Nachfrage in der Samtgemeinde Schwaförden steigt

Gesucht: Platz für Traumhäuser

In Neuenkirchen gibt es mit dem Bereich „Am dicken Sünder“ wieder zwölf Bauplätze, der Bereich könnte erweitert werden, auf dann 30 Areale.
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In Neuenkirchen gibt es mit dem Bereich „Am dicken Sünder“ wieder zwölf Bauplätze, der Bereich könnte erweitert werden, auf dann 30 Areale.

Schwaförden – Das Traumhaus – wo soll es stehen: am Strand oder in der Samtgemeinde Schwaförden? Die Nachfrage nach Bauplätzen in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde ist angestiegen. So stark, dass sich die Gemeinderäte mit der Ausweisung von neuen Wohngebieten befassen müssen. Und das umfasst mehr als nur eine Weide suchen und darauf Bauplätze abstecken.

Der Reihe nach. Affinghausen: Drei Bauplätze (625, 629 und 717 Quadratmeter groß) stehen noch zur Auswahl, zum Preis von 31 Euro pro Quadratmeter. Ob der vorliegenden Nachfragen kreisen die Gedanken hier bereits darum, wo ein neues Baugebiet ausgewiesen werden könnte. Laut Bauamtsleiter Achim Hollmann stehen hier bereits mögliche Bereiche in der Vorauswahl. Eines würde man gerne festlegen – allein der Eigentümer hat Preisvorstellungen, die jenseits dessen liegen, was die Gemeinde bereit ist zu zahlen.

Welche Fläche kriegen wir zu welchem Preis? Das fragen sich alle, nicht nur der Rat in Affinghausen. Und die Antwort ist eine der wichtigsten, denn letztlich entwickelt sich daraus der Quadratmeterpreis. Oft genug sei das ein „politischer Preis“, sagt Achim Hollmann. Was ist das? Anschaffungskosten, Erschließungskosten – Hollmann zählt auf, was alles einberechnet werden müsste. Oft genug aber würde Politik, also der Gemeinderat, den Preis, der sich daraus ergebe, verwerfen, als „zu teuer“. Der Wunsch der Kommunalpolitiker sei, attraktive Preise zu bieten. Und der liege dann oft unter dem, was eigentlich verlangt werden müsste. „Die Gemeinden zahlen oft drauf, um Interessierte anzulocken“, erklärt Hollmann.

Blockwinkel: Lange rührte sich hier nichts, freie Bauplätze waren da, aber niemand, der ein Haus darauf setzen wollte. Das hat sich zwischenzeitlich geändert, auch in Scholen ist derzeit kein freier Platz im Angebot. Gleiches gilt für Sudwalde. Allein in Schwaförden wäre noch ein 558 Quadratmeter großes Areal frei, das noch nicht vorreserviert ist.

In allen Gemeinden wird über die Bauentwicklung nachgedacht: Wo ließe sich ein Wohngebiet anschließen? Wie ist es zu erschließen? Beispiel Blockwinkel: Hier wäre eine Weiterentwicklung eines bestehenden Baugebietes eine relativ problemlose Entscheidung, denn der Bereich sei, laut Achim Hollmann, bereits „überplant“. Das heißt, als mögliches Baugebiet dargestellt – allein mit dem Eigentümer der Fläche müsste der Rat sich einigen, würde er sich für diese Fläche entscheiden.

Anders die Situation in Neuenkirchen. „Am dicken Sünder“ heißt das Baugebiet mit derzeit zwölf Bauplätzen im Angebot – und einer Nachfrage, die deutlich höher liegt. Das Gebiet könnte in westliche Richtung vergrößert werden, dann stünden über 30 Bauplätze zur Verfügung. Hier vermarktet die Gemeinde nicht selber, sondern die Kreissparkasse.

Auch in Ehrenburg sind alle Bauplätze im Gebiet „Nienabers Mühle“ vergeben: Im September 2017 fiel der Startschuss, die Bauherren haben ihre Bauträume hier entweder verwirklicht oder stehen in den Startlöchern.

Ideen für weitere Bauplätze habe der Gemeinderat auch bereits entwickelt, berichtet Hollmann. Es gebe Stimmen, die für ein neues Baugebiet sprechen, andere schlagen vor, dass die Ortsteile der ländlichen Kommune Ehrenburg mit einer Innenbereichssatzung versehen werden.

Derzeit gelten für Gebiete wie Öftinghausen, Sudbruch und Teile von Stocksdorf die Vorgaben und Auflagen einer Außenbereichssatzung. Würden die Areale als Innenbereich angesehen, wäre es etwa möglich, Wohnhäuser auf leer stehenden alten Gehöften neu zu bauen. Und: Grundsätzlich würden die Grundstücke anders, besser, bewertet.

Was in größeren Gemeinden und Städten als Leerstandsentwicklung im Auge behalten wird, könnte hier genauso gelten für jene Gehöfte, die eben nicht mehr bewirtschaftet werden.

Grundsätzlich gelte es, genau zu prüfen, was möglich ist: Nicht überall wurde die Landwirtschaft aufgegeben. Ist die noch aktiv, ist die Geruchsemmission ein Thema bei der Platzierung von neuen Häuslebauern neben tradierter Stallwirtschaft.

Von Sylvia Wendt

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