Stellvertreter: Anke Schockemöhle und Heinrich Meineke

Klusmann bleibt Bürgermeister in Sudwalde

Der Rat Sudwalde, mit von links, Harald Freye, Werner Eickhoff, Heinrich Wilkens, Heinrich Meineke, Kevin Kohröde, Bürgermeister Rainer Klusmann, Philip Friedrichs, Anke Schockemöhle, Karsten Hartwig, Reinhard Müller und Gemeindedirektor Helmut Denker. Es fehlt Steffen Kohröde.
+
Der Rat Sudwalde, mit von links, Harald Freye, Werner Eickhoff, Heinrich Wilkens, Heinrich Meineke, Kevin Kohröde, Bürgermeister Rainer Klusmann, Philip Friedrichs, Anke Schockemöhle, Karsten Hartwig, Reinhard Müller und Gemeindedirektor Helmut Denker. Es fehlt Steffen Kohröde.

Sudwalde – Die Wanduhr schlägt sieben, der Bollerofen bollert die Hitze in den Schankraum des Gasthauses Friedrichs (Wermke), als der „Stammesälteste“ sich zu Wort meldet und die konstituierende Sitzung in Sudwalde einberuft.

Reinhard Müller, Jahrgang 1949, weiß sich während dieser Aufgabe durchaus in Szene zu setzen. Dennoch dauert es nicht lange und ein neuer Bürgermeister ist gewählt. Man kennt ihn: Rainer Klusmann erhält das Votum. Nicht per Handzeichen, Müller bat darum, dass aufsteht, wer ihn weitere fünf Jahre als Gemeindechef sehen mag. Und, ja, es erhoben sich alle anwesenden Ratsmitglieder – das sonst elfköpfige Gremium war unvollständig. Steffen Kohröde fehlte entschuldigt.

Klusmanns erste „Amtshandlung“ – ein großer Dank in Richtung Ehefrau Tanja und Familie: „Bürgermeister sein allein funktioniert nicht. Ich danke meiner Frau Tanja, die mir so stark den Rücken frei hält. Es sieht alles so selbstverständlich aus, ist es aber nicht. Auch meine Söhne wissen mittlerweile, was es heißt, wenn der Vater Bürgermeister ist. Ich bin froh, dass ich den ganzen Trupp um mich herum habe.“

Auf die Ratsarbeit freue er sich und hoffe auf gute Zusammenarbeit: „Mit hat das bisher unheimlich viel Spaß gemacht. Es gab manch hitzige Diskussion, manch ruhiges Thema, aber immer ging es darum, gute Entscheidungen für Sudwalde für finden.“ Klusmann sei es wichtig, dass jedes Ratsmitglied Gedanken einbringen kann.

Der neue Rat gab sich eine Geschäftsordnung, votierte dafür, keinen Verwaltungsausschuss, keine Fachausschüsse und auch keinen Hecken- und Wegeausschuss wie bisher zu bilden. Ratsherr Karsten Hartwig, der dem Ausschuss bisher vorsaß, argumentierte, dass das nicht notwendig sei. Besser wäre eine Wegebereisung künftig zweimal im Jahr, statt einmal. Das wolle man so handhaben – alle Beschlüsse fielen einstimmig.

Ein Bürgermeister allein reiche nicht, unkte Klusmann – mit Blick auf die Wahlergebnisse schlug er Anke Schockemöhle als 1. stellvertretende Bürgermeisterin vor.

Ha – gerade gelernt von Reinhard Müller – ließ auch er die Ratsmitglieder aufstehen, sollten sie für Schockemöhle votieren. Es erhoben sich alle. Sitzenbleiben durften sie indes bei der Abstimmung über die Besetzung des Postens des 2. stellvertretenden Bürgermeisters: Dafür wurde Heinrich Meineke vorgeschlagen – und auch er erhielt ein einstimmiges Votum. Formell seien die Posten aufgeteilt in 1. und 2., jedoch in der Handhabung fungierten beide gleichwertig. Schockemöhle dankte dafür, dass die Wähler ihr das Vertrauen gegeben hätten. Meineke hoffe, dass er an die Trauben heranreichen könne –  die würden nämlich hoch hängen.

Als Verwaltungsvertreter wurde erneut Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker beauftragt, stellvertretender Gemeindedirektor ist erneut Achim Hollmann. „Damit sind wir sehr gut gefahren und haben das Rad immer schön rund hinbekommen“, kommentierte Klusmann deren jeweils einstimmige Wahl.

Verabschiedet wurden Brigitte Denker und Hartmut Müller (2.v.r.) von Bürgermeister Rainer Klusmann (links) und Gemeindedirektor Helmut Denker.

Bevor er zu einer „unangenehmen Aufgabe“ wechselte: Die Verabschiedung von Ratsmitgliedern. Von Brigitte Denker, seit November 2001 im Gemeinderat Sudwalde, von 2006 bis 2016 2. stellvertretende Bürgermeisterin. Engagiert, motiviert, mit Herzblut Ideen für Sudwalde entwickeln: „Danke für 20 Jahre Arbeit für die Gemeinde“, bilanzierte Klusmann. Brigitte Denker kündigte an, als Bürgerin regen Gebrauch von der Einwohnerfragestunde in künftigen öffentlichen Sitzungen machen zu wollen.

Helmut Müller wurde schon wieder aus dem Rat verabschiedet – zum dritten Mal war der Benser als Nachrücker im Gemeindeparlament aktiv. Dieses Mal für drei Jahre. Ehrenamt sei für Müller, auch Präsident des Schützenvereins Bensen-Eitzen, nichts Neues. Vielleicht klappe es ja ganz regulär in fünf Jahren mit einem Mandat im Rat.

Von Sylvia Wendt

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Oldtimer nur noch Müll? Behörde droht dem Besitzer mit Verschrottung

Oldtimer nur noch Müll? Behörde droht dem Besitzer mit Verschrottung

Oldtimer nur noch Müll? Behörde droht dem Besitzer mit Verschrottung
Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte

Blitzer im Landkreis Diepholz: Dies sind die aktuellen Standorte
Feuerwehrfrauen Beverstedt bringen 2022 wieder Kalender raus

Feuerwehrfrauen Beverstedt bringen 2022 wieder Kalender raus

Feuerwehrfrauen Beverstedt bringen 2022 wieder Kalender raus
Mit Sicherheitsdienst

Mit Sicherheitsdienst

Mit Sicherheitsdienst

Kommentare