Bestseller-Autor Tim Pröse liest in Schmalförden

„Hauptberuflich war Jan Fedder Mensch“

Autor Tim Pröse hat Jan Fedder in dessen letztem Lebensjahr begleitet und mit ihm zusammen die Biografie „Jan Fedder. Unsterblich“ geschrieben.
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Autor Tim Pröse hat Jan Fedder in dessen letztem Lebensjahr begleitet und mit ihm zusammen die Biografie „Jan Fedder. Unsterblich“ geschrieben.

Schmalförden – Jan Fedder war ehrlich und direkt, er war kein Diplomat, aber hatte ein großes Herz für die Menschen. Wie kein zweiter verkörperte er „den Hamburger“ schlechthin. Autor Tim Pröse hat den am 30. Dezember 2019 verstorbenen Schauspieler in seinem letzten Lebensjahr begleitet und mit ihm zusammen seine Biografie geschrieben. Am Freitag, 12. November, ist Tim Pröse auf Einladung von „KulturGut Ehrenburg und umzu“ zu Gast bei Kastens in Schmalförden.

Jan Fedder kam am 14. Januar 1955 in Hamburg zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er am Hafen und auf dem Kiez von St. Pauli. Seine Milieustudien und das Beobachten von Menschen lernte er schon früh in der Hafenkneipe seiner Eltern. Hier gingen Matrosen, Taxifahrer, Huren und St. Paulianer ein und aus. Die Mutter, eine Tänzerin, brachte ihn zum Ballett und zum Schauspiel. Die Mischung aus angeborenem Schauspieltalent, großer Klappe und mutiger Durchsetzungsfähigkeit führte ihn schon mit 13 zum Film („Reisedienst Schwalbe“).

1981 verkörperte er den Bootsmann Pilgrim im Welterfolg „Das Boot“. 28 Jahre spielte er Dirk Mathies im „Großstadtrevier“ so authentisch und echt, als wäre ihm die Rolle auf den Leib geschneidert. Bleibend in Erinnerung ist er als Bauer Kurt Brakelmann der Serie „Neues aus Büttenwarder“. Rund 650 Filme hat Jan Fedder in seiner Karriere gedreht. Die Schauspielerei war sein Leben, „aber hauptberuflich war er Mensch“, so Pröse. „Sein Tod versetzte Hamburg in einen Ausnahmezustand: tiefe Trauer um einen unvergessenen, einzigartigen Menschen mit Ecken und Kanten.“

Autor und Journalist Tim Pröse lebt in München. Er studierte Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie, war Chefreporter der „Münchener Abendzeitung“, schrieb als Redakteur des „Focus“ Reportagen und Portraits. In „Jan Fedder. Unsterblich“ erzählt der Schauspieler aus seinem Leben, aber auch seine Frau Marion, Freunde und Weggefährten kommen zu Wort. Kurz vor seinem Tod erreichte Jan Fedder das vollendete Manuskript. Die autorisierte Biografie landete nur drei Wochen nach dem Erscheinen auf Platz eins der „Spiegel“-Bestseller-Liste.

Die Veranstaltung – Lesung, Vortrag und Gespräch mit dem Publikum – beginnt um 20 Uhr. Geplant sind Auftritte des Shanty-Chors „Schmalver Buddelschippers“: Jan Fedder liebte Musik von der Waterkant. Anmeldungen mit Namen und Kontaktdaten sind unter Tel. 0 42 75 / 2 93 und per E-Mail (info@kulturgut-ehrenburg.de) möglich. Im Hinblick auf Corona gilt die 2-G-Regelung (Zutritt für Geimpfte und Genesene).

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