Graben mimt den Jordan

Erstes „Tauffest mit nassen Füßen“ in Kirchengemeinde Sudwalde

Sieben Familien mit ihren Täuflingen bat Pastorin Sandra Kopmann in den Graben.
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Sieben Familien mit ihren Täuflingen bat Pastorin Sandra Kopmann in den Graben.

Sudwalde – Neun Kinder im Alter zwischen vier Monaten und 13 Jahren wurde am Sonntag feierlich in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Das Besondere: Es war das erste „Tauffest mit nassen Füßen“ in der Kirchengemeinde Sudwalde.

175 große und kleine Besucher verfolgten den Open-Air-Gottesdienst auf dem Gelände am Sudwalder Graben. Die Taufe in einem Fließgewässer sei „urchristlich“, erklärte Pastorin Sandra Kopmann (Bassum/Nordwohlde) und erinnerte an Jesus’ Taufe im Jordan: „Mit dem Wasser geht alles unter, was uns von Gott trennt.“ Im Anschluss bat sie die sieben Familien mit ihren Täuflingen und deren Paten in den Sudwalder Graben. „Gottes Gegenwart ist euch ein Leben lang versprochen“, sagte sie nach dem feierlichen Akt, mit dem sie Jesko, Jarno, Finn Louis, Mia Marie, Nora, Lars, Tomma, Leonie und Bahne in der Gemeinde willkommen hieß.

Nicht nur für die Täuflinge, sondern auch für die Gottesdienstbesucher war es eine besondere Stunde. Sie erlebten schöne Momente: Kinder, die die Segnung mit großem Respekt entgegennahmen, aber auch „quietschvergnügte“ Täuflinge wie den elf Monate alten Jarno, der das „Bad“ am liebsten ausgedehnt hätte. Der eine oder andere empfing den Segen in nasser Festkleidung. Einige wenige Gottesdienstbesucher nahmen das Angebot von Pastorin Kopmann an, zur Tauferinnerung in den Bach zu steigen.

175 große und kleine Besucher verfolgten den Open-Air-Gottesdienst.

Karoline Thys (Orgel) und der Singekreis Sudwalde (Leitung: Dagmar Lübbering) begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Pastorin Kopmann – von der Vakanzvertreterin stammte die Idee zur Taufe im fließenden Gewässer – dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen der Andacht beigetragen hatten. Unter anderem nannte sie die Kirchenvorstandsmitglieder und Gemeindesekretärin Monika Meier.

Dieter Knake baut Holztreppe für Ereignis

Neben der Herrichtung der Wiese war die Schaffung eines Zugangs zum Graben und die Sicherung der Sohle die größte Herausforderung. In dieser Sache erhielten die Verantwortlichen fachkundige Unterstützung von Hans-Dieter Knake, der in Handarbeit eine Eichentreppe fertigte. Das Material hatten die Firmen Bösselmann und Laasch kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Aufwand sei immens gewesen, bestätigten Johann Buschmann und Peter Strauß (Kirchenvorstand), er habe sich aber definitiv gelohnt. Viele der Familien, die ihre Kinder zur Taufe angemeldet hatten, habe man nicht zuletzt durch den besonderen Ablauf des Gottesdienstes begeistern können. Diese Art Taufgottesdienst werde man einmal jährlich wiederholen, kündigte Johann Buschmann an.

Zwischen vier Monaten und 13 Jahren alt sind die Kinder, die am Sonntag getauft wurden.

Ein Erfolg war die Ausstellung von rund 50 Taufkleidern, die am Sonntag letztmalig zu besichtigen war: Monika Meier verzeichnete 150 Besucher. Weniger groß war die Resonanz auf den angebotenen Nähkursus – vermutlich, weil das Gros der Täuflinge dem „Taufkleid-Alter“ bereits entwachsen war.

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