Dreitägige Ausstellung in Sudwalde soll einstimmen auf die Adventszeit

Krippen-Weltreise in der Kirche

Drei Krippen finden Platz auf dem Altar in der Kirche in Sudwalde.
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Drei Krippen finden Platz auf dem Altar in der Kirche in Sudwalde.

Sudwalde –  Es sind immer die gleichen Figuren, eigentlich, und doch ist jede anders: Die Weihnachtskrippen umfassen Maria, Josef, das Jesuskind, drei Könige, Hirten, Schafe in unterschiedlichster Zahl. Eine im Jahr 1562 von Jesuiten in Prag aufgebaute Weihnachtsszene soll die erste Krippe gewesen sein, wie sie heute vielerorts aufgestellt wird in der Vorweihnachtszeit.

Im Haushalt der Familie Schwarz in Loccum indes ist es nicht nur eine Krippe, die die Räumlichkeiten ziert. Im Elternhaus von Pastor Florian Schwarz, als „Springer-Pastor“ in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sudwalde im Einsatz, kann man eine kleine Weltreise unternehmen, was die Herkunftsländer der Krippen angeht. Wer möchte, kann jetzt mitreisen: Pastor Florian Schwarz durfte 30 (von weit über insgesamt 100) Krippen „ausleihen“ für eine Ausstellung in der Sudwalder Kirche. Das Gotteshaus bietet zwei Zugänge, sodass ein corona-konformes Besuchen möglich wird. Der Eingang erfolgt durch das Haupttor, der Ausgang befindet sich neben dem Altar.

„Die Krippen werden nur am kommenden Wochenende in unserer Kirche, Affinghäuser Straße 53 in Sudwalde, ausgestellt“, erklärt Pfarrsekretärin Monika Meier. Geöffnet ist die Krippenausstellung am Samstag, 27. November, von 17 bis 20 Uhr; am Sonntag, 28. November, im Anschluss an den Gottesdienst (der um 9.30 Uhr beginnt) und nachmittags von 14 bis 16 Uhr und am Montag, 29. November, von 17 bis 20 Uhr.

Reduziert auf die wesentlichen Figuren ist diese Krippe.

Pastor Florian Schwarz und das Team des Kirchenvorstandes werden die Krippen in den Sitzreihen ausstellen, für den Gottesdienst werden die Bretter, auf denen sie platziert werden, einfach ein Stück näher an die Wand gerückt, sodass weitere Sitzplätze in den Reihen zur Verfügung stehen. Vielleicht muss der Pastor dann die Aufmerksamkeit der Besucher teilen mit den Krippen. Nicht alle Ensembles seien vollständig – hier und da sei über die Jahre einfach auch mal eine Figur abhandengekommen. In einem fehlt daher gar das Kind. Im Gottesdienst mitzusingen ist derzeit nicht erlaubt – der Chor wird diesen Teil übernehmen, kündigt Pastor Schwarz an.

Nicht alle Exponate habe die Mutter von Florian Schwarz selber gekauft. Auch die Familie kennt die Sammelleidenschaft: Eine Nichte habe der Tante eine „Kippen-Krippe“ aus (nicht gerauchten) Zigaretten gebastelt. Die ist nicht ausgestellt, weil zu zerbrechlich, aber das Foto, das Schwarz vorzeigt beim Aufstellen der Krippen, beweist das künstlerische Talent der Nichte. Die Lieblingskrippe der Mutter ist auch nicht dabei: „Da sind die Figuren sehr groß, etwa einen halben Meter.“ Und man kann es sich vorstellen – dann wäre in der Kirchen kaum noch Platz für Pastor und Besucher.

Traditionelle Gruppe (vorne) und eine stillende Maria.

Für die Akteure der Sudwalder Kirchengemeinde ist die Ausstellung eine „Einstimmung auf den Advent“. Die eigentlich unter diesem Titel für Samstag geplante Veranstaltung muss abgesagt werden, aufgrund der aktuellen Pandemiebestimmungen.

Dafür aber nun die Krippenausstellung, in der die Figuren aufgrund ihrer Physiognomie und der Kleidung zeigen, wie international die Weihnachtsgeschichte, zu finden im Neuen Testament im Lukas-Evangelium, ist. Dass die eine Krippe aus Peru stammt, sei etwa daran zu erkennen, dass die Figuren die dort üblichen Wollmützen mit Ohrenklappen tragen.

Und das Spielen mit den Krippenfiguren sollte selbstverständlich unterbleiben. Drei Krippen finden Platz auf dem Altar, der einer stillenden Maria, vermutlich aus Südamerika, genügend Schutz bietet.

Von Sylvia Wendt

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