Fragen zur künftigen Grundschulstruktur der Samtgemeinde Schwaförden offen

Infos sind nicht öffentlich

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Mediengruppe Kreiszeitung

Schwaförden - Von Sylvia Wendt. „Künftige Grundschulstruktur in der Samtgemeinde Schwaförden“ hieß der Tagesordnungspunkt, doch zu genau diesem Thema gab es in der öffentlichen Sitzung am Mittwochnachmittag keine Informationen. Leider. Vielleicht ja bei der nächsten öffentlichen Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Schwaförden.

Das Thema aber hatte etliche Eltern und Lehrer ins Rathaus nach Schwaförden fahren lassen – das Thema Schule ist immer ein emotionales. Das ist allen Beteiligten bekannt. Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker indes gab kaum mehr bekannt, als dass sich der Samtgemeinderat für den Erhalt beider Standorte, Scholen und Sudwalde, ausgesprochen habe.

Doch was bedeutet das? Einerseits habe man einen Standort mit Sanierungs- und Anbaubedarf, andererseits einen Standort, der Platz hätte, sagte Denker, ohne die Standorte zu benennen. Eigentlich aber sei an beiden Standorten stetig investiert worden, hieß es aus den Reihen der Zuschauer.

Klar sei, dass Handlungsbedarf nötig sei, man werde künftig deutlich weniger Kinder beschulen müssen. Wie genau die aber nun auf die Standorte aufzuteilen man beabsichtigt – dazu gab es am Mittwoch keine Informationen. Auch nicht zu den Entwicklungszahlen der Schüler für die nächsten Jahre. Wie viel Raumbedarf ist künftig an welchem Standort zu berechnen? Noch gibt es darauf keine Antworten, die öffentlich kommuniziert werden.

Gespräche mit Lehrern beider Schulen sowie mit Eltern stehen jetzt an und sollen ohne Öffentlichkeit geführt werden. Bis zum Schuljahresbeginn 2016/2017 allerdings soll eine Lösung gefunden werden, so Denker auf Nachfrage dieser Zeitung.

Die letzte Schulstrukturdiskussion in der Samtgemeinde wurde 2004 geführt. Das Ergebnis war der Zusammenschluss der Grundschulen Ehrenburg, Schwaförden und Scholen am Standort Scholen. Es hatte damals heftige Diskussionen gegeben aufgrund der Schließungen der Grundschulen in Ehrenburg und Schwaförden. Die Oberschule ist jetzt mit Standorten in beiden Ortschaften vertreten.

Hans-Jürgen Schumacher, Schulleiter in Ehrenburg und als Zuschauer am Mittwoch vor Ort, sagte in der Sitzung, dass es mehrere Modelle gäbe. Er wünsche sich eine Diskussion, „so sachlich, wie möglich.“

Andernorts besteht die gleiche Problematik hinsichtlich der Schulstandorte und sinkender Schülerzahlen. Mögliche Vorschläge aus diesen Diskussionen, die demnächst auch in der Samtgemeinde Schwaförden eingebracht werden dürften – wenn beide Standorte erhalten bleiben sollen: 1. Eine Veränderung der Einzugsbereiche der beiden Schulen, sodass ein Teil der Schüler dem anderen Standort zugerechnet wird. 2. Die verwaltungstechnische Zusammenlegung beider Grundschulen, mit einem Standort als Außenstelle. Wie dann allerdings die Lehrerstellen aufzuteilen sind, wirft ein neues Problem auf: Wenn Lehrer pendeln müssten zwischen Scholen und Sudwalde, weil die Unterrichtsversorgung es erforderte. Unterricht zu halten an beiden Standorten scheint bei einer Entfernung von elf Kilometern zwischen beiden Ortschaften, zum Teil über die stark befahrene Bundesstraße 61, aus zeitlichen Gründen kaum leistbar.

Die nächste öffentliche Sitzung des Schulausschusses ist für Mittwoch, 16. November, 16 Uhr, terminiert.

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