Angebot des Evangelischen Kreisjugenddienstes

Ferienfreizeit im Sulinger Land: „Das ist ja hier viel cooler“

Eine Gruppe von jungen Menschen sitzt in der Sonne an Tischen und bemalt Stofftaschen.
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Der „Kreativtag“ bot den Teilnehmern verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Schmalförden – Eine Sommerwoche verbringen bei einer Ferienfreizeit des Evangelischen Kreisjugenddienstes des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz? Das ist nichts Neues – neu ist dagegen, dass in diesem Jahr nicht das Ausland Ziel ist, sondern das Sulinger Land. „In dieser Form gab es das noch nie“, sagt Kreisjugendwartin Rielana Sundermeier, Diakonin in Sulingen, die seit 2014 das Angebot begleitet.

Sonst sei die Freizeit immer abwechselnd in Schweden und Italien, einmal auch in Frankreich veranstaltet worden. Auch für diesen Sommer sei bereits ein Haus gebucht gewesen, was aber aufgrund der unklaren Pandemie-Situation Anfang des Jahres gecancelt werden musste. „Wir haben uns aber alle auf eine Freizeit gefreut – also haben wir gesagt: Wir ziehen es auch durch.“ Gemeinsam im Team sei überlegt worden, was die Alternative zu einer Auslandsfreizeit sein könne, und so sei dieses Modell entstanden.

Ort des Geschehens ist überwiegend das kirchliche Gemeindehaus in Schmalförden. Dort standen am Dienstag kreative Angebote wie das Gestalten von Textilien auf dem Programm. Am Montag habe die Gruppe den Tag mit Sportspielen beim Kirchdorfer Gemeindehaus verbracht, zum Abschluss am Samstag gebe es eine Kanutour auf der Großen Aue mit einem gemeinsamen Essen hinterher. „Alle sind sehr entgegenkommend“, betont die Diakonin, „und man merkt, dass sie dankbar sind, dass wir etwas für Jugendliche anbieten.“

Farbenfrohe Kunstwerke entstanden auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus.

Allerdings habe es nur eine sehr kurze Vorlaufzeit gegeben, denn „wir mussten abwarten, was möglich ist.“ Daher hätten sich die Jugendlichen nicht, wie sonst, bereits ab November anmelden können, sondern erst im Juli. Weil dann aber schon viele Urlaube gebucht gewesen seien, habe sich das auf die Zahl der Teilnehmer ausgewirkt: Während üblicherweise die Gruppe aus 33 Jugendlichen und sieben Betreuern bestehe, seien es in diesem Jahr 13 Teilnehmer im Alter von 14 bis 34 Jahren, überwiegend aus dem Sulinger Land.

Dass die Freizeit sich in der Heimatregion abspielt, ist aber kein Nachteil, ganz im Gegenteil: „Das ist ja hier viel cooler“, bekräftigt Paula (18) aus Neuenkirchen. „Bis jetzt hat es hier viel Spaß gemacht“, bestätigt auch Alina (14) aus Sulingen, und es sei ja auch nicht so weit zu fahren. Wichtig sei, miteinander etwas machen zu können, findet Merle (14), ebenfalls aus Sulingen: „Mal rauskommen, etwas anderes sehen.“ „Im Fokus steht die gemeinsame Zeit“, sagt Mitorganisatorin Yvonne Ahrens aus Neuenkirchen, „man muss gar nicht wegfahren.“ Zwar sei es schön, mal wegzufahren, „aber wir lernen gerade das zu schätzen, was wir hier vor Ort haben“, fügt Rielana Sundermeier hinzu.

Heimatnähe erleichtert die Organisation

„Wir haben ein buntes Programm, das allen viel Spaß macht, auch unter Coronabedingungen.“ Die seien aber für alle Teilnehmer in Ordnung. Oft würden sie die Masken weiter tragen, weil vergessen werde, sie abzunehmen.

Organisatorisch sei die Freizeit vor der Haustür auch eine Erleichterung: „Wir haben natürlich einen Plan, aber wenn etwas fehlt, kann man es rasch besorgen – wir sind flexibler.“ Was vor einer Auslandsreise nicht mit eingepackt worden ist, lasse sich nicht so einfach ersetzen.

Noch keine Entscheidung über erneute Freizeit vor Ort

Ob dagegen auch in Zukunft noch einmal eine Freizeit im Sulinger Land angeboten wird, bleibe abzuwarten. „Das müssen wir künftig entscheiden: Entweder fahren wir bewusst weg oder wir bleiben bewusst vor Ort“, sagt die Diakonin. Um zwei Freizeiten pro Jahr anzubieten, habe der Kreisjugenddienst nicht genügend Kapazitäten, allenfalls eine zusätzliche Tagesveranstaltung sei denkbar. Wohin auch immer 2022 die Reise gehen soll, Alina und Merle wollen dabei sein: „Wenn wir Zeit haben, fahren wir gerne wieder mit“, sagt Alina.

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