Orga-Team hält vorerst an Planung fest: 25. Neuenkirchener Open Air am 11. Juli

Jubiläums-Line-up ist komplett

Drei Meter Feldweg aus der Lüneburger Heide. Foto: www.drei-meter-feldweg.de

Neuenkirchen – „Wir machen uns natürlich Sorgen“, stellt Klaus Bochow vom Orga-Team des Neuenkirchener Open Air (NOA) fest. „Im Moment beobachten wir halt die Entwicklung der Corona-Krise und warten mit der Entscheidung, ob wir das Festival absagen oder nicht, noch ab. In jedem Fall werden wir nicht leichtsinnig sein.“ Zum 25. Mal soll am Samstag, 11. Juli, das NOA auf den Neuenkirchener Sportplatz steigen.

„Es wäre damit das älteste durchgängig, ohne Unterbrechungen jährlich veranstaltete Open Air im Landkreis“, weiß Bochow. Das Line-up ist jetzt komplett: Neben dem Headliner „Montreal“ (wir berichteten) sind vier weitere Bands für das Event gebucht.

Um 19 Uhr beginnt auf vielfachen Wunsch das Duo „Misha Kapa“ aus Bremen, das bereits 2016 großen Anklang fand. „Man nehme ein Akkordeon, Lackschuhe mit lauten Absätzen, eine Schelle, eine Plastikflasche sowie eine super Stimme: Heraus kommt das russisch-bremische Duo Vladislav Mamedov und Oliver Reinel“, heißt es über das Ensemble. Eines seiner „Instrumente“ muss Vladislav Mamedov sich mit großer Wahrscheinlichkeit nach jedem Auftritt neu besorgen, denn die leere Plastikflasche, mit der er auf der Bühne rhythmisch den Takt vorgibt, sieht am Ende eines Konzerts von „Misha Kapa“ arg zerbeult aus.

Um 20 Uhr folgen „Drei Meter Feldweg“. Die Wurzeln dieser Formation liegen auf dem Dorf, und zwischen dem einen oder anderen Meter Feldweg liegt auch die Wurzel einiger ihrer Ideen, verrät die Band in ihrem Selbstportrait auf ihrer Homepage. Wer bei „Drei Meter Feldweg“ nach rumpeligem Deutschpunk sucht, werde schwer enttäuscht, warnt das NOA-Team: „Job, Politik, Freundeskreis – diese Themen werden auf angenehm unkomplizierte, laut lachende Art und Weise präsentiert; alles eingepackt in Luftpolsterfolie aus deutschsprachigem Punkrock, Geschenkpapier aus Ska und Metal sowie mit einer Schleife aus Pop.“

Zwei Sets auf der kleinen Bühne wird Franziska Günther spielen. Schon als 16-Jährige spielte die heute in Berlin lebende Musikerin in Kneipen und auf Festivals in ihrer Heimat Mecklenburg, reiste nach dem Abitur mit der Gitarre durch Europa und lebte einige Zeit in Dänemark. Seit der Veröffentlichung ihres englischsprachigen Solo-Debüts im Herbst 2016 spielt Franziska Günther deutschsprachig ihren frischen Singer-Songwriter-Folk in ganz Deutschland und Nordeuropa.

In ihrem aktuellen Album „Besser wenn der Kopf nicht hängt“ pulsiere „die lebensbejahende Energie der 33-jährigen Troubadourin, inspiriert von der Weisheit ihrer Großmutter, auch in turbulenten Zeiten mit Zuversicht, Liebe und Humor durch die Welt zu gehen“, kündigen die Festivalmacher an.

„Wenn die Stimme bricht und sich Gitarren langsam aufbauen, dann klingt das für einige sicher nach interessanter Rockmusik mit Geschrei. Für andere jedoch wie ein Ausbruch, den man keine Sekunde länger hinauszögern kann. Wie eine heftige Emotion, die sich im Hier und Jetzt ein Ventil suchen muss. Wie ein epischer Moment, den man nicht festhalten kann!“ Genau das, gepaart mit einer ordentlichen Portion Pathos, finde man in der Musik von „8Kids“ wieder, verspricht das NOA-Team. Post Hardcore, Alternative Rock, Popmusik bringt die Band aus Mannheim ab 21.40 Uhr auf die Bühne.

Zum Abschluss kommt dann um 23.30 Uhr der Headliner „Montreal“ auf die Bühne.

Das NOA-Team vom veranstaltenden „Förderkreis Blau Weiß“ ist „total zufrieden mit diesem Jubiläums-Line-up“, versichert Marten Höner. Bleibt zu hoffen, dass sich die Lage in Sachen Coronavirus rechtzeitig deutlich verbessert.

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