1984er-Abitur-Jahrgang des Gymnasiums Sulingen feiert

35 Jahre „Abi“: Feiern wie in alten Zeiten

Der Jahrgang 1984 des Gymnasiums Sulingen genießt die regelmäßigen „Abi“-Treffen.

Sulingen – „Ist es schon wieder fünf Jahre her?“ Das war die mit Abstand meist gestellte Frage als die Abiturienten, Mitschüler und Freunde sowie das Lehrerkollegium des Jahrgangs 1984 des Gymnasiums Sulingen vom bewährten Organisationsteam, Olaf Schmidt und Olaf Kenneweg, zu einem sommerlichen Grillabend in Kastens Gasthaus nach Schmalförden eingeladen wurden.

40 „Ehemalige“ und ein Lehrer meldeten sich zum inzwischen 35-jährigen Revival an. Einige wohnen und arbeiten noch in der Region, aber viele leben inzwischen in ganz Deutschland verteilt. Neben der Nordachse Lübeck, Bremen und Hannover war die Rheinschiene Köln, Bonn und Leverkusen stark vertreten. Aber auch aus Berlin und Schwerin kamen zwei Schüler extra für diesen Tag angereist. Die weiteste Anreise mit über 500 Kilometern hatte eine Mitschülerin aus dem badischen Boxberg.

Auch ein ehemaliger Englisch-Lehrer ließ es sich nicht nehmen, bei der Feier dabei zu sein: „Mister Burton“ wird der US-Amerikaner Richard Burton noch immer respektvoll angesprochen. Olaf Kenneweg freut sich „Mister Burton ist eine treue Seele unserer Treffen. Er war nicht zum ersten Mal dabei. Es ist toll, wie interessiert er an uns allen ist und dass ich ihm im langen persönlichen Gespräch auch das eine oder andere Private entlocken durfte“. Eine ehemalige Schülerin freute sich besonders über sein Kommen: Im Unterricht verteilte Mister Burton gerne Schokoküsse für richtige Antworten. Bei einer besonders schweren Frage lockte er die Schüler gar mit einem ganzen Karton – hatte diesen aber einmal nicht dabei. Vor fünf Jahren erinnerte ihn die Ex-Schülerin an seine „Schulden“ – die er nun selbstverständlich beglich und ihr einen Karton voller Schokoküsse überreichte. Die Überraschung war ihm gelungen.

Je später der Abend, desto mehr wurde auch gescherzt. Zwei ehemalige Mitschülerinnen, schon seit dem Kindergarten miteinander befreundet und viele Jahre auch zusammen mit ihren Ehemännern und Kindern zusammen in Urlauben, überlegten, wie man jeweils Sohn und Tochter, beide seit kurzem beruflich bedingt in derselben Großstadt, miteinander „verkuppeln“ könne. Das sei doch sehr praktisch.

Aber auch die Eintragungen ins Gästebuch wurden mit zunehmender Stunde philosophischer. „Wünscht Ihr Euch auch, dass Ihr nochmals im Jahr 1984 seid? – Ich nicht. Jedes Jahr war toll. Die nächsten werden bestimmt auch gut, interessant und herausfordernd. JETZT ist super“, lautete ein Eintrag.

Die rund fünfmonatige Planungs- und Vorbereitungszeit sei mehr Freude als Arbeit gewesen, erklären die Organisatoren. „Ich habe allein im Vorfeld in den Telefonaten und E-Mails schon wieder so viel Neues, Lustiges, Schönes, Privates, aber auch Trauriges erfahren. Es macht immer enormen Spaß, alle fünf Jahre zu trommeln und die Ehemaligen zu motivieren, teilweise hunderte von Kilometern zu fahren, um dabei zu sein“, resümierte Kenneweg. Dementsprechend lange wurde gefeiert, aber das sei bei den 84ern immer so gewesen. Das letzte Gruppentaxi fuhr morgens um 4 Uhr zurück nach Sulingen.

Für die rechtzeitige Terminplanung hieß es: Am Samstag, 14. September 2024, steigt das achte Treffen des 84er-Jahrgangs. An gleicher Stelle. „Die Treffen haben dank des Ambientes in Schmalförden einen Wohlfühlfaktor, so als würde man Freunde zu Hause treffen.“

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