Es hagelt Absagen in Schwaförden / Veränderungen angedacht

Herbstfest mit Lücken

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Die Auktion stand im Mittelpunkt des Interesses.

Schwaförden - Rund 500 Euro kamen bei der Herbstfest-Versteigerung für die „Kleinen Jumpies“ des TSV Schwaförden zusammen – ein Ergebnis, dass dem Charme und dem Geschick von Auktionator Torsten Albers geschuldet war.

Das Stammpublikum kam zum Herbstfest, man hatte allerdings auf mehr Resonanz gehofft.

Dabei stand das Herbstfest unter keinem guten Stern: Bis auf die Landschlachterei Focke und die Firma REBO (Landmaschinen) hatten alle örtlichen Gewerbetreibenden abgesagt, die Lücken in den Reihen der Flohmarktbeschicker und Kunsthandwerker waren groß, das Ponyreiten fiel krankheitsbedingt aus. Auch die „Kleinen Jumpies“, die ursprünglich das Bühnenprogramm mitgestalten sollten, glänzten durch Abwesenheit. Ute Mohrmann, Tania Klasen-Schulz und Helmut Schulz, Ideengeber und Organisatoren der Veranstaltung, stand die Enttäuschung über die geringe Resonanz auf die sechste Neuauflage des Schwafördener Herbstfestes ins Gesicht geschrieben.

Anett Molyrier.

Zu den treuen Gästen, die das Rahmenprogramm gestalteten, gehörten die „Kleinen Plattschnacker“ aus Sudwalde und die Jagdhornbläser des Hegerings Brake. Für Minuten der Besinnung sorgte die Lyrikerin Anett Molyrier. Sie las aus ihren aktuellen Gedichtbänden „Wo der Wind die Moore küsst“ und „Powerfrauen küsst man gerne“. „Ich bin überrascht über die aufmerksamen Zuhörer – eigentlich ist Lyrik eher ein Frauenthema“, stellte die Ehrenburgerin fest. Abgestimmt auf die Auktion endete sie ihren Vortrag mit ihrem lyrischen Essay „Der Trödler“ (1992). Die Auktion stand erneut im Mittelpunkt des Interesses. Die Einwohner aus Schwaförden und „umzu“ hatten im Vorfeld antike und neuwertige, skurrile und nützliche Dinge gespendet: von einer kompletten Skiausrüstung über eine nostalgische Schreibmaschine und ein ebensolches Grill-Back-Center bis zu Gutscheinen für eine Massage mit Fango-Packung oder Eintrittskarten für das Sulinger Hallenbad. Torsten Albers lockte das Publikum aus der Reserve. Für den guten Zweck ließ sich mancher erweichen und nahm einen Staubfänger mit, den er nicht wirklich brauchte. „Wir haben viele schöne Sachen bekommen“, lobte Tania Klasen-Schulz die Spender der Auktionsstücke.

Ihr Dank galt auch den Helfern aus dem Freundes- und Familienkreis. Neben Moderator Marko Emmrich nannte sie das unermüdliche Team des Auktionshauses: Klaas Mohrmann, Konstantin, Konrad und Gregor Belke gehörten schon beim Aufbau zu den Aktivposten.

Ein voller Erfolg war die Afterwork-Party im Anschluss. „Wir haben schon überlegt, ob wir das Herbstfest auf ‚Auktion und Party' reduzieren“, sagte Ute Mohrmann in einer ersten Bilanz.

Im Gespräch sei auch, den Termin zu verlegen, um Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen zu vermeiden. „Wir werden auf jeden Fall dranbleiben“, sagte Ute Mohrmann. Mut hätten die schwerpunktmäßig aus Mallinghausen kommenden Stammgäste gemacht.

mks

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