spielplatzes bei Molly“ bereitzustellen. In diese Summe eingerechnet sind die Aufbaukosten.

Ein anderes Thema am Dienstagabend betraf die Mittelstraße. Die ist nun neu asphaltiert und richtig schick. Nun kann man da gut drauf fahren. Viele tun dies auch – nur zu schnell. Das Problem wurde bereits in der vorangegangenen Ratssitzung thematisiert. Und nun entschied sich der Rat zum Kauf einer Geschwindigkeitsmessanlage. Die Mittelstraße hat keinen Bürgersteig oder sonst für Fußgänger reservierten Bereich. Wer mit Rollator, Rollschuhen oder Kinderwagen unterwegs ist, genießt ebenso die schöne neue Straßendecke.

Messanlage (nicht nur) für die Mittelstraße

Deshalb habe sich der Rat für die Messanlage und gegen das Aufbringen von Schwellen auf der Straße entschieden, weil die eben nicht nur die motorisierten Nutzer ausbremsen, sondern auch für jene, die zum Beispiel einen Rollator nutzen, eine Hürde darstellen.

Die Betreuung der Messanlage wollen die beiden Dorfmoderatoren Rath und Löhmann übernehmen. Die Messanlage, die fröhlich diejenigen anlächelt, die sich an die Vorgaben halten und böse guckt, wenn jemand das Tempolimit überschreitet, sei auch an anderen Stellen der Gemeinde einsetzbar, wenn weitere „Rennstrecken“ kontrolliert werden sollen.

Was aber wird in Schmalförden? Anwohner Wilhelm Meyer habe dem Rat einen interessanten Hinweis gegeben, dankte ihm das Gremium. Genauer: Da jetzt, endlich, die Brücke über den Kuhbach fertiggestellt und die kurze Fahrt von Schmalförden über den Knüppeldamm nach Ehrenburg wieder möglich sei, ohne kleinen Schlenker über die Landesstraße 341, solle die Tonnagebegrenzung aufgehoben werden auf der Strecke. „Warum eigentlich?“, fragt Meyer. Ein Ärgernis seien zahlreiche Lkw-Fahrer mit Ziel Wietinghausen, deren Navigationsgerät ihnen die „Abkürzung“ über Schmalförden suggeriert. Tatsächlich aber berge diese ihre Tücken für die großen Gefährte in Form einer „gefährlichen Kurve“ in Schmalförden.

Tonnagebegrenzung in Schmalförden

Was also, wenn die Gewichtsbeschränkung für die Strecke bliebe? Was, wenn nur Anliegern das Befahren erlaubt würde, sodass heimische Landwirte, die die Risiken der Kurve in Höhe Riesenberg kennen, hier unterwegs seien? „Wir wissen um die Gefährlichkeit und wollen als Rat eine Stellungnahme abgeben“, heißt die Ankündigung, in der Hoffnung, den Schwerlastverkehr dauerhaft aus dem Ortsteil herauszuhalten.

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