Eiserne Hochzeit: Ruth und Albrecht Westermann 65 Jahre verheiratet

Haus und Garten halten fit

Ruth und Albrecht Westermann gehören zu den wenigen Ehepaaren, die auf 65 gemeinsame Ehejahre zurückblicken können.

Schweringhausen - Ruth und Albrecht Westermann gehören zu den wenigen Ehepaaren, die auf 65 gemeinsame Ehejahre zurückblicken können. Bei guter Laune und ebensolcher Gesundheit begingen sie jetzt in Schweringhausen das seltene Fest der Eisernen Hochzeit.

Albrecht (genannt Alfred) Westermann ist ein „Original-Schweringhäuser“. Er wurde am 9. April 1927 in seinem Elternhaus als zweitjüngster von neun Geschwistern geboren. Da sein Vater früh gestorben war, musste er schon während seiner Schulzeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Er übernahm Jobs in der Landwirtschaft, daneben half er, die eigene kleine Landwirtschaft zu versorgen. 1948 nahm er eine Stellung bei Wulferding in Wulferding an. Dort lernte er seine spätere Frau Ruth Assert kennen.

Die Braut, geboren am 20. Juli 1930, stammt aus dem schlesischen Kadlau / Kreis Neumarkt. Ihre Eltern waren ebenfalls in der Landwirtschaft tätig. Nach ihrer Schulzeit in Schönau und Ramfeldt begann sie eine landwirtschaftliche Ausbildung auf einem Lehrhof in Kertschütz, die sie kriegsbedingt nicht beenden konnte:

Im Januar 1945 verließ sie mit ihrer Mutter und den drei jüngeren Brüdern die Heimat. Mit Trecker und Wagen zogen sie ins Sudetenland, kehrten aber nach Kriegsende wieder zurück nach Ramfeldt.

Nach einem Jahr verloren sie ein zweites Mal ihre Heimat: Ihr Haus wurde beschlagnahmt. Über Uelzen und Diepholz kam Familie Assert nach Schweringhausen zu Familie Wilhelm Brand.

Auf dem benachbarten Hof Oetker arbeitete Alfred Westermann. Ihn lernte sie 1948 auf der „Kirmes“ in Schweringhausen näher kennen. Am 8. Juni 1951 feierten die Jubilare Hochzeit. Zunächst bewohnten sie ein Häuslingshaus von Familie Oetker, Mitte der 1950er Jahre pachteten sie eine kleine Hofstelle in der Kalten Zeit. 1959 bauten sie ihr Eigenheim in Schweringhausen „boven Damme“. Alfred Westermann wagte 1972 einen neuen beruflichen Anfang im Sulinger Kabelwerk, Ruth Westermann war von 1974 bis 1990 als Krankenpflegehelferin tätig.

Vier Kinder, drei Enkelkinder und zwei Urenkel sind der große Stolz von Alfred und Ruth Westermann. Als Geheimnis für ihre Fitness nennen sie die Arbeit in Haus und Garten, aber auch ihre vielseitigen Interessen und Kontakte.

Als „offizielle“ Gratulanten stellten sich ein Abordnung des DRK sowie Pastorin Silke Kuck und Ehrenburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher ein.  

mks

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