Heimatverein trotz Corona aktiv

Eine neue Apfelwiese wächst in Neuenkirchen

Bei der Pflanzaktion für die neue Apfelwiese: Marlene Söhl, Willy und Elke Reimers, Werner Quindt und Hermann Meyer.
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Bei der Pflanzaktion für die neue Apfelwiese: Marlene Söhl, Willy und Elke Reimers, Werner Quindt und Hermann Meyer.

Neuenkirchen – Sauer macht lustig: Eher säuerliche Sorten sind es, die nun heranwachsen auf der Wiese hinter der Neuenkirchener Friedhofskapelle, dank einer Pflanzaktion des örtlichen Heimatvereins.

Alte Apfelsorten, zumeist im Oktober reif, wurden ausgesucht. Karmijn der Sonnavilla, eine aus den Niederlanden stammende Sorte, wird mit intensiver roter Farbe für einen besonderen Hingucker sorgen. Die Äpfel sollen sehr aromatisch sein. Der Schneiderapfel stammt züchterisch aus der Schweiz, ist seit 1746 als Saft- und Mostapfelsorte gelistet. Die Früchte tragen ein hellgrün-goldgelb gemustertes Kleid und sind ebenfalls im Oktober reif. Kaiser Wilhelm, ebenfalls eine alte Sorte, seit 1846 gelistet, sei für Allergiker geeignet. Der „Winterapfel“ sollte erst im November gepflückt werden. Rot-gelb gestreift sei das Kleid der Frucht des Pommerschen Krummstiels, seit 1856 als Sorte gelistet, ursprünglich aus Mecklenburg. Diese Äpfel würden hauptsächlich für die Saftproduktion eingesetzt, heißt es.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Mitglieder des Heimatvereins Neuenkirchen mit Unterstützung der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz die mittleren Teile der Wiese als Wildblumenwiese umgestaltet. „Nun folgte, wiederum mit Unterstützung der Stiftung Naturschutz, die Bepflanzung der Wiese mit Apfelbäumen“, berichtet Vereinsvorsitzender Manfred O. Hinz. Unter Einhaltung gebotener Abstände und mit Masken geschützt haben die Heimatpfleger die sieben hochstämmigen Apfelsorten in gemeinsamer Grabarbeit gepflanzt.

Die Mitglieder des Heimatvereins freuen sich laut Hinz, dass dies trotz gegebener Corona-Beschränkungen geklappt hat, Dank gelte der Stiftung Naturschutz und allen, die an der Aktion mitgewirkt haben. Besonders Elke und Willy Reimers von der ehemaligen Gärtnerei in Neuenkirchen, die halfen, die Bepflanzung fachgerecht durchzuführen, heißt es in der Pressemitteilung des Vorsitzenden.

Die Wiese ist öffentlich zugänglich, und damit ist auch der Griff zu einer gereiften Frucht in der Erntesaison für jedermann möglich.  sis /r.

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