Jährliches Treffen der Musikzüge in Scholen / Stadt-Herelse Ausrichter / „Ein Termin, den man sich freihält“

„Fest ohne Spielmannszug ist nur ein halbes“

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Begeisterten: Die Oldies des Spielmannszuges Stadt-Herelse.

Scholen - Samstagabend, 21 Uhr, Gasthaus Brand in Scholen: „Und jetzt lasst uns einfach nur noch feiern,“ rief ein sichtlich zufriedener Vorsitzender Frank Klinge den an die 180 Gästen zu. Klinge ist Vorsitzender des Spielmannszuges Stadt-Herelse und genoss den Blick in den Saal: Die Spielleute aus den Sulinger Ortsteilen Stadt und Herelse waren in diesem Jahr Ausrichter des Treffens der Spielmannszüge des Sulinger Landes, deren Angehörigen nach drei Stunden offiziellem Programm Pauken und Trompeten in die Ecken stellten. DJ Ingolf musste sie nicht zweimal bitten, die Tanzfläche zu bevölkern.

Der offizielle Teil war kurzweilig: Einmarsch der Züge und Vorstellung durch Moderator Klinge, Grußworte, jeder Zug gab Kostproben seines Könnens. Highlight des Abends nach den Auftritten der Gastgeber, der Spielmannszüge aus Affinghausen, Kirchdorf und Varrel, des Jugendfeuerwehrzuges aus Wehrbleck, des Jugendspielmannszuges Schwaförden und der Marchingband „Sound of Sulingen“: Die Darbietungen der Oldies des Spielmannszuges Stadt-Herelse unter Stabführung des Ehren-Tambourmajors Manfred Hillmann. Selbst Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Kreiskönig Andreas Albers hielt es nicht mehr auf ihren Stühlen.

Zu Beginn des offiziellen Teils hatten Rauschkolb und Ralf Logemann, Vizepräsident des Schützenvereins Stadt-Herelse, das Engagement der Spielleute gewürdigt. Logemann mit Blick auf die Einsätze der Züge bei den örtlichen Schützenfesten: „Da gehört ihr einfach dazu. Ein Schützenfest ohne Spielmannszug – das ist nur ein halbes Schützenfest.“ Präsidentin Elke Nuttelmann, selbst im Spielmannszug Stadt-Herelse aktiv: „Wir spielen nicht, weil wir müssen, sondern, weil es Spaß macht.“ Britta Hillmann vom Jugendspielmannszug Schwaförden bestätigt das: „Ich bin jetzt seit 26 Jahren dabei und habe es noch keinen Tag bereut.“ Die 36-Jährige zu den jährlichen Spielmannszugtreffen: „Das ist ein Termin, den man sich einfach freihält. Es macht nur Spaß, mit Gleichgesinnten zu feiern.“

oti

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