Herausforderndes Szenario

Brand in Zimmerei Renzelmann in Scholen: Ortsfeuerwehren üben für den Ernstfall

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„Vermisste Personen“ und Gefahrstoffbehälter holten Kameraden unter Atemschutz aus der Werkstatt.

Scholen - Die Ortsfeuerwehren Scholen, Anstedt, Neuenkirchen und Cantrup sowie die „Elo-Gruppe“ (Einsatzleitung Ort) und die Technische Einsatzleitung wurden am Samstagmorgen um 8.41 Uhr alarmiert: Ein Brand im Zimmereibetrieb Renzelmann in Scholen war das Szenario einer gemeinsamen Einsatzübung.

„Aufgrund der Wohnbebauung dicht am Werkstattgebäude, in dem durch einen Kurzschluss an einer Hobelmaschine das angenommene Feuer ausbrach, und des prall gefüllten Holzschuppens nebenan wurde sofort die Alarmstufe F 2 ausgelöst“, berichtet Feuerwehrpressesprecherin Sonja Schoof. Zur „Story“ gehörte, dass der Besitzer vergeblich versuchte, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen, „ein aufmerksamer Nachbar sah die starke Rauchentwicklung und Flammen, die aus dem Dach schlugen, er setzte den Notruf ab. Gott sei Dank lediglich eine Übung, was die Feuerwehrkräfte erst vor Ort herausfanden – im Ernstfall hätte diese Lage eine echte Herausforderung für sie dargestellt“, so Schoof.

Für die Löschwasserversorgung hatten die Feuerwehrkräfte Leitungen aus zwei Unterflurhydranten aufgebaut. 

Zumal Scholens Ortsbrandmeister Bernd Eickhoff und dessen Stellvertreter Cord Hartau, gemeinsam mit Stefan Renzelmann, noch einige Schwierigkeiten ins „Drehbuch“ eingebaut hatten. Schoof: „Es stellte sich heraus, dass noch drei Personen vermisst werden und sich diverse Behälter mit Gefahrstoffen in der Werkstatt befinden. Personen und Behälter wurden von vier Trupps unter schwerem Atemschutz aus dem Gebäude geholt. Durch den windbedingten starken Funkenflug, ist ein in der Nähe befindliche Spänebunker in Brand geraten. Für die Wasserversorgung wurden Leitungen aus zwei Unterflurhydranten aufgebaut – der eine lag jedoch in einer Entfernung von gut 200 Metern entlang der Kreisstraße, die auch an einem Samstagmorgen recht stark befahren ist“, stellt Sonja Schoof fest. Daher richteten die Einsatzkräfte auch eine Verkehrssicherung ein. „Zudem liefen Kinder ,in Panik‘ wieder in die Werkstatt. Das sahen im letzten Moment Kameraden, die mit der Sicherung des Wohnhauses und der Wirtschaftsgebäude beschäftigt waren.“

Insgesamt 64 Feuerwehrkräfte waren bei der Übung unter Leitung von Bernd Eickhoff im Einsatz: „Das ist, bis auf ein paar Kleinigkeiten, sehr positiv gelaufen“, bilanziert der Ortsbrandmeister, dessen Dank vor allem Familie Renzelmann gilt, die das Gelände und die Gebäude zur Verfügung gestellt hat. Gemeindebrandmeister Gerd Scharrelmann und dessen Stellvertreter Cord Schünemann machten sich vor Ort ein Bild vom Ausbildungstand der Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Schwaförden.

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