Schüler erhalten Einblicke in den Arbeitsalltag

Oberschule in Ehrenburg: Expertengespräch über Berufe

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Sanitäter Sebastian Trettin stellte den Oberschülern in Ehrenburg seine Arbeit vor. 

Ehrenburg - „Dein Wert liegt im unteren Grenzbereich, die Schule geht heute für dich aber trotzdem weiter“, scherzte Sebastian Trettin mit einer Oberschülerin, die sich für die Blutzuckermessung im Rahmen eines erweiterten Basis-Checks einer Notfalluntersuchung zur Verfügung gestellt hatte. Auch das Beatmungsgerät aus dem Notfall-Equipment führte der Sanitäter am „lebenden Objekt“ vor – Unterricht einmal anders.

Sebastian Trettin und seine Kollegen Klaus Hische und Theres Mattke von der DRK-Rettungswache Sulingen waren am Dienstagvormittag im Rahmen der „Expertengespräche“ Gäste an der Oberschule in Ehrenburg, um den Schülern einen Einblick in ihren Berufsalltag zu geben. Und ihren Arbeitsplatz hatten sie gleich mitgebracht. Am Ende hatten die Schüler eine vage Vorstellung davon, wie und wann Notfallkoffer, Beatmungsgerät, Vakuum-Matratze und Infusionsflasche zum Einsatz kommen und erfahren, warum ein Notfallsanitäter keine geregelten Arbeitszeiten hat, sein Beruf aber dennoch spannend und erfüllend ist.

Eine interessante berufliche Perspektive ganz anderer Art eröffnete Thomas Wolter (Agentur Wolter, Sulingen) Schülern mit Mittlerer Reife. Neben guten Zeugnisnoten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik erwarte man von Bewerbern für einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter vor allem Teamfähigkeit, die Berufsaussichten seien in der aufstrebenden Branche „sehr gut“.

Weitere Experten ihrer Berufsfelder waren Sebastian Ziebell (Leymann Baustoffe, Sulingen), Björn Lipfert (Aktivcenter Dinklage), Christian Kallies (Bäderbetriebe Stadt Sulingen), Marion Schierbaum (Landkreis Diepholz), Thorsten Weniger (Dach- und Fassadenbau Weniger, Twistringen) und Bezirksschornsteinfeger Mario Hiddemann, Rehden. Sie informierten über Ausbildung, Arbeitsmarktchancen und Verdienstmöglichkeiten in ihren Berufen, erklärten das Bewerbungsverfahren und gaben Tipps für den Auftritt beim Vorstellungsgespräch.

„Die jährlich stattfindenden Expertengespräche sind Teil des schulischen Angebots zur Berufsfindung für Hauptschüler der Jahrgänge 8, 9 und 10 sowie für Realschüler der 9. und 10. Klassen“, erklärte Schulsozialpädagogin Ingrid Langkau. Die Unterstützung der Schüler bei der beruflichen Orientierung ist einer ihrer Arbeitsschwerpunkte.

Die Expertengespräche hätten sich im Rahmen der Berufsfindung bewährt, betonte Ingrid Langkau. Sowohl Schüler als auch Arbeitgeber profitierten von diesen Kontakten: „Wir haben über diese Veranstaltung Praktikumsstellen adäquat besetzen können, der eine oder andere Schüler hat darüber sogar einen Ausbildungsplatz gefunden.“ In der Regel sei die Veranstaltung für viele Unternehmen auch deshalb ein Gewinn, weil sie aktiv auf der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften seien. 

mks

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