Kommission im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ lernt die lebendige Gemeinde Ehrenburg kennen

Fast das ganze Dorf steht Spalier für die Jury

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Der Info-Markt ist Treffpunkt der großen Dorfgemeinschaft.

Ehrenburg - Montagmittag um 12 Uhr auf dem platten Land? Da kann ja nichts los sein... Denkste. „High noon“ in Ehrenburg und die Einwohner lassen sich den Showdown nicht entgehen. Die Jury im Landeswettbewerbe „Unser Dorf hat Zukunft“ hat sich für 12 bis 13.30 Uhr angekündigt. Und Ehrenburg ist zur Stelle.

„Willkommen in Ehrenburg“: Die Schüler stehen Spalier.

Nicht mit Pauken, aber mit Posaunen werden die Besucher begrüßt, Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher stellt die Gemeinde kurz vor, ein kleiner Rundgang führt zum Haus Runge (Infos hier durch Günter Wohlers), zum DRK-Kirchenstübchen (Valentina Patschin) und zur Kirche (Pastorin Silke Kuck). Die große Kinderturngruppe des TV Schmalförden mit Übungsleiter Volker Hahn verlegt ihre sportliche Einheit in die Jury-Besuchszeit. Auf dem Bouleplatz wird, natürlich, Boule gespielt. Die anschließende Rundfahrt moderieren Marion und Fritz Kastens. Dass sich der Zusammenhalt auch in der Nutzung örtlicher Unternehmen widerspiegelt, zeigt sich an der Riege der jungen Geschäftsleute, die Traditionsbetriebe weiterführen, wie Lars-Christian und Sönke Schmidt sowie Andi Keithahn mit ihrer Präsentation bewiesen. Auch Marie Luise Heider (Molly's Frischemarkt) und Ludger Ebenthal (Volksbank) stellen sich kurz vor. Die Kunstwerke in der Kleinen Kunsthalle zeigt Heidrun Wagner-Fils – die Kommission ist sehr beeindruckt.

Damit der Jurybus nicht vom Wege abkommt, bilden die Radler im TV die Eskorte auf einem Teil, „abgelöst“ werden sie durch Landwirte, die sich mit Treckern an der Strecke postieren. Das Ziel ist Kastens Gasthaus. Der Info-Markt umfasste 25 Info-Stände, mehr als 250 Bürger begrüßte die Jury – viele hatten sich für diesen Termin Urlaub genommen.

Zum Mittag serviert wurden Wildschweinbratwurst von Heiner Logemann und Erbsensuppe aus dem Hause Kastens. Nebenan knisterte das Lagerfeuer – im Blick behielten das die Freunde vom Goldenstedter See, wohin seit 26 Jahren eine Familienfreizeit im Rahmen der Ferienspiele führt.

Im Info-Markt stellten sich KulturGut Ehrenburg und umzu und die Schmalver Plattschnackers vor, der Kindergarten „Stocksdorfer Wunderkinder“ und Grünes Klassenzimmer luden ein zu Mitmachaktionen, Pferde samt Reiter repräsentierten die Reitanlage Meeresberg.

Imker Hermann Eggers, die Käserei Bliefernicht, das Schuhcafé und die Pension Rieder Hof (Birgit Lüllmann empfing die Gäste liegend im „Zustellbett“), Information über Biogas – und die Umfrageergebnisse „Was wünschen wir uns in der Gemeinde“ und „Darauf sind wir stolz“ waren weitere Punkte, die um Platz buhlten auf dem Notizblock der Jurymitglieder. Infos zur Gemeinde, ihren Planungskonzepten und zur Dorfentwicklung fehlen ebensowenig. Die Bürgerbeteiligung könnte die Kommission auch über eine Facebook-Gruppe verfolgen.

Die Schüler der Oberschule stellen den Jugend-Treff und das Schulprojekt „UDHZ“ – wie stelle ich mir ein Dorf vor, in dem es sich gut leben lässt“ vor und zeigen damit, welche Zukunft sie in Ehrenburg sehen.

Der Heimatverein Kirchspiel Schmalförden stellte die druckfrische Karte mit Rad- und Wanderwegen in der Gemeinde vor. Infos über Flora und Fauna in der Gemeinde, also über Wiesenweihen, Kraniche, Orchideenwiesen, gab es. Und von der Verwaltung waren Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker und sein Stellvertreter Achim Hollmann vor Ort. Musik gab es von den Chören „Die Nicolinchen“, dem Gesangverein und dem ShantyChor.

Der Clou aber ist der Film „Ehrenburg von oben“ mit 47 Werbe-Spots von Gruppen und Privatpersonen aus der Gemeinde, als Kurzversion für die Kommission , zur Premiere am Nachmittag kommen 200 interessierte Gäste.

Hans-Jürgen Schumacher: „Wahnsinn, dass sich unsere Gemeinde an einem Montag um 12 Uhr so lebendig darstellt. Alle Erwartungen wurden total übertroffen. Das macht unheimlich stolz auf die Einwohner. Nicht nur, weil sie so aktiv sind, sondern auch, weil sie auf den Punkt so präsent waren. Allein das zeigt uns, dass wir Zukunft haben.“

sis

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