Neueste Sparte der Reitsportgemeinschaft Sulinger Land: Die Voltigierer

Mit dem Luftpferd üben, Balance zu halten

Diverse Trainingsgeräte für die Voltigierer und auch Ausstattung für die Dressurreiter konnte die Reitsportgemeinschaft Sudwalder Land dank einer 1 000-Euro-Spende der Sparkasse anschaffen; Wolfgang Voss, Geschäftsstellenleiter in Sudwalde, besuchte die „Voltis“ am Mittwoch. Fotos: S. Wendt

Sudwalde – „Man muss nicht so mit den Beinen zippeln“, erklärt Ella. Wenn man also nicht so zippelt, dann gelingt es, die Balance auf dem roten Ding zu halten, erklärt die fünfjährige Pferdefreundin. Das rote Ding ist ein sogenanntes „Airhorse“. Es sieht aus wie zwei Sitzbälle, die in der Mitte verbunden sind mit einer Schabracke und einem Gurt darum, an dem man sich festhalten kann. Auf jeder Seite kann eines der Kinder sitzen, das nicht gerade auf Susi oder Diba reitet.

Mittwochsnachmittags treffen sich die Voltigierer der Reitsportgemeinschaft Sudwalder Land in der Reithalle Cordes in Sudwalde. Die Reitsportgemeinschaft hat keine eigene Halle. Die Sparte ist ein wenig jünger noch als ihre Mitglieder. Seit gut einem Jahr treffen sich etwa zehn Kinder, Lina ist mit drei Jahren die Jüngste.

Erstmals hatte Anne Cordes mit ihrem beiden Töchtern Voltigieren beim Weihnachtsreiten präsentiert und im Publikum waren gleich begeisterte Eltern, die ihre Kinder auch gerne in der Volti-Gruppe anmelden mochten – die es da aber noch nicht gab. Ganz klassisch die Aufteilung: zumeist Mädchen – und Fynn.

Die Kinder machen sich warm, unter Anleitung von Anne Cordes geht es bereits mit ersten leichten Übungen gezielt in Richtung Koordination und Ausdauer. Lena Schacht lässt Shetland-Pony Susi derweil an der Longe im Kreis gehen, auch Susi soll sich aufwärmen. Die gleiche Übung absolviert in der anderen Hälfte der Reithalle Jenni Röder mit dem Quarterhorse Diba.

Das „Airhorse“, das Luftpferd, konnte angeschafft werden dank einer Spende der Sparkasse in Sudwalde. „Investitionen sind grundsätzlich nur aufgrund von Spenden möglich“, erklärt Anne Cordes. Bei zwei Pferden und zehn Kindern geht die Gleichung natürlich nicht auf: Acht müssen warten. Für sie war bisher ein kleiner Sportparcours aufgebaut, damit sie sich in der Wartezeit bewegen können. Nun stehen Sitzbälle und das Luftpferd zur Verfügung. Fynn und Carlotta probieren die Balance zu halten auf dem Luftpferd, Neele schaut zu. Die Kinder zippeln zwar nicht, aber das Luftpferd neigt sich doch erst zur einen, dann zur anderen Seite. Lina winkt herüber: Die Dreijährige reitet auf Susi, als wäre das die einfachste Übung überhaupt. Freya dreht derweil Runde auf Diba, die Zweitklässlerin übt, den Rücken gerade zu halten, die Atmung nicht zu vergessen, mit ausgestreckten Armen – ohne Festhalten – die Balance nicht zu verlieren. Auch nicht vergessen werden dürfen die Streicheleinheiten für die Vierbeiner zwischendurch. Die Liste der Dinge, auf die zu achten ist, wird immer länger, je länger die Kinder aktiv in der Reitsportgemeinschaft sind.

Neben dem Luftpferd und Bällen wurden weitere Geräte angeschafft für das Training der Kinder und die Bodenarbeit. Die Turniermannschaft der Dressurreiter erhielt einheitliche Satteldecken, Haarschmuck, Bandagen und Blumen. Ein Headset komplettiert die Ausrüstung und ermöglicht nun eine Kommunikation auch über größere Distanzen.

Warum die Kinder nicht mucken, darüber, wer als Nächstes dran ist? Sie würfeln das ganz ordentlich aus. Merle ist nun dran, auf Susi. Und kann sich schon wunderbar einmal um die ganze Achse drehen, im Sitzen, während Susi ihre Kreise dreht.

Weitere Kinder könnten derzeit nicht aufgenommen werden in die Gruppe, sagt Anne Cordes. Dann würden sich die Wartezeiten nur verlängern. Aber einfach mal anrufen, ob sich nicht doch ein freier Platz ergeben hat, sei durchaus drin. Die Reitsportgemeinschaft Sudwalder Land plant für das neue Jahr Lehrgänge und gesellige Termine – und als Abschluss auch in diesem Jahr das Weihnachtsreiten.

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