60 Jahre Posaunenchor Schmalförden: Bereicherung für kirchliche und politische Gemeinde

„Auch schiefe Töne sind zum Lobe Gottes“

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Der Posaunenchor Schmalförden (sitzend) mit Verstärkung.

Schmalförden - Zu Beginn des Konzerts ertönte die „Europa-Fanfare“ von Marc Antoine Charpentier – festliche Posaunenklänge zum Auftakt der „Jubiläums-Serenade“, zu der der Posaunenchor Schmalförden anlässlich seines 60-jährigen Bestehens geladen hatte.

Rund 150 Gäste stellten sich in der Kirche St. Nicolai ein. Pastorin Silke Kuck führte die lange Reihe der Gratulanten an. Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher dankte dem Posaunenchor seitens der Dorfgemeinschaft. Er sei eine Bereicherung nicht nur für die kirchliche, sondern auch für die politische Gemeinde. Musikalisch übermittelten die „Nicolinchen“ (Leitung: Angela Kanzelmeier und Andrea Hogrefe) mit Unterstützung der Nicolaier ihre guten Wünsche: Sie hatten das Geburtstagslied von Rolf Zuckowski mit einem passenden Text versehen.

Fritz Kastens – er ist neben Günter Enkelmann Bläser der ersten Stunde – erinnerte an die Anfangszeit, in der einige Vorträge „danebengingen“. Gern denke man an die tröstlichen Worte des damaligen Pastors Arno Dumschat: „Auch schiefe Töne sind zum Lobe Gottes bestimmt.“ In memoriam brachte der Posaunenchor „Wunderbarer König“ in einem dreistimmiger Satz von Kurt Utz zu Gehör, der zum Anfangsrepertoire gehörte. Es folgten moderne Bearbeitungen des Chorals von Anne Weckeßer und -– zum Mitsingen – von Ewald Weiss.

Sie habe bei ihrer Hochzeit vor 45 Jahren den Posaunenchor „mitgeheiratet“, offenbarte Marion Kastens, die gut gelaunt durchs Programm führte. Die Partner der Aktiven hätten stets deren Freude an der Musik und an der Geselligkeit geteilt. Im Namen des Posaunenchores würdigte sie das Engagement der Leiter(-innen) Erika Dumschat (1955 bis 1973), Heinz Sassenhagen (1973 bis 1979), Heinz Maschmann (1979 bis 2012) und Daniela Gutjahr (seit 2012). Rund 100 Jungbläser erlernten beim Posaunenchor die musikalischen Grundlagen des Blechinstrumenten-Spiels, insbesondere Heinz Maschmann hatte sich um die Ausbildung von Nachwuchs bemüht.

Der Posaunenchor legt seinen Schwerpunkt auf die musikalische Gestaltung kirchlicher Veranstaltungen. Darüber hinaus absolviere er zahlreiche weitere Auftritte, sagte Marion Kastens. Sie nannte die „Volkstrauertag-Tournee“, Konzerte auf Weihnachtsmärkten oder Vereinsveranstaltungen im Umland. Tagesausflüge und Mehrtagesfahrten „mit Anhang“ gehörten ebenfalls zu den regelmäßigen Unternehmungen.

Mit einem Geburtstags-Ständchen gratulierten Bläser aus Sulingen, Freistatt und Varrel unter der Leitung von Kai Kupschus. Sie brachten die Suite B-Dur von Jürgen Pfiester und das „Air“ F-Dur von Georg Philipp Telemann zu Gehör und verstärkten die Gastgeber bei dem Musikstück „Prince of Denmark's March“, einer Komposition des Barockkomponisten Jeremiah Clarke für höchst feierliche Anlässe.

Chorleiterin Daniela Gutjahr – zur Zeit im „Elternurlaub“ – äußerte die Hoffnung auf „Verstärkung“ von Musikbegeisterten: „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied.“ Sie dankte Fritz Prüshoff aus Walsrode, der während der letzten Monate in Notsituationen ausgeholfen hatte und auch am Freitag als Chorleiter im Einsatz war, obwohl er selbst Geburtstag hatte.

Das Publikum spendete stehende Ovationen und folgte den Bläsern nahezu geschlossen ins Gemeindehaus zum gemütlichen Beisammensein.

mks

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