Firma Schröder: Vom Lohnunternehmen zum Multi-Dienstleister / Jubiläum im Juli

50 Jahre immer in Bewegung

Ein Teil der 89 Mitarbeiter der Firma Schröder und der Tochterfirmen im Jubiläumsjahr.
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Ein Teil der 89 Mitarbeiter der Firma Schröder und der Tochterfirmen im Jubiläumsjahr.

Blockwinkel - Zählt man die von der Unternehmensgruppe Schröder im Scholener Ortsteil Blockwinkel angebotenen Leistungen auf, bekommt man gefühlt ein halbes Branchenverzeichnis zusammen: Erd-, Pflaster- und Kanalarbeiten, Abbruch und Rückbau, Transporte, Kompost- und Recyclingtechnik, Kleinkläranlagenbau und -wartung... „Ich bin auch noch Nebenerwerbslandwirtin“, ergänzt die heutige Firmeninhaberin Andrea Goldmann lächelnd die Liste. „Hauptsächlich Mais- und Rübenanbau für unsere Biogasanlagen.“ In der Landwirtschaft liegen auch die Wurzeln der Firma Schröder, die ihre Eltern, Horst und Ursula Schröder, vor 50 Jahren gründeten. „Sie haben einen Mähdrescher gekauft und dann in Lohn gedroschen – mein Vater war draußen auf dem Feld im Einsatz, meine Mutter im Büro.“ Horst Schröder stammt aus der Spediteursfamilie Schröder, arbeitete auch in der Spedition in Sulingen, bis er sich am 1. Juli 1964 auf einer gepachteten Hofstelle in Blockwinkel selbstständig machte. Schritt für Schritt wurde das Lohnunternehmen ausgebaut. 1972 wurden die ersten beiden Mitarbeiter eingestellt, 1975 erwarb Horst Schröder den ersten Bagger, „da begannen wir mit Erdarbeiten und Tiefbau.“ Das zwischenzeitlich erworbene Grundstück eines ehemaligen Landhandels bot genug Platz für die Expansion – und den Bau des Wohnhauses, das die Familie 1977 bezog.

„Langsam kam immer mehr dazu: Winterdienst, wir haben angefangen, Kleinkläranlagen zu bauen und die Abfuhr von Fäkalschlamm übernommen. 1980 der Bereich Komposttechnik und Recycling: Den ersten mobilen Holzschredder dafür haben wir selbst gebaut“, berichtet Andrea Goldmann. „1989 erfüllte sich mein Vater mit der Anschaffung des ersten Lkw einen Herzenswunsch, für ihn eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.“ Zunächst ging es um Transporte für das eigene Bauunternehmen, „dann kamen Jahr für Jahr mindestens zwei Lkw hinzu. Heute transportieren wir so ziemlich alles, was auf der Straße bewegt wird, von großen Spezialbetonteile für Baufirmen über Futtermittel bis zu Palettenwaren.“ Andrea Goldmann war seit 1990 intensiv am Ausbau und der Umstrukturierung des Unternehmens beteiligt. 1995 erwarb die Firma eine mobile Bauschuttbrecheranlage für den Bereich Abbruch und Entkernung, Asbestsanierung, „so kann der anfallende Bauschutt verarbeitet und vor Ort für den Unterbau verwendet werden.“

Mit der Gründung der ersten Tochterfirma 1998, „Schröder & Goldmann GmbH“, wurde hier der Bereich Tiefbau, Erd-, Kanal- und Pflasterarbeiten konzentriert. Die zweite, „Goldmann Bioenergie GmbH & Co. KG“, entstand mit dem Bau der ersten von zwei Biogasanlagen 2006 – im Jahr davor gab man den landwirtschaftlichen Lohnbetrieb auf.

2010 übernahm Andrea Goldmann die Firmengruppe, die heute 89 Mitarbeiter hat. Ihr Vater unterstützt sie weiterhin, im Baubereich. Ihre Schwester, Martina Müller, arbeitet im Büro, „und meine Söhne werden auch schon eingespannt“, lacht Andrea Goldmann. Als wesentlichen Erfolgsfaktor der Unternehmensgruppe sieht sie das Team: „Wir haben gute Mitarbeiter, die auch flexibel in den unterschiedlichen Bereichen arbeiten können.“

Das Jubiläum wird am Freitag, 4. Juli, mit geladenen Gästen und am Samstag, 5. Juli mit einem „Tag der offenen Tür“ und abends einer Mitarbeiter-Party gefeiert.ab

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