20 Jahre Open Air in Neuenkirchen: Eintrittspreise bleiben unverändert / Taiko-Trommeln und Jonglage

„Reis against the Spülmachine“ wieder dabei

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„Reis against the Spülmachine“ sind bereits NOA-Stammgäste.

Neuenkirchen - Das Neuenkirchener Open Air (NOA) im Landkreis Diepholz an der B61 zwischen Bassum und Sulingen geht in die 20. Runde. Am Samstag, 11. Juli, wird es ab 19 Uhr einen Mix aus Rock, Punk, Pop und Indie auf der Bühne geben. „Als Geschenk für unsere Besucher und uns wird zum 20-jährigen NOA-Jubiläum der Eintrittspreis – trotz erheblich höherer Ausgaben für ein musikalisch hochklassiges Line Up – nicht erhöht. Wir kalkulieren ein Defizit ein und werden das aus den Rücklagen abdecken“, kündigen die Organisatoren an. Ermöglicht werde das auch durch die ehrenamtlichen Helfer des TV Neuenkirchen und die Sponsoren. „Wenn wir eine Besuchersteigerung haben, klappt das“, hat Klaus Bochow vom Orgateam errechnet.

Um 19 Uhr beginnt das NOA mit Trommelschlägen der Taiko-Gruppe „Kion Dojo“ von Ingmar Kikat aus Hamburg. Häufig werde angenommen, Taiko sei eine traditionelle japanische Musik. In den letzten Jahrzehnten habe sich parallel zu der Vielzahl der neuen Taiko-Gruppen in Japan und der Welt auch eine Vielzahl an Spielweisen, Techniken und Rhythmen entwickelt. Daher sei es kaum möglich, Taiko genau zu definieren. Im Mai waren „Kion Dojo“ zu einem Taiko-Festival in Japan eingeladen.

Stammgäste sind „Reis against the Spülmachine“ (ab 19.25 Uhr). Die Musiker Hanke und Philipp Kasburg haben 2014 bereits vor allem die jüngeren NOA Besucher total begeistert. „Neben spannenden Kontrasten verbindet beide ein herrlicher Humor“, freut sich Bochow auf den Auftritt. Onkel Hanke sei einzigartig unter den Extremliedermachern. „Da tobe der Wahnsinn, wenn er die Bühne erobert.“ Jazz, Fun(k), Punk und eine Prise Hip Hop, garniert mit skurril-surrealne Texten seien die Zutaten, die in eine deftige Liedermacherpfanne gehauen werden. Philipp Kasburg dürfe als die eine Hälfte des Liedermacherduos „Spieltrieb“ bekannt sein. Seine Folk-Pop-Punk-Lieder bestechen durch eingängige Melodien, intelligente Reime und amüsant-charmant erzählte Geschichten.

Weiter geht es um 20.10 Uhr mit „Faakmarwin“, die Band mit dem seltsamen Namen aus dem kleinsten Bundesland Deutschlands. Erst im April 2013 gründete sich die fünfköpfige Formation bestehend aus Alexander Skipka, Ole Janßen, Christoph Endrigkeit, Jannik Ost und Djürko Züchner. Mit einer Mischung aus Rap, Indie Rock und Pop regiere auf den Liveshows die Eskalation, auch wenn es hin und wieder mal ruhig zugehen könne, heißt es. Die Band holte bereits den zweiten Platz auf Bundesebene beim Local Heroes Bandcontest 2013, samt EP-Produktion. So richtig vorran ging es Anfang 2014, als Gewinner bei „Live in Bremen“ und von bremen4 nominiert für den New Music Award, dem renommierten Newcomerpreis der ARD Jugendsender. „Wir wollten musikalisch schon lange mal was Neues mit Rap-Einfluss bieten und da haben wir mit Faakmarwin genau die richtige Band für uns gefunden“, freuen sich die Organisatoren.

Traditionell wird beim Neuenkirchener Open Air etwas Besonderes geboten. Das Jonglage-Duo „Arco-Iris“ aus dem Frankenland wird um 21 Uhr ihr Können zeigen. Angekündigt wird eine Show mit 1000 Facetten aus Jonglage, Swinging, Devil Sticks und mehr .

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