Buslinie 105 im Alltagstest / Infomobil macht am Freitag Station in Sudwalde und Affinghausen

Erste Fahrten, erste Beschwerden

Das VBN-Infomobil macht am 17. Dezember in Affinghausen und Sudwalde Station.
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Das VBN-Infomobil macht am 17. Dezember in Affinghausen und Sudwalde Station.

Sudwalde/Affinghausen – Die Tücke liegt im Detail: Der Bus der Linie 105 startet um 6.48 Uhr in Affinghausen am Gasthaus Bensemann – oder etwa doch nicht? „In den Ferien schon, aber sonst eben nicht“, erklärt Anke Schockemöhle einer Bürgerin auf einer Internetplattform. Die Bürgerin war erbost, dass der Bus nicht gefahren ist – hatte aber den Fahrplan nicht im Detail studiert.

Sudwaldes stellvertretender Bürgermeisterin Anke Schockemöhle ist der „Motor“ hinter dem erweiterten Angebot auf der VBN-Route von Sudwalde und Affinghausen über Neubruchhausen zum Bassumer Bahnhof. Wie berichtet, fährt der von ihr so getaufte „Hachesprinter“ an Standorten entlang der Linie 105 (Bassum – Neubruchhausen – Sudwalde – Affinghausen) seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember ein paar Mal öfter, als bisher: Im Zeitraum von 6 bis 11 Uhr sowie 15 bis 19 Uhr stündlich. Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) verspricht sich von den Taktverdichtungen, Angebotserweiterungen und Anschlussneuerungen eine generelle Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Und deshalb sind Infotermine vor Ort geplant: Das Team des VBN ist am Freitag, 17. Dezember, von 13 bis 14.45 Uhr in Sudwalde auf dem Parkplatz des ehemaligen Gasthauses Stühring (Affinghäuser Straße 26) sowie von 15 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz am Gasthaus Bensemann (Sulinger Straße 5).

Zurück zur Tücke im Detail: Die bedeutete für die Abfahrt um 6.48 Uhr ab Affinghausen/Bensemann am Montag, 13. Dezember: Diese Abfahrt erfolgt nur in den Ferien. Denn: Auch in den Ferien gelte ein erweitertes Verkehrsangebot, heißt es in einer Pressemitteilung des VBN. Zum Start am 12. Dezember hat sich Anke Schockemöhle ins Auto gesetzt und die erste Fahrt des Busses verfolgt. Zugestiegen sei eine Frau in Neubruchhausen, mit Jobticket nach Bremen. Sie habe sich laut Busfahrer sehr gefreut, dass es nun diese Möglichkeit gibt. „Ich hoffe, dass ab dem nächsten Jahr Fahrgäste ab Affinghausen und Sudwalde für die frühe Verbindung dazu kommen“, sagt Schockemöhle. „Aufgrund von Corona, Homeoffice, Jahresende und Eingewöhnungsphase freue ich mich, dass zumindest bei der ersten Fahrt schon mal eine Pendlerin das Angebot für sich entdeckt hat.“

Aktuell musste der Busfahrer bei der ersten Fahrt über die B 51 ausweichen: „Die Unterführung war an zwei Tagen für Busse gesperrt. Da war ich schon ganz nervös, wo denn der Bus bleibt. Ich stand am Bussteig und konnte es mir nicht erklären, da die Baustelle noch nicht eingerichtet war. Hat aber geklappt: Um 6.22 Uhr war er da. Vier Minuten Umsteigezeit ist noch ausreichend“, findet Anke Schockemöhle.

Dass die Verbindungen nachjustiert werden können, bleibt eine Option in der auf zwei Jahre angelegten Probephase. Dazu könnten Änderungen zählen, die für Kinder wichtig wären, die in Bassum zur Schule gehen.

Und schon trudelt über eine Online-Gruppe der nächste Verbesserungsvorschlag ein: Hin zum Bremer Weihnachtsmarkt geht, aber die letzte Verbindung zurück ist dem Mann zu früh. „Naja, wir sollten erst mal dankbar sein, das Schulen und Ärzte erreichbar sind“, wird ihm beschieden.

Zum stündlichen Angebot montags bis freitags kommen auch vier Verbindungen je Richtung am Samstag: Alle Fahrten haben Anschluss an den regionalen Bahnverkehr in Bassum von/nach Bremen (weitere Infos: www.vbn.de, kostenlose „FahrPlaner“-App, VBN-24h-Serviceauskunft, Tel. 04 21 /59  60  59).

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