Neues Baugebiet in Affinghausen

Gemeinde erschließt es selbst

Affinghausen - Die Gemeinde selbst übernimmt die Erschließung des neuen Wohnbaugebietes „Zum Oberdorf“ in Affinghausen – und die soll baldmöglichst beginnen, teilt stellvertretender Gemeindirektor Achim Hollmann aus dem nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am Dienstagabend im Jugend- und Sporthaus mit.

Keiner der angesprochenen möglichen Erschließungsträger habe Interesse an dem Projekt gezeigt, nun wird es in Eigenregie angegangen. Im kommenden Jahr werde der Rat dann für den Baugrund einen „politischen Preis“ festlegen, formuliert es Hollmann. 14 Bauplätze sind vorgesehen.

Hinweise, die gegebenenfalls in die Planunterlagen aufgenommen wurden, aber keinerlei Bedenken seitens der Einwohner und der Träger öffentlicher Belange ergab das Beteiligungsverfahren: Die Ratsmitglieder beschlossen im öffentlichen Teil ihrer Zusammenkunft den Bebauungsplan „Zum Oberdorf“ als Satzung.

Keine Kreditaufnahme geplant

Die Erschließungskosten finden sich bereits im Haushaltsplan 2018 der Gemeinde Affinghausen, dem die Ratsmitglieder ebenfalls einstimmig grünes Licht gaben. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer nach Gewerbeertrag sind unverändert auf jeweils 340 vom Hundert festgelegt, eine Kreditaufnahme ist nicht geplant. Für die Oberflächenentwässerung im neuen Baugebiet, inklusive des erforderlichen Regenrückhaltebeckens, sind 114.000 Euro veranschlagt, für den Straßenbau 155.300 Euro. 

Investiert werden laut Haushaltsplan ferner 41.500 Euro in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel (hier erwartet die Gemeinde 9 800 Euro an Fördermitteln), 4.000 Euro für die Ersatzbeschaffung eines Spielgerätes für den Spielplatz im Baugebiet „An der Sudwalder Straße“ sowie 4 500 Euro für die Förderung des Breitbandinternetausbaus unter Federführung des Landkreises. Insgesamt schlagen 310.000 an Investitionskosten zu Buche, denen einen Finanzmittelüberschuss in Höhe von 59.300 gegenübersteht. Das Defizit von 250.900 Euro lässt den Bestand an liquiden Mitteln planerisch auf 32.324 Euro zum Ende des Haushaltsjahres 2018 sinken. Die Gemeinde ist annähernd schuldenfrei, steht mit insgesamt 658 Euro „in der Kreide“. Zum Vergleich: Im Landesdurchschnitt beläuft sich der Schuldenstand auf 175 Euro – pro Einwohner. - ab

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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