„Benny & the Stuntmen“ bei Kastens in Schmalförden / 350 Gäste folgen Einladung von „KulturGut Ehrenburg und umzu“

Gastspiel mit rund 200 Jahren Bühnenerfahrung

„Benny & the Stuntmen“ – Seit ihrem Revival vor 20 Jahren ist die Kultband im Zweijahres-Rhythmus im Gasthaus Kastens in Schmalförden zu Gast. - Fotos: Kurth-Schumacher

Schmalförden - Ihre ganz großen musikalischen Erfolge feierten „Benny & the Stuntmen“ in den 1960-er und 1970er Jahren. Seit ihrem Revival vor 20 Jahren ist die Kultband im Zweijahres-Rhythmus im Gasthaus Kastens zu Gast. Auch wenn ihre Luftsprünge weniger spektakulär ausfallen als noch vor einem halben Jahrhundert: Die grauen Eminenzen haben nichts von ihrem Charme eingebüßt.

Manfred „Luffe“ Thelen (Gesang), Günther Janssen (Gitarre); Gerd Becker (Bass), Horst Wiesch (Schlagzeug) und „Youngster“ Nils Wiesch (Gitarre) werfen gemeinsam rund 200 Jahre Bühnenerfahrung in den Ring, entsprechend sind sie mit allen Wassern gewaschen. Am Samstagabend mobilisierten sie noch einmal alle Reserven. Die 350 Gäste, unter ihnen frühere Wegbegleiter der Generation 60plus, aber auch erfreulich viele „Nachwuchs-Luftgitarren-Spieler“ wussten dieses Engagement zu schätzen.

Die Plattschnackers brachten sich mit einem musikalischen Sketsch in das Programm ein.

Das Konzert, traditionell Treffpunkt für Freunde der Rockmusik und Bekannte der ehemaligen Sulinger Musik-Szene, war eine Kooperationsveranstaltung von „KulturGut Ehrenburg und umzu“ und dem Gesangverein Schmalförden, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum beging. Explizit hatte der Jubiläumsverein Vertreter der örtlichen Vereine zu der Veranstaltung eingeladen. Sie wurde eine originelle Mischung aus Konzert, Klassentreffen, Dorffest und Tanz-Party. Die Mitglieder des Gesangvereins bestritten anlässlich des Jubiläums selbst das Vorprogramm. Klaus Bochow (KulturGut), Hans-Jürgen Schumacher (Gemischter Chor), Holger Lange (Plattschnackers) und Fritz Kastens (Buddelschippers) stellten die Sparten vor, bevor diese selbst in Aktion traten. Die Plattschnackers brachten sich passend zum Anlass mit einem musikalischen Sketsch ein. Ausgestattet mit den richtigen „Hilfsmitteln“ schmetterten das „neije Leed vun Herrn Pastor sien Kauh“ unter der Leitung von Ira Brinkmann am Ende fehlerfrei.

Der Gesangverein und die Buddelschippers (Leitung: Inge Nickel) präsentierten einige Songs aus ihrem Repertoire. Sporadisch wurden sie verstärkt von den „Stuntmen“, die an diesem Experiment sichtlich Spaß hatten. Der Queen-Klassiker „We will rock you“, bei dem der Chor zum Soloauftritt von Nils Wiesch Rhythmus und Backgroundgesang lieferte, war quasi Motto des Abends: „Wir werden´s euch zeigen“. Die Band genoss es, wieder einmal im Rampenlicht zu stehen und regelrecht abgefeiert zu werden, die Besucher nutzten die seltene Gelegenheit, ausgiebig zu „rocken“: Der Tanzboden war von ersten bis zum letzten Stück rappelvoll.

„Ihr habt teilweise besser getanzt als ich gesungen“, frotzelte Luffe Thelen vor dem Zugabenteil, bei denen die Band und ihre Fans – Alter: zwischen 20 und 80 – in punkto Motivation noch einmal um die Wette eiferten. Ein schöner Abend. 

mks

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