Arbeiten am Ortseingang von Schmalförden könnten ein Jahr dauern

K 3-Brücke über Kuhbach wird ersetzt

Die maximale Traglast der alten Kuhbachbrücke ist sicherheitshalber begrenzt worden, laut Bernd Fredrich ist das der Hauptgrund für den geplanten Neubau. Foto: Behling

Schmalförden – Die Brücke über den Kuhbach im Zuge der Kreisstraße 3 (Knüppeldamm), am Ortseingang des Ehrenburger Ortsteils Schmalförden, soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das ist der Plan, den der Landkreis Diepholz eigentlich bereits in diesem Jahr umsetzen wollte.

Laut Bernd Fredrich, Teamleiter Straße und Planfeststellung beim Landkreis Diepholz im Fachdienst Umwelt und Straße, ist die Ausschreibung des Projektes erfolgt: „Die dann vorliegenden Angebote waren aber ,jenseits aller Vorstellungskraft‘.“ Oder, wie er es alternativ formuliert: „Die Auskömmlichkeit der Preise war formaljuristisch zu verneinen. Die Ausschreibung wurde aufgehoben.“ Veranschlagt hatte man seitens des Landkreises ursprünglich 575 000 Euro für das Vorhaben, laut Fredrich setzten die Bieter etwa das Doppelte an. Die erneute Ausschreibung werde im Oktober erfolgen, „dann mit anderen Umsetzungszeiträumen, in der Hoffnung, dass es preislich besser passt. Die Erfahrung zeigt: Je enger man das Korsett steckt, umso teurer wird es. Die Auftragsbücher der Firmen sind einfach voll.“ 60 Prozent der Baukosten seien zur Förderung nach dem Niedersächsichen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz angemeldet „und das scheint auch zu klappen. 40 Prozent, plus der Planungskosten, trägt der Landkreis.“

Als Hauptgrund dafür, das Bauwerk zu ersetzen, nennt Bernd Fredrich die Begrenzung der maximalen Traglast auf 16 Tonnen, die der Landkreis als Baulastträger sicherheitshalber vorgenommen hatte. Tatsächlich handele es sich um „die einzige tonnenbegrenzte Brücke im Zuge von Kreisstraßen im Landkreis Diepholz.“ Wann sie gebaut wurde, könne er nicht sagen. „In den Fünfzigerjahren oder noch eher, aber das sind Mutmaßungen. Ich weiß nur, dass der Brückenprüfer Schwierigkeiten hatte, das einzuordnen.“ Die Bestimmung von Kreisstraßen sei es ja, auch überörtlichen Verkehr aufzunehmen. Die Frage, ob diese Straße durch Schmalförden eine Kreisstraße sein muss, könne man zwar stellen – allerdings werde die Gemeinde Ehrenburg beziehungsweise die Samtgemeinde Schwaförden sie „sicherlich nicht freiwillig in ihre Baulast nehmen.“

Fredrich geht davon aus, dass die Arbeiten im kommenden Jahr in Angriff genommen werden – wie lange dauern sie voraussichtlich? „Bauzeit ein Jahr. Eher etwas weniger, als etwas mehr, aber es kann immer Unvorhergesehenes passieren – ,unter der Schaufel ist es dunkel‘.“ Am Anfang steht logischerweise der Abriss der alten Kuhbachbrücke, und die Kreisstraße 3 wird an dieser Stelle nicht mehr passierbar sein, bis die neue (von den Abmessungen her im Prinzip identisch, nur eben „tragfähiger“) fertiggestellt ist. Die Umleitung, die einzurichten ist, darf laut Bernd Fredrich nicht über Gemeindewege führen. Sie werde wahrscheinlich über die Landesstraße 341 beziehungsweise über die Kreisstraße 1 erfolgen. „Wohlwissend, dass das weitläufig ist. Und dass sich Einheimische einen anderen Weg suchen werden...“  ab

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