Globetrotter in Sachen Basketball

Zum Spielen nach Finnland – zum Schauen nach China

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Die Ü 50-Mannschaft, mit der Achim Hollmann (2. von rechts, stehend) in Finnland bei der Fimba-Maxibasketball-Weltmeisterschaft teilnahm.

Schwaförden – Achim Hollmann hat schon eine Menge von der Welt gesehen – wobei der 52-jährige Schwafördener das Reisen gern mit seiner Leidenschaft für Basketball verbindet. Die Weltmeisterschaftsspiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgte er 2002 in den USA, 2006 in Japan, 2010 in der Türkei – und jetzt in der Volksrepublik China. Zuvor hatte der Mitarbeiter der Schwafördener Samtgemeindeverwaltung allerdings selbst einen Einsatz mit dem Bundesadler auf dem Trikot: Mit einem von vier Ü 50-Teams des Deutschen Basketball Bundes nahm er an der Maxibasketball-Weltmeisterschaft des Verbandes Fimba in Finnland teil.

Schon bei der „Quali“ dafür, der EM 2018 in Slowenien, war Hollmann mit von der Partie (wir berichteten). „Diesmal haben wir ein norddeutsches Team gebildet. Angenehm für die Vorbereitung: Wir hatten ein Trainingslager in Brinkum. Also, ein Tag an Pfingsten – mehr kann man nicht machen, weil die Leute schlecht terminlich unter einen Hut zu bringen sind.“ In Brinkum war Achim Hollmann, wie drei seiner Mannschaftskollegen, früher in der Oberliga aktiv. Ein Tag zur Vorbereitung auf eine WM? „Wir haben ja alle schon mal gespielt. Man beschäftigt sich ein bisschen mit der Taktik, studiert Laufwege ein.“

Maxibasketball bezeichnet das Spiel von Basketballern, die aufgrund ihres Alters nicht mehr am Regelspielbetrieb ihrer Verbände teilnehmen. Wie schon in Slowenien musste Achim Hollmann in Espoo, nahe Helsinki, feststellen, dass manche Nationen Ex-Profis auf Korbjagd schicken. „Wir haben die Vorrunde erfolgreich überstanden, zwei Siege, eine Niederlage. Im Achtelfinale ging es gegen Mexiko I – wir haben 102 zu 40 verloren. Einer der Ex-Profis in dem Team hat mal in der NBA gespielt.“ Gegen eine andere deutsche Mannschaft gewannen, gegen Puerto Rico verloren Hollmann und Mitstreiter, machten den elften beziehungsweise zwölften Platz, „das wurde nicht mehr ausgespielt.“

Abseits der Sporthallen verbrachte das Team unter anderem einen Abend im Ferienhaus eines Mannschaftskollegen, „an einer Bucht, mitten in der Natur.“ Einen spielfreien Tag nutzten die Basketballer für einen Ausflug per Fähre zu Estlands Hauptstadt Tallinn: „Die Altstadt mit vielen Gebäuden aus dem Mittelalter gehört zum Weltkulturerbe. Sehenswert“, versichert Hollmann. „Aber auch eine ,Touristenfalle‘, es gibt dort sehr viele Souvenirläden.“

Zwei Wochen nach seiner Rückkehr brach Hollmann ins „Reich der Mitte“ auf. Schon die Anreise mit anderen Basketballfans gestaltete sich abenteuerlich: Beim Inlandsflug von Peking zum WM-Austragungsort Shenzhen „fingen wir auf halber Strecke an zu kreisen: In Shenzhen gab es einen Taifun. Irgendwann war der Sprit alle, und wir mussten auf einem kleinen Flughafen in der Pampa zwischenlanden...“ In Shenzhen funktionierten, aufgrund der Nähe zu Hongkong, teilweise die sozialen Medien noch – „Wir waren danach in Shanghai, dort wurde so ziemlich alles im Internet blockiert.“ Dazu flächendeckende Kameraüberwachung: „Es ist eines der sichersten Länder der Welt. Tja, warum wohl. Schmierereien in der U-Bahn gibt es in China nicht. Da stehen auch nicht zwei Polizisten, sondern 20, kontrollieren die Tickets. Und ein Pass reicht nicht, die Fingerabdrücke werden gescannt. Es ist irgendwie befremdlich.“ Allerdings: „Alle Taxen und Busse haben Elektroantrieb.“

Das deutsche Nationalteam machte den 18. Platz, „dadurch darf es noch an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele teilnehmen.“ Wo das sein wird, steht noch nicht fest. Achim Hollmann überlegt: „Falls es in einem Land ist, in dem ich noch nicht war – Panama, zum Beispiel – wäre ich gerne dabei.“

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