Wer kurzfristig absagt, zahlt

Schwafördener Rat ändert Nutzungs- und Gebührenordnung für Dorfgemeinschaftshaus

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Damit die Planung leichter wird, sollen künftig kurzfristig ausfallende Termine Gebühren kosten. 

Schwaförden - Um ein Ärgernis für die Gemeinde, aber auch für manch potenziellen Nutzer des Dorfgemeinschaftshauses einzudämmen, beschlossen die Mitglieder des Schwafördener Gemeinderates bei ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig eine Änderung der Nutzungs- und Gebührenordnung für die Räumlichkeiten.

„In jüngster Vergangenheit hat es mehrere Absagen sehr kurzfristig vor einer geplanten Veranstaltung im DGH gegeben“, erläuterte Gemeindedirektor Helmut Denker. „Das ist ärgerlich, es blockiert auch Termine.“ Künftig werden mit den Nutzern bei der Reservierung Verträge abgeschlossen, in denen festgelegt ist: Erfolgt die Absage innerhalb eines halben Jahres vor der Veranstaltung, wird die gesamte Gebühr fällig, erfolgt sie früher, die halbe. 

Um einen Eindruck zu bekommen: Für die Nutzung des Sitzungsraumes („kleiner Saal“) mit bis zu 40 Personen zahlt ein Einwohner der Gemeinde 120 Euro, ein auswärtiger Interessent 140 Euro pro Tag beziehungsweise Veranstaltung, für jede weitere Person kommen 1,80 Euro hinzu. Für den großen Saal (mit bis zu 80 Personen) sind es 270 Euro, die ein Schwafördener an Gebühr entrichtet. 

„Was ist, wenn eine Veranstaltung wegen eines Trauerfalls kurzfristig abgesagt werden muss?“, hakte Manfred Hillmann in der Einwohnerfragestunde nach. „Für solche Fälle finden wir immer eine Lösung“, versicherte Helmut Denker.

Rat bewilligt beschleunigtes Bauverfahren endgültig

Erst Ende März hatten die Ratsmitglieder beschlossen, in einem beschleunigten Verfahren den Bebauungsplan „Am Bogenweg“ aufzustellen, für eine rund 5400 Quadratmeter große Fläche, auf der nördlich des Bogenwegs und westlich der Ringstraße, um einem Bauwilligen zu ermöglichen, „in Heimatnähe“ ein Wohnhaus zu errichten (wir berichteten). 

Nach der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange habe es zuletzt ein Emissionsgutachten gegeben, „das ohne Befund verlief“, stellt Helmut Denker fest. Der Rat fällte einstimmig den Satzungsbeschluss – Ratsherr Gerd Göbberd wies auf die Schnelligkeit des Verfahrens hin, „so bringen wir die Gemeinde voran“.

Ihre dann 125-jährige Vereinsgeschichte wollen die Mitglieder der Soldatenkameradschaft Schwaförden-Mallinghausen 2019 feiern – und aus diesem Anlass eine Festschrift gestalten, für die sie das Gemeindewappen verwenden möchte. Die Genehmigung dafür erteilte der Gemeinderat per einstimmigem Beschluss.

Ein neuer Rad- und Gehweg kommt vorerst nicht

Die Beratung über die Einziehung des Rad- und Gehwegs zwischen Oderweg und Kirchweg – Anlieger hatten Interesse bekundet, die Fläche zu erwerben – wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Das Plangebiet des derzeit entstehenden Bebauungsplans Nummer 11 „Im Südfeld“ grenzt unmittelbar an, eventuelle Auswirkungen in Richtung des Rad- und Gehwegs möchte man abwarten, erläutert stellvertretender Gemeindedirektor Achim Hollmann.

„Der Bahnübergang ist fertig“, stellte Helmut Denker mit Blick auf die von der Bahn in Auftrag gegebene Entfernung der Gleise von der Fahrbahn am Ortseingang fest (wir berichteten). Er und Bürgermeister Wilfried Schlichte gehen davon aus, dass Bemühungen von Landtagsabgeordnetem Marcel Scharrelmann endlich den Stein ins Rollen brachten. Schlichte: „Dafür vielen Dank.“

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