„Landschaf(f)t Kunst“: Kreatives Quintett stellt in Mallinghausen aus

Vielfalt „achtern Busch“

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Stellen am Wochenende im „Atelier achtern Busch“ aus (von links): Harald Hitz, Reinhard Ehlers, Ilse Glasow-Gröne und Dörte Reineke (mit Enkeltochter Jette; nicht auf dem

Mallingh./Sudw. - „Viele Besucher sagen, dass es schön ist, wenn mehrere Künstler bei einer Ausstellung dabei sind.“ Diese Erfahrung hat nicht nur Ilse Glasow-Gröne gemacht: Im Rahmen des neuen Projektes „Landschaf(f)t Kunst – Offene Ateliers“ zeigen am kommenden Wochenende, 19. und 20. September, in ihrem „Atelier achtern Busch“ im Schwafördener Ortsteil Mallinghausen auch vier weitere Mitglieder aus den Reihen des Vereins „Kunst in der Provinz“ ihre Werke.

Renate Hudemann lädt für Samstag und Sonntag nach Sudwalde ein – in ihren Garten, wenn das Wetter mitspielt.

Dörte Reineke, Marianne Kellermann-Hiller, Harald Hitz und Reinhard Ehlers werden vor Ort sein, freuen sich auf Gespräche mit den Gästen. Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Was ist „achtern Busch“ zu sehen? Harald Hitz präsentiert Landschaften, im naturalistischen Stil wiedergegeben. „In letzter Zeit male ich vor allem in kleineren Formaten und mehr Ölbilder als Aquarelle“, berichtet der Bruchhausen-Vilsener. „Pleinairmalerei mache ich am liebsten.“ Dabei verewigt der Künstler unter freiem Himmel, bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen und naturgegebener Farbigkeit, das Motiv. Dafür hat Hitz sich selbst ein praktisches Hilfsmittel angefertigt, ein Holzkästchen dient gleichzeitig als Transportmittel, Farbpalette und Stativ. Das bringt er mit nach Mallinghausen, ebenso Werke, die vor kurzem in Jütland entstanden.

Landschaften und Blumen zählen zu den Lieblingsmotiven von Ilse Glasow-Gröne, allerdings widmet sie sich einer großen Bandbreite von Sujets und Techniken. Zurzeit stellt sie auch in der Physiotherapiepraxis ihres Sohnes in Warnemünde aus: „Mir ist aufgefallen, dass ich gar keinen Clown hier habe – bis zur Ausstellung muss ich noch einen malen“, kündigt sie schmunzelnd an, sind die Clownsbilder doch seit vielen Jahren ihr Markenzeichen.

Dörte Reineke aus Apelstedt arbeitet mit Öl- und Aquarellfarben, zeigt bei der Ausstellung aber vorwiegend Acrylarbeiten: „Ich mache jetzt mehr abstrakte Bilder – zu experimentieren, das ist es, was ich spannend finde. Es geht ein bisschen in Richtung naive Malerei.“

Skulpturen aus Edelstahl und Eiche will Metallgestalter Reinhard Ehlers aus seiner Werkstatt in Mellinghausen-Brake mitbringen. Ein Beispiel hat er schon beim Treffen der Kunstschaffenden im Garten des „Ateliers achtern Busch“ dabei: Zwei Durchschüsse im wahrsten Sinne, in gegenläufiger Richtung, sind zu sehen. Das Werk heißt „Sinnlos“ – und ist ein Statement gegen den Krieg.

Eine Überraschung bleibt vorerst, was Marianne Kellermann-Hiller aus Varrel zu der Ausstellung beiträgt, sie konnte urlaubsbedingt nicht nach Mallinghausen kommen. Die meisten der ausgestellten Werke sind käuflich zu erwerben. Zu den Ausnahmen zählt eine metallenes Wikingerschiff aus der Werkstatt von Reinhard Ehlers: Ilse Glasow-Gröne und ihr Mann Klaus Gröne möchten ihr Türschild gern behalten...

Kaum fünf Minuten von Mallinghausen aus braucht man mit dem Auto, um das Atelier einer weiteren Künstlerin aus dem Sulinger Land zu erreichen, die sich am Samstag und Sonntag an der Aktion der Vereins „Kunst in der Provinz“ beteiligt: Renate Hudemann lädt nach Sudwalde ein (Mallinghäuser Straße 15). „Wenn das Wetter mitspielt, möchte ich meine Acrylbilder im Garten ausstellen und hoffe auf viele interessierte Gäste. Kaffee und Kuchen stehen bereit.“

Eine Übersicht aller am Samstag und Sonntag im Rahmen von „Landschaf(f)t Kunst“ geöffneten Ateliers ist auf der Homepage www.kunst-in-der-provinz.de zu finden.

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